Meisterschaft NLA: SEAT Volley Näfels will beide Punkte hier behalten
Das Näfelser Volleyballteam ist Co-Leader in der NLA und kann mit einem weiteren Sieg im (morgigen) heutigen Heimspiel gegen Aufsteiger Laufenburg diese Position verteidigen. Die Fricktaler werden aber stärker erwartet, da jetzt die Gebrüder Sutter (Andy und Roman) bei ihrem früheren Stammverein mitspielen und damit für eine wesentliche Verstärkung sorgen.
Grosse Erfolge feierten die Sutter-Brothers mit SEAT Volley Näfels, bis beide im letzten Frühjahr im Glarnerland die Koffer packten. Vorerst, um sich ihrer Karriere als Beach-Volleyball-Profis zu widmen. Jetzt über den Winter stehen sie im Team von Volley Smash05 Laufenburg-Kaisten um dem Aufsteiger zu helfen den direkten Wiederabstieg zu vermeiden und sich selbst wettkampfmässig in Form zu halten. Seit ihrem Eingreifen ins Geschehen gelang den Sutters mit Smash05 immerhin bereits ein Sieg und zwar im Tessin gegen Pallavolo Lugano, wenn auch sehr knapp mit 17:15 im Tiebreak. Eher etwas überraschend dann vor Wochenfrist ihre Heimniederlage gegen die Beach-Boys aus Münsingen. Damit stehen die Aaretaler den Fricktalern, wenigstens vorerst, vor der Sonne. In dieser Meiterschaft geht es für die jetzt eher schwächeren Teams darum, den heiss begehrten fünften Platz zu erobern. Dieser gibt im Januar in einer Serie Best-of-three, Heimrecht gegen den sechsten Klub der Tabelle und das kann durchaus entscheidend sein sich in maximal drei Spielen, aller Abstiegssorgen bereits im tiefsten Winter zu entledigen.
Die grossen Vier gegen die kleinen Drei
Um Punkte zu holen kommt jedes Spiel gerade recht. Geht man aber davon aus, dass die zur Zeit grossen Vier eher nicht gegen die im Moment kleinen Drei verlieren, dann müssen diese also ihre Punkte untereinander holen. So weiss auch Trainer Polak ganz genau, dass verlieren gegen den heutigen Gegner verboten ist, selbst wenn die Gebrüder Sutter bei vielen Zuschauern noch immer grosse Sympathien geniessen und dies auch absolut zu recht. Aber im Wettkampf schaut jeder nur für sich. So auch Volley Näfels, mit dem Resultat, dass bisher fünf Siege in sechs Spielen herausschauten und sich die Glarner endlich wieder den Respekt bei ihren Gegner verschafften, welcher in den letzten beiden Jahren zeitweise gänzlich verloren ging.
Metamorphose vom Auslaufmodell zum Neuwagen
Einer der eher stilleren Schaffer des jetzigen Erfolgs ist Mittelblocker Tommy Büsser. Dem geübten Auge des Kenners ist aber nicht entgangen, dass er hervorragend spielt und dafür im Spiel gegen Lugano die Ehrung als „Most-valuable-player“ entgegennehmen durfte. Selbst macht der gelernte Automechaniker Büsser immer eher auf understatement. Sein Präsident, Klaus Görauch, beschreibt die Situation um den Eschenbacher aber so: „Büsser war bei Volley Amriswil eher ein Auslaufmodell, jetzt aber hat er bei uns eine Neupolitur erhalten und schon steht er als Neuwagen im Schaufenster“ und zieht mit diesem Vergleich zu Büssers Beruf die Lacher auf seine Seite. Fact ist, dass der St.Galler bei Amriswil nur noch auf der Ersatzbank sass und jetzt bei Volley Näfels als neuer Stammspieler richtiggehend aufblüht und zeigt, was er alles drauf hat.
Er und alle übrigen Mitglieder des Teams werden sich bestimmt Mühe geben um auch gegen die Fricktaler wieder schöne und erfolgreiche Spielzüge zeigen zu können. Und wenn sie dies einige Male öfter tun als der Gegner, dann bleiben auch die beiden Punkte ganz sicher im Glarnerland.



























































































