Meisterschaft NLA: SEAT Volley Näfels legt gegen Sursee einen Sieg vor
Die Volleyballer von SEAT Volley Näfels zeigten nach einer dreiwöchigen Pause ohne Ernstkampf eine ansprechende Leistung und besiegten den VBC Sursee klar mit 3:0. Zum ersten Mal unter dem Coaching von Trainer Mahmoud, sah es nach dem ersten Satz nach einem langen Spiel aus. Dank einer klaren Steigerung gab es nachher aber einen komfortablen Sieg.
Zum vielleicht letzten Spiel der Saison starteten die Einheimischen wie eine Rakete. Passeur Bedrac buchte gleich einmal zwei Service-Winner in Serie und auch noch einen direkten Angriffspunkt. Sogar noch besser startete Diagonalangreifer Bruno Amorim mit drei erfolgreichen Angriffen und einem Ass. So stand es 8:4, das Spiel hatte kaum recht begonnen. Der Kanadier Klassen schien aber noch nicht ganz da. Er und einmal auch Bruno mit einem Fehler erlaubten es den Luzernern innert Kürze wieder auszugleichen. Fortan war das Spiel völlig ausgeglichen. Keine Mannschaft konnte sich absetzen. Trotzdem spürten die Zuschauer, dass wohl Näfels diesen ersten Satz holen würde, denn nun buchten Klassen und Bruno regelmässig die Näfelser Punkte. Passeur Bedrac hatte in diesen beiden absolut zuverlässige Waffen und Bruno verwertete so auch gleich den ersten Satzball zur 1:0 Führung nach Sätzen.
Näfels erhöht den Druck
Satz zwei zeigte die Näfelser immer mit einem leichten Übergewicht. Vor allem die guten Services setzten Sursee arg unter Druck. Zu Satzmitte betrug der Vorsprung zwar nur drei Punkte aber die „Money-Points“ ab zwanzig Zählern wurden resolut gemacht. Dazu kamen bei Sursee die vielen unnötigen Fehler, wobei derjenige von Passeur Michail zum 23:18 den Luzernern wohl endgültig das Genick brach. Ein schöner Doppelblock durch Silvio und Passeur Bedrac, er war in glänzender Spiellaune, brachte den ersten Satzball. Und auch diesmal fakelten die Glarner nicht mehr lange. Josh Klassen versenkte die Kugel wuchtig im gegnerischen Feld, sehr zur Freude der eingefleischten Fans. Sie und nur sie, waren leider noch zu diesem Spiel erschienen.
Branders’ Familienduell
Noch einmal versuchte Sursee im dritten Satz wenigstens zu Beginn alles, um die eigenen Waffen stechen zu lassen. Es kam jetzt auch zum Bruderduell der Familie Brander und es schien, dass nach der Einwechslung von Bruder Michael bei Sursee, Fabian, die grosse Nachwuchshoffnung bei Näfels, endlich seinenTritt fand. Zuvor war er, genau wie von Trainer Mahmoud vorausgesehen und gewarnt, immer und immer wieder von seinen ehemaligen Klubkameraden anserviert worden. Dabei machte er überhaupt keinen sattelfesten Eindruck und das ohnehin schon nicht gerade überschäumende Selbstvertrauen Fabian’s wirkte sich auch auf seine Angriffsleistung aus, vom Service ganz zu schweigen. Fast hätte ihn Trainer Mahmoud deshalb am Ende des ersten Satzes auch durch Marcelo ersetzt. Doch es kam dann doch nicht dazu. „Ich setzte nach dem Gewinn des ersten Satzes weiterhin auf Fabian, weil er ganz einfach viel Spielpraxis braucht“, erklärte Trainer Mahmoud. Und der Ägypter sollte Recht behalten, denn im Schlusssatz drehte der Rothrister plötzlich auf und spielte nun gut mit. Und weil auch die übrigen Spieler ihr Niveau halten konnten, wurde Näfels’ Überlegenheit noch drückender. Schon bei 24:15 kamen sie zum ersten Matchball. Drei Flüchtigkeitsfehler und ein Näfelser Time-out später buchte erneut der Kanadier Klassen den vielleicht letzten Punkt der Saison 08/09 in der linth arena sgu zum feurig beklatschten dritten Sieg gegen Sursee in dieser Saison. Zeigt SEAT Volley Näfels eine auch nur annähernd gute Leistung wie in diesem Spiel, so kann der Sieger in Spiel zwei vom Mittwoch Abend in Sursee eigentlich nur noch Näfels heissen.
Matchtelegramm
linth arena sgu, 01.03.2009, 17:00 Uhr
Spieldauer 70 Minuten
Zuschauer: 200
SEAT Volley Näfels - Raiffeisen Sursee 3:0 (25:23, 25:18, 25:18)
SEAT Volley Näfels: Bedrac (Passeur und Captain), Werner (Libero), Silvio, Brander Fabian, Roman Sutter, Klassen, Bruno. Verletzt: Jacky Gaft,
Coach: Mahmoud Dorah (Egy) - MVP Bruno Amorim
VBC Raiffeisen Sursee: Michail (Passeur), Landa (Captain), Klemensberger (Libero), Bakaldin, Zurgilgen, Sharma, da Silva; Brander Michael
Coaches: Itzhaki Zohar, Sidler Benno – MVP Marcel Sharma
1.SR: Schürmann Philippe
2.SR: Sikanjic Aleksander



























































































