Meisterschaft NLA: Motivation reichte bei weitem zum Sieg
Es war bei weitem nicht von Anfang an klar, ob sich SEAT Volley Näfels in Sursee noch einmal aufraffen kann um den Luzernern Paroli zu bieten. Eine kompakte Leistung nach spannendem Spiel brachte den Sieg und beantwortete gleichzeitig die Frage nach der Motivation und Professionalität.
Trainer Benne ist sich über die ideale Aufstellung nach wie vor nicht sicher. Das hatte aber wenigstens den Vorteil, dass alle zehn angereisten Spieler auch zum Einsatz kamen. Es ist auch nicht sicher ob es die richtigen Wechsel zum idealen Zeitpunkt waren, oder ob da ganz einfach auch noch Väterchen Zufall etwas mitgespielt hat. Waren es sämtliche Spieler welche ganz einfach das kleine Quäntchen mehr Siegeswillen in die Waagschale zu werfen vermochten, welches es brauchte, um dieses gewiss gut aufspielende Sursee zu schlagen? In allen vier Sätzen waren beide Teams so bei 20 Punkten immer noch nur durch einen Zähler getrennt. Im Startsatz gelang den Luzernern der Schlussspurt perfekt mit vier Punkten in Serie zum doch noch klaren Satzgewinn. In Satz zwei verwerteten die Gäste, diesmal unter der Regie von Passeur Gygli, in extremis den fünften Satzball durch einen Angriffsfehler von Martin Nevosad. Dieser zieht sich übrigens vom Spitzenvolleyball zurück und hat vielleicht mit seinem Fehler die Wende im Spiel eingeleitet.
Satzgewinn bringt neuen Schwung
Es wäre für die Näfelser sehr schwer gewesen, einen 0:2 Satzrückstand noch aufzuholen. So aber bekam SEAT Volley Näfels neuen Schwung und begann wirklich daran zu glauben, dass man dieses Spiel gewinnen konnte. Auch ein Rückstand von fünf Punkten schmolz in Satz drei in einem Zug wieder dahin dank zwei Punkten im Angriff und vor allem einer Serie an wuchtigen Jump-Serves des Austria-Cubano Lastres. Mit diesen gelang es ihm immer die gegnerische Annahme unter Druck zu setzen. Einen weiteren Beweis des intakten Vertrauens lieferte auch Captain Andy Sutter kurze Zeit später, man lag bereits wieder vier Zähler hinten. Doch er tat es Lastres gleich und servierte gleich zwei Service-Winners kurz hintereinander. Jetzt war der Bann gebrochen und die Benne-Truppe spürte genau, dass dieser Gegner nun in Schieflage stand. Anders also so oft in dieser Saison wurden die Näfelser aber jetzt nicht nervös sondern zogen ihr Spiel durch und dies bis zum Sieg mit 3:1 Sätzen.
Wir wollen noch ein drittes Spiel
„Es war ein spannendes Spiel mit vielen guten Ballwechseln und am Schluss mit dem falschen Sieger“, meinte schmunzelnd Sursee Co-Trainer Martin Flückiger. Präzisierte aber sogleich, dass Näfels halt ganz einfach cooler und abgeklärter gewesen sei und dies den Unterschied ausmachte. Aber er verspricht gleichzeitig, dass seine Mannschaft in Näfels noch einmal voll motiviert antreten wird und sei es nur, um ihrem Captain Martin Nevosad das Abschiedsspiel in der eigenen Halle zu ermöglichen, welches bei einem Sieg von Sursee am Mittoch in Näfels am nächsten Samstag nötig würde.
Jetzt ist Schluss
Ganz entschieden etwas gegen diese Variante hat aber Manager Ruedi Gygli. „Unser Ziel ist es die Saison zuhause mit einem Sieg abzuschliessen. Deshalb geben wir ja auch einen Apéro nach dem Spiel für alle Zuschauer und es wäre doch schön, die Saison so abzuschliessen wie wir sie begonnen haben“. Schliesst SEAT Volley Näfels im fünften Rang ab war die Saison sogar besser als die ebenfalls verpatzte Saison von Erzrivale Chênois vor einem Jahr. In der Meisterschaft ebenfalls Fünfte, verpassten die Genfer aber den Einzug ins Cupfinale bereits durch eine Niederlage im Viertelfinale – gegen SEAT Volley Näfels.



























































































