Montag, 2. November 2009; 17:34
Allgemein

Meisterschaft NLA: SEAT Volley Näfels gegen Schlusslicht aus Lugano

Von: Rolando K. Küng

Die Näfelser Volleyballer empfangen heute Nachmittag die Dragons von Pallavolo Lugano, welche die rote Laterne des Tabellenletzten mit ins sgu tragen. Nach zwei Wochen ohne Ernstkampf kann sich SEAT Volley Näfels mit einem Sieg gegen die mit grossen Problemen kämpfenden Luganesi an der Spitze der NLA halten.

„Mit Willen und Glück können wir sogar Näfels schlagen“, so steht es in der Vorschau der Dragons auf ihrer homepage. Ob da allerdings allein diese beiden Elemente ausreichen ist fraglich. Klar steigt auch Näfels direkt von seiner ersten Niederlage der Saison gegen Volley Amriswil in dieses Spiel. Aber die Dragons haben dagegen eine ganz andere Dosis an Niederlagen zu verkraften. Sie haben diese Saison noch überhaupt nie gewonnen und stehen ohne Punkte und mit nur drei gewonnenen Sätzen allein am Tabellenende.

 

 

Pallavolo Lugano Dritter beim Supercup

 

Dabei hat die Saison beim ersten Auftritt der Tessiner am Supercup in Lausanne gar nicht schlecht begonnen. Mit allen Stammspielern ausser Mittelblocker Caio angetreten, schlugen sie in einem guten und schnellen Spiel den CS Chênois glatt in drei Sätzen. Doch bereits dort begann die Verletzungshexe im Team herumzuspuken. Annahmespieler Fabio Martins (Br) verletzte sich noch während des zweiten Satzes und konnte seither nicht mehr mittun. Und so ging es weiter mit Verletzungen weiterer Spieler und damit waren die Improvisationskünste von Trainer Malpeli immer und immer wieder gefragt. Bisheriger Knackpunkt der Dragons war sicher die 2:3-Niederlage gegen Aufsteiger Laufenburg-Kaisten. Zwar wurde das Spiel in Bellinzona ausgetragen, aber halt doch eigentlich vor eigenem Publikum, oder was von diesem noch übrig geblieben ist. So geht es also für Lugano nun dringend darum ein Erfolgserlebnis zu haben. Pech dass sie im letzten Spiel der Vorrunde dabei ausgerechnet auf die ausgezeichnet in die Meisterschaft gestarteten Näfelser treffen. Denn Dalibor Polak und seinen Mannen haben ganz entschieden etwas dagegen ihrem heutigen Gegner aus dem Tessin Sätze oder gar Punkte abzugeben. Wobei die klare Favoritenrolle auch gefährlich sein kann.

 

 

SEAT Volley Näfels hat bisher überzeugt

 

Gemäss dem bisherigen Verlauf der Saison mit den starken Auftritten gegen die beiden Teams aus der Romandie traut man SEAT Volley Näfels aber einen klaren Sieg gegen die Tessiner jederzeit zu. Spielerisch sind die Glarner gut aufgestellt und moralisch so stabil, dass sie auch Satzrückstände wettmachen oder beim Spielstand von über 20 Punkten einen Satz nicht mehr abgeben.

 

So darf man also gespannt darauf sein mit wie viel Ehrgeiz beide Teams in dieses Spiel steigen und mit wie viel Hunger sie um die beiden Punkte kämpfen werden.