Freitag, 5. Februar 2010; 11:56
Allgemein

Meisterschaft NLA: Näfels nach klarem Sieg in Lugano weiter auf Play-off Kurs

Von: Rolando K. Küng und Köbi Hefti

SEAT Volley Näfels besiegte PV Lugano im Tessin mit 3:0 (25:18, 25:17, 25:22) deutlich und locker. Die Glarner überzeugten mit einer guten Teamleistung, derweil Pallavolo Lugano eher seine Schattenseite zeigte. Nach diesem Sieg ist Näfels weiterhin auf Kurs Richtung Play-off Final.



Erstmals in dieser Saison schlug auch bei SEAT Volley Näfels die Verletzungshexe zu. Fabian Brander konnte nur als Zaungast und mit Krücken am Spiel teilhaben. Er zog sich beim Training eine Bänderverletzung am rechten Fuss zu und dürfte länger ausfallen. Branders Position im Team übernahm Rafael Zurgilgen. Dieser spielte von Beginn an solid, war sofort im Spiel und trug seinen Teil zum klaren Gewinn des ersten Satzes mit 25:18 bei. Bei Näfels lief alles nach Programm. Die Glarner servierten gut, machten wenig Eigenfehler und alle Spieler punkteten regelmässig. Die Ticinesi hingegen hinterliessen wieder einmal jenes Bild, das in dieser Saison so typisch ist für sie: Viele Fehler, keine Präsenz im Spiel und kein Feuer, das die Dragons doch auszeichnen müsste. Die Entscheidung im ersten Satz fiel schon sehr früh, als Näfels fünf Punkte bei Service Büsser in Serie buchte und auf 10:6 wegzog. Da das Side-out von Näfels in der Folge gut funktionierte, kam in der spärlich besuchten Eishockeyhalle keine Stimmung auf.

 

Lugano ohne Reaktion

In Satz zwei setzten beide Trainer auf andere Zuspieler. Während bei Näfels der Wechsel von Gygli zu Bedrac eher taktisch begründet war, versuchte Lugano damit neue Ideen ins Spiel zu bringen. Doch es blieb bei der Absicht der Luganesi, denn wie schon im Startsatz startete Näfels mit einem Furioso, ging 6:2 in Führung und verhinderte so das erwartete Aufbäumen der Gastgeber. Nur einmal, nach dem technischen Timeout beim Stand von 16:11 schienen die Gäste aus Näfels Mitleid mit ihren Gastgebern zu haben und boten ihnen mehrere Chancen, um das Spiel auszugleichen. Nachdem Lugano bis auf einen Punkt zum 16:17 aufschloss, erinnerte sich jedoch SEAT Volley Näfels wieder daran, wie das Spiel bis dahin lief. Bis zum Satzende gestand es Lugano nur noch einen Punkt zu. Am Ende war Lugano einmal mehr überfordert und nicht in der Lage, die heimtückischen Float-Services von Bedrac zu parieren. So ging auch der zweite Satz mit 25:17 diskussionslos an Näfels.

 

Meyers Geschoss zum Abschluss

Ob nach der Pause Lugano nun endlich die wundersame Auferstehung offenbaren würde? Die Antwort darauf war vorerst weder ein Ja noch ein Nein. Bis zum 11:11 war das Spiel erstmals wirklich ausgeglichen. Doch erneut war es Näfels, das den ersten Zwischenspurt einlegte und nach Büssers Serviceserie fünf Punkte in Serie buchte. Wie Du mir so ich Dir, sagte sich wohl der Serbe Bjelica, als er gleich danach zum Service kam und mit seinen Jump-Serves die Glarner Annahme kurzerhand ins Elend stiess. Doch dies blieb bis zum Ende der einzige Moment der Dragons, während dem sie imstande waren, echtes Feuer zu speien. Mit einem Timeout unterband Spielertrainer Polak dieses Intermezzo. Näfels punktete in der Folge wieder öfters als der Gegner und so kam es beim Stand von 24:20 zum ersten  Matchball. Den dritten verwerte Captain Meyer mit einer wahren Granate. Sein Angriffsball ging vom gegnerischen Block pfeifengerade an die Decke. Der dritte Satz war mit 25:22 ebenfalls im Trockenen und das Spiel mit 3:0 gewonnen. „Ziel erreicht, das Spiel ist zu Null gewonnen“, zeigte sich Teammanager Gygli zufrieden und ergänzt: „Es war kein hochstehendes Spiel, aber wir haben konzentriert gespielt und ein durchschnittliches Spiel gezeigt, das am Ende zum klaren Sieg reichte. Lugano dagegen durchlebte auch heute wieder Hochs, aber noch viel mehr Tiefs.“ 

 

 

 

Matchtelegramm

 

Cadempino-Lugano, Palamondo, Samstag, 6. Februar 2010, 18:00,

 

1.SR: Sikanjic Aleksander

2.SR: Schürmann Philippe

 

Pallavolo Lugano  - SEAT Volley Näfels 0:3 (18:25, 17:25, 22:25)

 

Kajtazi (Passeur), Verga (Libero), Hubner (Captain), Bjelica, Goubeaux, Gramit,   Nicolas; Leoni

Trainer: Fabio Alves Martins

 

SEAT Volley Näfels:

Gygli (Passeur), Werner (Libero), Meyer (Captain), Zurgilgen, Benetti, Büsser, Meyer, Polak; Bedrac, Walzer; verletzt: Fabian Brander

Spielertrainer: Dalibor Polak