Donnerstag, 5. Februar 2009; 08:58
Allgemein

Meisterschaft NLA: SEAT Volley Näfels mit Turbo-Start zum Sieg

Von: Köbi Hefti

SEAT Volley Näfels liess auch im zweiten Spiel im Playout dem VBC Andwil-Arnegg keine Siegchance. Die stark ersatzgeschwächten Glarner siegten erneut 3:0 (25:14, 25:22, 25:21). Andwil war zwar nahe am ersten Satzgewinn gegen Näfels, doch die Klasse der Glarner wog zu schwer.

 

Mit gerade einmal sieben fitten Spielern trat Näfels in Andwil zum zweiten Playout Spiel an. Doch die sechs Feldspieler Bedrac, Brander, Klassen, Silvio, Roman Sutter, Tchello und Libero Werner hatten zu Beginn sichtlich Spass. Sie zeigten sofort, wer der Meister in der Turnhalle Ebnet war. Es war ein Katz- und Mausspiel, mit klar verteilten Rollen. Näfels liess im ersten Satz den Gastgebern keine Chance, entwickelte viel Druck mit dem Service, verteidigte die Mehrheit der Andwiler Angriffe schon mit Block und war selber im Angriff sehr effizient. So brachte Näfels den ersten Satz mit 25:14 mit viel Spielfreude ins Trockene.

 

Heisse Stimmung und Öl im Feuer

Der zweite Umgang war deutlich umstrittener. Näfels wurde Mal um Mal von den nun wesentlich aggressiver auftretenden Andwilern überrascht - und überraschte sich selber mit zu vielen Fehlern. Captain Bedrac dazu: "Wir waren alle nicht mehr so bereit wie zu Beginn. Wir dachten wohl, dass es so leicht weitergehen würde:" So lführten die Gastgeber meist mit einigen Punkten Vorsprung. 15:18 lag Näfels hinten, als Coach Carvalho seine Spieler im Time-out auf ihre Pflichten aufmerksam machten musste. Die Spieler erhörten diese Worte und zogen an den St. Gallern vorbei. Die Angriffe und der Block wurden auf einen Schlag wieder eine Klasse besser. Die Stimmung in der Halle war angeheizt, witterten doch die St. Galler den ersten Satzgewinn gegen Näfels. Dazu goss der Referee mit seinen umstrittenen Entscheiden, welche die Einheimischen äusserst nervte, noch Öl ins Feuer. Sie kassierten dafür gar eine gelbe Karte, was die Vorentscheidung in diesem Satz bedeutete. Am Ende ging auch dieser Satz mit 25:22 an die Glarner.

 

Der kurze Einsatz des Schlendrians

Der dritte Satz schien lange nur eine Pflichtübung zu sein. Näfels dominierte Andwil wie zu Beginn des Spiels. Doch dann kam bei Näfels ein Spieler namens Schlendrian ins Spiel, während sich Andwil nochmals am Ärmel riss und zu Näfels aufschloss. Doch der Unterschied punkto Erfahrung und Klasse zwischen Volleyball-Glarus und St. Gallen wog zu schwer. Andwil ging auch im dritten Satz unter und verlor ihn mit 21:25.

 

Immerhin waren diesmal die Andwiler etwas zufriedener als am Wochenende. "In Annahme und Service konnten wir uns klar steigern. Aber am Block geht das manchmal viel zu schnell für uns", meinte der erneut gut aufspielende Roman Brühwiler. Am Samstag kann Näfels mit einem dritten Sieg im Buchholz diese Serie beenden und langsam aber sicher bereits Anfang Februar an die neue Saison denken

 

Matchtelegramm

 

Andwil, Turnhalle Ebnet, 4.2.2009, 20:00

Spieldauer: 64 Minuten

Zuschauer: 50   

 

VBC Andwil-Arnegg - SEAT Volley Näfels  0:3 (14:25, 22:25, 21:25)

 

VBC Andwil-Arnegg: Ledergerber (Passeur), Kraft (Captain), Keller (Libero),  Thürlemann, Forrer, Koller, Brühwiler; Jung; Trainer: Richard Stolz   

 

SEAT Volley Näfels: Bedrac (Passeur, Captain), Werner (Libero), Silvio, Brander, Roman Sutter, Klassen, Tchello Duarte; verletzt: Gaft, Andy Sutter, Bruno, Trainer: Leo Carvalho

 

1.SR: Bollier Bruno

2.SR: Fischbacher Alain