Donnerstag, 29. März 2012; 22:20
Allgemein

Meisterschaft NLA: SEAT Volley Näfels gegen übermächtigen Gegner?

Von: Rolando K. Küng

Das neue Pallavolo Lugano mit seinen vielen Ausländern scheint übermächtig und dürfte für die Näfelser Volleyballer in der jetzigen Verfassung eine zu hohe Hürde sein. Im zweitletzten Spiel der Finalquali für die Playoffs brauchen die Tessiner noch einen Punkt, Näfels aber ganz sicher alle drei.

 

 

 

Dieses Auswärtsspiel im Tessin verspricht eigentlich nicht mehr sehr viel Positives für SEAT Volley Näfels. Zu stark scheinen die Spieler unter Trainer Johan Verstappen zu sein. Der Holländer kann aber auch aus dem Vollen schöpfen. Bei einem Blick auf das jetzige Kader der Luganesi sieht man je vier Brasilianer und Italiener, zwei Kubaner und ein Mazedonier. Die fünf Schweizer spielen mit Ausnahme von Captain David Hübner eine eher untergeordnete Rolle. Vor gut einem Monat verpassten die Dragons in der Linth Arena dem amtierenden Schweizer Meister eine schallende Ohrfeige. Die 0:3-Niederlage war eine Klatsche sondergleichen und seither hat sich Lugano, man höre und staune, noch einmal verstärkt. Neu zum Team gestossen ist aus Londrina, direkt aus der Brasilianischen Superliga auch noch Caio de Prá. Er belegte nach Angriffspunkten in der für seinen Klub vorzeitig beendeten Saison den vierten Platz. Als Diagonalangreifer ersetzt er auf dieser Position seinen Landsmann Kleist, welcher nun wieder als Annahmespieler antreten kann.

 

Lugano auch nicht unverwundbar 

Trotz erstklassigen Stammspielern und einer fast ebenso stark besetzten Ersatzbank kamen aber auch die Südschweizer nicht ungeschoren durch die bisher sieben Spiele dieser Quali-Runde für die Finalserie. Bei Amriswil und bei Chênois kassierte die Verstappen-Truppe eine klare Niederlage. Dies darf Dalibor Polak ein kleines bisschen Hoffnung geben, dass auch dieser Gegner nicht unverwundbar ist. Aber genauso wie die Glarner gegen den TV Schönenwerd eine positive Bilanz aufweisen, ist diese gegen Pallavolo negativ. Nur gerade im ersten Spiel gelang es der Polak-Truppe, einen 0:2-Rückstand noch zu drehen. Danach gab es aber zwei Niederlagen in Folge. Es wäre also eine grosse Überraschung, gelänge Näfels ein Sieg. Aber da ja Lugano nur noch einen Punkt braucht zur Sicherung seines Platzes im Playoff-Final, dienten die andern beiden Näfels dazu, Erzrivale Volley Amriswil auf Distanz zu halten. So stiegen die Glarner mit besseren Karten in den letzten grossen Kampf vom nächsten Mittwoch, eben gegen dieses Amriswil.