Samstag, 6. Februar 2010; 23:09
Allgemein

Meisterschaft NLA: Keiner darf, aber einer wird verlieren

Von: Rolando K. Küng

Auswärts in Genf trägt SEAT Volley Näfels am Samstag gegen den CS Chênois sein viertes Spiel in der Playoff-Qualirunde aus. Bisher haben die Näfelser Volleyballer zwei Siege und eine Niederlage auf ihrem Konto. Die Genfer müssen unbedingt gewinnen, wollen sie nach zwei Niederlagen noch mitreden im Kampf um den Meistertitel.



Der Gang nach Genf birgt für SEAT Volley Näfels ein grosses Risiko. Erstens haben sie dort Anfang Dezember in der Meisterschaft verloren und zweitens ist diese Partie für die Romands bereits so etwas wie das Spiel der letzten Hoffnung. Nach der Auswärtsniederlage gegen Volley Amriswil zum Start, folgte eine knappe Pleite gegen Lausanne UC. Wobei die Genfer mit 2:1 Sätzen in Führung lagen und zum ersten Mal gegen den Angstgegner dieser Saison wirklich eine Chance hatten zu gewinnen. Nur hauchdünn mit 19:17 im Tiebreak behielten letztlich die Waadtländer das bessere Ende für sich und damit natürlich auch die zwei Punkte. Und um die geht es auch in diesem Spiel von heute abend in Genf wieder. Volley Näfels will auf jeden Fall im Rennen um einen der beiden Plätze für die Playoff-Finals bleiben. Das bedingt aber, dass die Glarner dieses bestimmt schwierige Auswärtsspiel gewinnen müssen.

 

 

Haudegen Cuko will unbedingt gewinnen

 

Trainer Polak hat sich in letzter Zeit als wahrer Meister im Einstellen seiner Mitspieler auf schwierige Spiele gezeigt. Selbst ist ihm nicht in jedem Match eine makellose Leistung gelungen, aber mehrheitlich hat sein Team dann doch die Kohlen aus dem Feuer geholt. Gegen den CS Chênois ging das letzte Spiel verloren. Seither ist aber Annahmespieler Tomasik bei den Genfern ausgeschieden, was die Annahme eher schwächer macht. Altmeister und Trainer Dritan Cuko wird aber alles versuchen, mit den einsatzfähigen Spielern möglichst grossen Widerstand zu leisten. Dabei ist vor allem er selbst und ganz sicher auch der immer besser werdende Steigmeier zu beachten. Und natürlich kann auch Passeur Warynski an einem guten Tag wesentlich zum guten Spiel der Genfer beitragen.

 

 

Trainer Polak entscheidend

 

Im Cup sind die Genfer gegen Lausanne UC in den Viertelfinals sang- und klanglos ausgeschieden. So können also auch sie sich nun voll auf die Meisterschaft konzentrieren. Im Heimspiel in Glarus behielt Volley Näfels in einem Fünfsätzer noch die Oberhand und somit steht es in den Direktbegegnungen dieser Saison 1:1. Es darf ein sehr viel schwierigeres Spiel erwartet werden als noch vor Wochenfrist in Lugano, in welchem die Näfelser Volleyballer um Captain Gustavo Meyer leichtes Spiel hatten. Fabian Brander wird weiterhin nicht mittun können, was nicht unbedingt die Annahme schwächt, bestimmt aber den Angriff. Rafa Zurgilgen brennt aber darauf, nach viel Zeit auf der Ersatzbank, nun endlich wieder voll loslegen zu können. Viel wird über den besseren Service und die guten Annahmen laufen. Und da bleibt zu hoffen, dass die Meyer, Zurgilgen und natürlich auch Libero Werner voll konzentriert auf der Höhe ihrer Aufgabe sein werden. Sonst dürfte Passeur Gygli wieder einen eher hektischen Abend direkt neben der Französischen Grenze verbringen. Auf dem Papier bleibt SEAT Volley Näfels stärker, aber dieses ist geduldig und muss nicht unbedingt die Realität auf dem Spielfeld reflektieren. Trainer Polak, schon mit Chênois Meister geworden, dürfte mit seiner eigenen Leistung und der Taktik für das Spiel der Schlüssel für den Erfolg sein.