Meisterschaft NLA: SEAT Volley Näfels beendet Saison auf dem 6. Rang
SEAT Volley Näfels verlor das dritte und entschiednede Spiel gegen Sursee mit 2:3 und beendet damit die Meisterschaft als Sechster unerwartet weit hinten in der Rangliste. Sursee war die glücklichere, aber nicht die bessere Mannschaft als SEAT Volley Näfels, verdiente sich den Sieg aber mit einer kämpferischen Leistung.
34 Minuten dauerte der hart umkämpfte Startsatz vor 230 Zuschauern in diesem entscheidenden Spiel um den 5. Schlussrang der Meisterschaft. Das bessere Ende behielten die Einheimischen mit 34:32 für sich. Sursee fightete beeindruckend, aber auch Näfels hielt dagegen, vergab vier Satzbälle, wehrte selber ebenfalls mehrere Satzbälle ab. Den sechsten Satzball verwerteten die Luzerner und beendeten diesen spannenden Auftakt knapp für sich. Bei Näfels beeindruckten in diesem Satz Andy Sutter und André Miller mit vielen erfolgreichen Aktionen, während Vinicius ein Vollausfall war. Unverständlich, dass Trainer Benne diesem Trauerspiel kein Ende setzte und den Brasilianer nicht durch Brander ersetzte. Brander hätte gegen seine ehemaligen Kollegen sicher sehr motiviert gespielt. Weil dazu auch Lastres mit seinen Chancen fahrlässig umging, wurde dieser Satz trotz der recht guten Leistung der Glarner am Ende eine Beute von Sursee.
Dominant und dann dominiert
Im zweiten Satz kamen bei Näfels Büschi und Gygli für Roman Sutter und Bedrac ins Spiel. Was die beiden Teams den Zuschauern in den Durchgängen zwei und drei boten, war aber weit weg einer Augenweide. Näfels dominierte den zweiten Satz nach Belieben. Vor allem Block-Defense wussten zu überzeugen. Den Angriffen dagegen mangelte es an Effizienz. Das sah auch Trainer Benne und so brachte er – endlich - Fabian Brander anstelle von Vinicius ins Spiel. Trotzdem reichte es aus Sicht der Glarner für einen klaren 25:15 Satzsieg. Der dritte Satz verlief ebenso einseitig, jedoch mit umgekehrten Vorzeichen. Diesmal spielten die Einheimischen Näfels schwindlig. Sursee gelang alles, Näfels beinahe nichts. Es haperte an allem, Angriff, Verteidigung, Service und die sonst stabile Annahme funktionierten nicht mehr. Das klare Verdikt am Ende des Satzes lautete 25:14 für Sursee.
Erfolgreiches Kollektiv
Mit dem Rücken zur Wand gelang Näfels ein Start nach Mass im folgenden Satz. Die Glarner setzten sich sofort ab und lagen klar in Front. Alle Angreifer agierten nun auf der Höhe und sorgten auf allen Positionen für schöne Punkte. Doch der erspielte Vorsprung von fünf Punkten schmolz gegen Satzende langsam dahin wie der Schnee in der Frühlingssonne von Crans-Montana. Sursee gelang es zum 19:19 auszugleichen. Doch dann trat nochmals ein geschlossenes Team auf. Zuerst punktete Roman Sutter in der Mitte, dann blockten Andy Sutter und Brander eine Angriff zum direkten Punkt, anschliessend punktete Lastres. So kam SEAT Volley Näfels zu Satzbällen. Den zweiten verwertete Brander in seiner alten Volleyballheimat zum 25:21 Satzgewinn.
Ein Tie-Break musste in diesem letzten Spiel der Saison die Entscheidung bringen. Sursee startete besser und ging in Führung. Beim Stand von 8:6 für die Einheimischen wurden die Seiten gewechselt. Doch Näfels schaltete nochmals einen Gang höher. Miller, Brander und Lastres brachten Näfels nochmals ins Spiel zurück. Trotz einiger fragwürdiger Entscheide der Schieds- und Linienrichter, konnten die Glarner drei Matchbälle abwehren. Doch der vierte Matchball brachte die Entscheidung. Ein Angriff Näfels landete landete im Aus und damit ging das letzte Spiel der Saison auf eine Art und Weise zu Ende, wie dies für diese verknorzte Saison typisch war.
TV Amriswil wie letztes Jahr SEAT Volley Näfels
Wie weit weg Näfels dieses Jahr von der nationalen Spitze war, sah man auch beim letzten Saisonspiel in Sursee. Ein Vergleich des Spiels von Näfels um den fünften Platz und dem diesjährigen Play-off Final TV Amriswil - Lausanne UC zeigt sehr deutlich, dass zwischen diesen Partien Welten liegen. Während bei Näfels sich immer wieder grosse Verunsicherung breit macht, strotzen die Akteure der diesjährigen Finalisten vor Vertrauen. Marco Bär, Armiswils Captain, wagt gar einen Vergleich zum letztjährigen Meisterteam von SEAT Volley Näfels: "Dieses Jahr ist es beim TV Amriswil ähnlich wie bei Näfels im letzten Jahr. Wenn es einem Spieler nicht so gut läuft, gelingt es immer wieder den anderen Spielern, etwas Aussergewöhnliches und Entscheidendes zu leisten. Genau so, wie das im vergangen Jahr bei Näfels zum Beispiel Rafa, Andy Sutter oder Obeid schafften."
Matchtelegramm
Stadthalle Sursee, 09.03.2008, 17:00
Spieldauer 118 Minuten
Zuschauer: 220
VBC Raiffeisen Sursee - SEAT Volley 3:2 (34:32, 15:25, 25:14, 21:25; 17:15)
SEAT Volley Näfels: Bedrac (Passeur), Andy Sutter (Captain), Werner (Libero), Vinicius, Roman Sutter, Miller, Lastres, Gygli, Büschi, Brander, Trainer: Edwin Benne
VBC Raiffeisen Sursee: Milanez (Passeur), Nevosad (Captain), Morgenthaler (Libero), Emmenegger, Dailey, Studer, Zurgilgen, Landa, Sharma, Trainer: Zohar Itzhaki und Martin Flückiger
1.SR: Christoffel Patrick
2.SR: Sikanjic Aleksander



























































































