Meisterschaft NLA: Keine Zeit mehr zu verlieren im Kampf um Bronze
Hauchdünn hat sich SEAT Volley Näfels in das kleine Playoff-Finale um den Bronze-Platz gemogelt. Nach der Minimalleistung gegen Volley Amriswil geht es nun gegen den TV Schönenwerd darum, noch einmal das ganze Können auszupacken. Schon heute Samstag in Olten müssen die Näfelser einen Sieg landen, um nicht schon wieder mit dem Messer am Hals dazustehen.
Volleyball. – Der TV Schönenwerd mit Jan Schnider an der Spitze hat mit dem Heimspiel zum Start die besseren Karten in dieser Best-of-three Serie. Mit einer überraschend starken Saison haben sich die Solothurner nur hauchdünn nicht für die Finalspiele gegen Lugano qualifiziert. Zum Glück für Näfels denn erstens bleibt den langbeinigen Volleyballspielern mindestens eine, vielleicht aber auch zwei lange Reisen nach Genf erspart und zweitens liegt den Glarnern der TV Schönenwerd ganz einfach besser als Chênois. Gegen die Genfer konnte der enttrohnte Schweizer Meister diese Saison nie gewinnen. Gegen die Solothurner hingegen in vier von fünf Spielen in Meisterschaft und Cup. So kann man also nicht davon sprechen, dass es die Polak-Truppe mit einem Angstgegner zu tun bekommt. Ganz im Gegenteil. Aber das dürfte in dieser Serie keine grosse Rolle mehr spielen. Längst haben die Niederämter gezeigt, dass sie sich nicht vor grossen Namen im Schweizer Herrenvolleyball verstecken müssen. Mehr als erstaunlich ist es, wie sich die Mannschaft bestückt mit vielen "No-Names" durch diese ganze Saison gekämpft hat. Mal abgesehen vom zur Zeit besten Volleyballer der Schweiz - Jan Schnider - ist das Team der Star, die Freude am Volleyball die treibende Kraft und Trainer Marco Bonaria der Spiritus Rector.
Wer hat noch Reserven?
Kaum einer hätte am Anfang der Saison darauf gewettet, dass die Solothurner bis zur allerletzten Runde der Playoff-Quali noch Finalchancen hätten. Jetzt aber liegt auf der Hand dass sie wenigstens noch einen Platz in den europäischen Klubwettbewerben erorbern möchten. Und genau diesem stand auch Volley Näfels schon einmal recht nahe. Am Cupfinal in Bern hätten sie sich diesen mit einem Sieg automatisch geholt. Die erlittene Niederlage hätte ihnen aber nur dann genützt, wenn Amriswil auch in der Meisterschaft auf einem der drei vordersten Ränge gelandet wäre. Nun, da die Thurgauer ausgeschieden und bereits in den Ferien sind, bleibt also den Spielern um Coach Matus Kalny nur noch, sich selbst diesen dritten Rang zu holen. Doch da hat TVS-Captain Florian Lier ganz entschieden etwas dagegen: "Nach dem knapp verpassten Einzug ins Finale muss nun einfach diese Bronzemedaille her - die haben wir uns verdient", so seine Aussage vor zwei Wochen in Genf. Damit ist also Trainer Dalibor Polak gewarnt und weiss, dass die Serie kein Spaziergang werden wird. Nach nur einem Monat (im Januar), wo die Mannschaft ihr maximales Potenzial abrufen konnte, wäre es endlich Zeit, dies noch einmal zu tun. Nicht zuletzt um allen Fans, aber auch Manager Gygli und der Vereinsleitung zu zeigen, dass diese mit ihnen doch auf die richtigen Spieler gesetzt haben.
NLA - Meisterschaft 2011/12, Spiel 01 im kleinen Playoff-Finale um Bronze: TV Schönenwerd vs Seat Volley Näfels, 14. April um 17.00 Uhr, Erlimatt-Halle in Däniken SO


























































































