Meisterschaft NLA: SEAT Volley Näfels erledigt seine Pflicht
Die Näfelser Volleyballer erfüllten die Erwartungen und qualifizierten sich ohne Mühe für den Playout-Final um den fünften und sechsten Platz. Trotz Satzgewinn hatte der VBC Andwil-Arnegg keine Siegchance. Dank drei Siegen aus drei Spielen hat SEAT Volley Näfels nun drei Wochen Zeit, sich auf die letzten Spiele vorzubereiten.
Vorerst gibt es nun aber einige Tage frei. Ab Wochenmitte wird wieder normal trainiert. Die Wochenenden bleiben trainings- und spielfrei. In den kommenden drei Wochen geht es also darum, sich mental und spielerisch auf die letzte Entscheidung vorzubereiten, welche für die Mannschaft in der diesjährigen Saison noch ansteht. Dabei bleibt auch Zeit die diversen Verletzungen noch einmal zu heilen, es darf zumindest mit einer Rückkehr von Bruno Amorim ins Team gerechnet werden.
Andy Sutter’s Abschied
Einer der bestimmt nicht mehr dabei sein wird ist Andy Sutter (23). Der ehemalige Seasons-Best-Swiss-Player der Meistersaison 2007 wurde vor leider allzu spärlichem Publikum mit einem Geschenk aus der Mannschaft verabschiedet. Trotzdem er immer noch mit Hüftproblemen zu kämpfen hat, spielte er die zweite Hälfte des ersten, leider verlorenen Satzes, noch einmal in seinem Team. „Leider fällt mein Abschied gleichzeitig auf den Tiefpunkt, durch meine Verletzung und das Ausscheiden gegen Münsingen“, meint der ehemalige Captain etwas nachdenklich. Trotzdem schaut er mit grosser Befriedigung auf diese sehr wichtigen sechs Jahre seines Lebens in Näfels zurück. „Ohne die Leute hier und das Umfeld welches mir immer geboten wurde, stände ich jetzt nicht da wo ich heute bin“, anerkennt Andy Sutter all das was er hier erleben durfte. „Bereits nächste Woche fliegen wir mit der Schweizer Beach Nati nach Fortaleza (Br) ins dreiwöchige Trainingslager und ich hoffe sehr, dass ich dort schon voll mitmachen kann“, dies der Ausblick auf seine Beach-Karriere in welcher der Aargauer nun durchstarten will.
Andwil’s erster Satzgewinn
Leider konnte auch er den Verlust des ersten Satzes nicht abwenden in welchem die Gäste hellwach und agressiv und die Einheimischen irgendwie noch nicht ganz da zu sein schienen. Andwil-Arnegg nahm von Anfang an das Spieldiktat in die Hand und wer geglaubt hatte, die Profis aus dem Glarnerland würden es dann zuletzt schon noch richten, sah sich getäuscht. Diesmal liess sich die Stolz-Truppe den gewonnenen Mumm durch den grossen Vorsprung nicht mehr abknöpfen und brachte Satz eins sicher und stolz nach Hause.
Trainer Carvalho weckte seine Mannen
Des Trainers Worte zeigten offenbar Wirkung, denn in Satz zwei spielte eigentlich nur noch ein Team und zwar Näfels. Jetzt war auch der Kanadier Klassen wieder gewohnt effizient und das Näfelser Spiel lief wie am Schnürchen. Die Fürstenländer schienen irgendwie mit dem ersten Satzgewinn zum Zwischenstand von 1:15 (!) nach Sätzen im sechsten Spiel bereits zufrieden zu sein. SEAT Volley Näfels gewann den Satz nach zwei Blockpunkten in Folge durch Silvio einmal mit Klassen und einmal mit Bedrac.
Effiziente Mitte
In Satz drei waren die Gastgeber weiterhin, jedoch nicht mehr so klar, überlegen wie im letzten Durchgang. Sieben Zähler wurden abwechslungsweise durch Roman Sutter und Silvio durch die Mitte erzielt. Aber auch Klassen, Brander und Tchello verwerteten regelmässig ihre Bälle. Gibt es einen Makel dann vielleicht die fünf Servicefehler der Näfelser, welche dem Gegner halfen, immer einigermassen in Reichweite zu bleiben. Bei 19:18 kamen die St.Galler noch einmal bis auf einen Zähler an Näfels heran. Zum Satzende legte der Favorit aber noch einmal eine Serie von 6:2 Punkten hin und gewann mit einem herrlichen Angriffsball durch Roman Sutter über die Mitte auch diesen Satz.
Wer zuerst erwacht gewinnt!
Im letzten Durchgang plätscherte das Spiel müde hin und hier, kein Team konnte sich absetzen. Plötzlich rief Andwil-Trainer Richi Stolz seinen Jungs zu: „Wer zuerst erwacht gewinnt“! Doch anstatt seine Jungs wachzurütteln, waren es die Näfelser welche nun einen Zacken zulegten. Sie zogen auf 18:15 davon. Nach einer Triplette an Eigenfehlern durch Klassen, Brander und Sutter war aber erneut Einstand bei 18 Punkten. Jetzt war es Tchello welcher dank drei Punkten im Angriff den alten Abstand wieder herstellen konnte. Zu guter Letzt kam auch noch einmal Andy Sutter aufs Feld um nun endgültig Abschied zu nehmen ohne dabei aber noch Akzente setzen zu können. Es war sein Nachfolger Josh Klassen, welchem es vergönnt war, den Matchball zu verwerten. „Mein Team hat seine Pflicht erfüllt. Es ist immer schwierig ein gutes Spiel zu zeigen wenn man schon vorher weiss, wer gewinnen muss“, resümierte Manager Ruedi Gygli. Fact ist: die „Strafrunde“ ist nun vorbei und man kann sich darauf freuen mit Lugano oder Sursee noch einmal wichtige Spiele gegen einen Gegner mit NLA-Niveau spielen zu dürfen.
Matchtelegramm
Glarus, Turnhalle Buchholz, 7.2.2009, 17:00
Spieldauer: 90 Minuten
Zuschauer: 111
SEAT Volley Näfels vs VBC Andwil-Arnegg - 3:1 (19:25, 25:14, 25:20, 25:21)
SEAT Volley Näfels: Bedrac (Passeur, Captain), Werner (Libero), Silvio, Brander, Roman Sutter, Klassen, Tchello Duarte, Gygli, Andy Sutter; verletzt: Gaft, Bruno. Trainer: Leo Carvalho
VBC Andwil-Arnegg: Baumberger (Passeur), Kraft (Captain), Keller (Libero), Thürlemann, Forrer, Koller, Brühwiler; Stamm, Ledergerber; Trainer: Richard Stolz
1.SR: Weinberger Philip
2.SR: Fonio Patrick



























































































