Meisterschaft NLA: SEAT Volley Näfels in extremis zum 5. Platz?
Am Sonntag kommt es in Sursee mit dem dritten Spiel im Playout um den 5./6. Platz definitiv zum letzten Spiel der Saison. Unkonstant wie schon die ganze Saison, zeigte Näfels bisher ein gutes und ein schlechtes Spiel. Dank Heimrecht sind die Luzerner diesmal zu favorisieren, erwartet wird aber ein offener Schlagabtausch.
Zur Zeit liegt SEAT Volley Näfels in den Direktbegegnungen dieser Saison noch mit 3:2 Siegen in Führung. Am Sonntag könnte der VBC Sursee diesen Stand nicht nur ausgleichen, sondern mit einem Sieg dem noch amtierenden Meister Näfels den 5. Rang in der diesjährigen Saison auf der Ziellinie noch abknöpfen. Dies konnte nach der guten Leistung der Näfelser im Startspiel nicht mehr unbedingt erwartet werden und Sursee’s Kampfansage für ein hartes zweites Spiel, tönte schon eher nach dem Mut der Verzweiflung. Doch die Spieler unter Co-Trainer Zohar Itzhaki machten wahr, was ihnen der andere Co-Trainer Martin Flückiger nach der Heimpleite verordnet hatte. Sie kämpften toll, traten als geschlossene Mannschaft auf und verdienten sich den Sieg ohne Makel, nachdem die Einheimischen leider allzu früh resignierten und nicht mehr zu einer Reaktion fähig waren. Wie gross das Geschenk war mit diesem Sieg noch einmal in der Stadthalle in Sursee antreten zu dürfen, sah man auf dem Gesicht von Captain Martin Nevosad, in seinem strahlenden Lachen. Er und seine Kameraden freuten sich diebisch über diesen Coup. So kommt es also doch noch zu seiner Verabschiedung vor heimischem Publikum und in würdigem Rahmen. Mit Kampf und grösserem Siegeswillen erreicht seine Mannschaft nun das so sehr erhoffte Ziel eines dritten Spiels.
Keine Verabschiedung der Näfelser Spieler
Vielen Zuschauern in der linth arena war aber am Mittwoch wohl bewusst, dass auch auf Näfelser Seite einige Spieler der diesjährigen Mannschaft zum letzten Mal ihren Auftritt hatten. Es ist mit einigen Wechseln im Fanionteam von Näfels zu rechnen. Umso schöner wäre es also auch für die Spieler gewesen, sich mit einem Sieg verabschieden zu können und damit auch den abschliessenden Apéro mit dem treuen Publikum etwas fröhlicher und ausgelassener feiern zu können. So aber war den meisten die Lust auf Party schon wieder gründlich vergangen.
Spannung nicht gehalten
Vielmehr geht es jetzt darum sich noch einmal zu sammeln. Sei es für die noch nötig gewordenen Trainings, sei es für das sonntägliche Spiel. Die Niederlage in Spiel zwei war ja vielleicht nicht zuletzt auch darauf zurück zu führen, dass die Spannung nicht hoch genug war bei den meisten Spielern und sie deshalb nicht fähig waren, auf den erhöhten und unerwarteten Druck des Gegners zu reagieren. War der Spielbeginn noch praktisch gleich wie bei den drei in Sursee gewonnenen Sätzen, verlief die Fortsetzung mit genau umgekehrten Vorzeichen. Und darauf waren die Spieler unter Captain Andy Sutter überhaupt nicht gefasst.
Kopf allein entscheidet
Aber bei genauer Betrachtung ist es eigentlich nur normal, dass es auch in dieser Serie zu einem Entscheidungsspiel kommt. Schliesslich war es auch gegen Lugano nicht anders und vor allem war die diejährige Mannschaft geprägt von überraschenden Leistungen. Wenn man den Sieg ganz sicher erwartet hatte, kam er nicht, um gleich darauf wieder eine angenehme Überraschung zu erleben mit einem guten Spiel. So gesehen ist es ratsam, für das letzte Saisonspiel also nicht mehr mit einem Sieg zu rechnen, denn dann kommt er am ehesten zustande. Spielerisch hat die Benne-Truppe es ganz sicher drauf zu gewinnen und sich doch noch den 5. Rang zu holen, aber mehr als jedes andere Spiel wohl, wird dieses im Kopf entschieden - denn nur er allein kommandiert Arme und Beine.



























































































