Meisterschaft NLA: SEAT Volley Näfels nach klarem Sieg nun alleiniger Leader
SEAT Volley Näfels gewinnt auch das dritte Spiel der noch jungen Saison und ist nach Amriswils Niederlage bei LUC nun alleiniger Tabellenleader. Erwartungsgemäss hatte auch der VBC Münsingen keine echte Siegchance und das klare Resultat wiederspiegelt den Leistungsunterschied sehr gut.
„Da bin ich jetzt schon etwas überrascht, dass wir es sind, die den besten Start in die neue Meisterschaft erwischt haben“, meinte Manager Ruedi Gygli nach dem zweiten 3:0-Sieg in Folge. Näfels zeigte ein durchschnittliches Spiel und hatte öfters Phasen mit Konzentrations-schwächen. Jeder Näfelser Spieler erkannte aber klar, dass man das Spiel jederzeit im Griff hatte. Zeitweise waren die Servicefehler das grosse Thema und daran wird Trainer Polak in der Vorbereitung auf die Doppelrunde gegen Chênois und Amriswil sicher ein starkes Augenmerk richten müssen. Wiederum war es aber das Blockspiel, welches überzeugte und viele Punkte zum klaren Sieg beisteuerte. Fabian Branders Annahmen waren schon besser im Vergleich zum Lausanne-Spiel, doch diesmal patzerte Gustavo Meyer ab und zu. Libero Werner dirigierte seinen Rückraum und die Annahme fast wie immer sehr souverän. Dalibor Polak hatte ebenfalls keine Mühe und punktete regelmässig und auch das Coaching bereitete ihm bei der relativ geringen Gegenwehr kein grosses Kopfzerbrechen.
Münsingen spielte frei auf, verlor aber klar
Münsingen spielte ohne Druck frei von der Leber weg. Sébastien Chevallier spielte auf der Position des Passeurs, also dort wo er am besten ist. Er liess jedoch verlauten, dass er während der Saison durchaus auch auf der Annahme-Position spielen werde. Michel Kertai war solide in der Annahme wie gewohnt und überraschend gut spielte auch Mirco Gerson (16) des Trainers Sohn als Libero. „Wenn dann noch die Beach Volleyballer Schnider und Gabathuler zum Team stossen, wird Münsingen durchaus ein starker Gegner sein“, anerkannte Manager Gygli das Potenzial des Teams. Doch das wird noch nicht so schnell sein, denn erst wollen die beiden Beach-Profis noch die Saison mit dem FIVB-Open in Sanya (China) beenden. Sie stehen dort als eines von ca. 32 Teams in der Qualifikation und hoffen einen der acht Plätze in der Money-Round zu erspielen.
Nach dem eher leichten Sieg in Münsingen und dem sehr konzentrierten Spiel vor einer Woche gegen Lausanne UC findet sich SEAT Volley Näfels nun zum ersten Mal seit langem wieder an der Tabellenspitze wieder. Keiner im Team wird darob aber nun aber in Blindheit verfallen. Der Prüfstein kommt schon am nächsten Wochenende mit der Doppelrunde in Glarus. Mit der neuen Meisterschaftsformel bleibt aber noch lange Zeit die Mannschaft zu ihrem Zenit zu führen und dies gilt natürlich für jeden Klub. So kann man im Moment bestenfalls Konturen erkennen darüber, wie diese Volleyball-Meisterschaft verlaufen könnte. Aber eines ist sicher und eine alte Wahrheit: Jeder Sieg tut gut und ist immer Motivation die vielen harten Trainings mit grosem Elan zu absolvieren. So gesehen befindet sich die Mannschaft von SEAT Volley Näfels also auf Kurs und kann mit gestärktem Selbstvertrauen die beiden Spitzenklubs aus Genf und dem Thurgau empfangen.
Schlossmatte – 250 Zuschauer – Spieldauer 66 Minuten.
SR1 Stanisic Sascha
SR2 Huguet Bertrand
17-Okt-2009, 19.30 Uhr | VBC Münsingen vs SEAT Volley Näfels –0:3 (21:25, 21:25, 18:25) |
SEAT Volley Näfels: Meyer (Captain), Gygli (Passeur), Werner (Libero), Fabian Brander, Benetti, Büsser, Polak; Bedrac, Zurgilgen, Michael Brander, Walzer. Spielertrainer: Dalibor Polak
VBC Münsingen: Chevallier (Passeur und Captain), Mirco Gerson (Libero), Kertai, Kovatsch, Kissling, Büschi, Weingart; Masserini, Stadelmann, April, Kipfer, Trainer: Marc Gerson


























































































