Meisterschaft NLA: Seat Volley Näfels testet in Tschechien
Seat Volley Näfels testet an einem Turnier in der Heimat ihres Spielertrainers Dalibor Polak zum ersten Mal in dieser Saison seine neue Mannschaft. Ohne Gustavo Meyer, welcher mit der Nati aus Mexiko an der WM in Italien weilt, konnte gegen sehr starke Gegner aus Tschechien und Deutschland gespielt und getestet werden.
„In der Schweiz gibt es keine Mannschaft von der Stärke eines Budejovice (Budweis) oder eines SSC Berlin“, meinte Manager Gygli nach seiner Rückkehr aus Tschechien. Deshalb sind auch die erzielten Resultate vorab zweitrangig. Viel wichtiger waren die vielen Erkenntnisse, welche Trainer und Mannschaft gewonnen haben. „Im Volleyball entscheiden Details und wir haben viele gesehen, die bei uns noch nicht stimmen“, meinte der neue Mittelblocker aus Brasilien Roosewelt Oliveira.
Im Vordergrund stand, dass sich alle Spieler Spielpraxis aneignen konnten. Denn ausser einem Trainingsspiel vor Wochenfrist gegen das zweite Team aus Friedrichshafen, fand noch überhaupt kein einziges Spiel statt seit Trainingsbeginn um Mitte August. Hier aber hat jeder Spieler mehrere Sätze gespielt und zum Teil auch auf verschiedenen Positionen, wie zum Beispiel Fabian Brander. Dieser spielte auf der Annahmeposition und im Aussenangriff wenn Trainer Polak als Diagonalangreifer selber mittat um dann seine Position einzunehmen, wenn der Tscheche es vorzog zu coachen und sein Team von aussen zu beobachten. Dabei entging ihm sicher nicht, dass Neuzuzug Márcio Sinotti (ex Amriswil) als Most valuable Player der Saison 08/09 ausgezeichnet, absolute Leaderqualitäten hat. Vor einem Jahr verletzte sich dieser und hat seither kein ganzes Spiel mehr absolviert. Dies merkte man ihm an, es fehlte noch sehr an Spielpraxis. Vor allem die Annahme lebt von andauerndem Training und so hart und schnell wie die Gegner aus Tschechien und Deutschland an diesem Turnier servierten, wird in der Schweiz ohnehin nicht oft serviert. Am Pass kamen abwechslungsweise Ivan Bedrac und Marco Gygli zum Einsatz. In der Mitte spielten Thomy Büsser, Roosewelt und Marc Walzer und namentlich er erntete viel Lob von Manager Gygli. Er sei in der Lage, nun vermehrt im NLA-Team eingesetzt zu werden und dort auch Verantwortung zu übernehmen. Michi Brander, der jüngere Bruder von Fabian, spielte ebenfalls einige Sätze auf Annahme an der Seite von Libero Werner, welcher sich nach einigem Überlegen im Sommer entschloss eine weitere Saison für die Näfelser Volleyballer in die Hosen zu steigen.
„Trotz langer Anreise (10 Stunden Fahrt durch Stau) hat sich die Teilnahme gelohnt. Alles hat bestens geklappt und wir konnten gegen starke Gegner viel profitieren“, resümierte ein zufriedener Ruedi Gygli. Aus diesem Auftritt nun bereits irgendwelche Schlüsse abzuleiten über die wirkliche Stärke des Teams geht nur schon deshalb nicht, weil ja Captain und Teamstütze Gustavo Meyer nicht mit dabei war. Wichtig zu sehen, dass alle voll motiviert bei der Sache waren und sich auf die neue Saison freuen, welche diesen Samstag mit dem Supercup in Lausanne beginnt.


























































































