Meisterschaft NLA: Holt heute SEAT Volley Näfels Bronze?
Der eher überraschende Sieg beim TV Schönenwerd im Kampf um Bronze und damit einem Platz im europäischen Volleyball der nächsten Saison, war nur der erste Schritt. Jetzt muss SEAT Volley Näfels noch den zweiten tun und ja nicht den Gegner unterschätzen und sich in falscher Sicherheit wiegen.
Volleyball. – Der Erfolg, buchstäblich in allerletzter Minute errungen, war sehr süss für die Volleyballer von Näfels und umso bitterer für die Mannschaft aus Schönenwerd. Es war über das ganze Spiel ein Wechselbad der Gefühle gewesen und so freute sich Trainer Polak und seine Spieler schon fast so, wie wenn sie soeben die Meisterschaft gewonnen hätten. "Gewonnen ist noch gar nichts", warnt aber deshalb Manager Gygli auch sehr zurecht. Doch wenigstens haben die Glarner den Solothurnern ihren Nimbus der Ungeschlagenheit in der Erlimatthalle gebrochen und das fünfte Spiel in Serie gegen sie gewonnen. Und wenn das kein psychologischer Vorteil ist für das eventuell alles entscheidende Heimspiel von heute abend, dann würde damit die ganze Psychologie wieder einmal auf den Kopf gestellt. Doch aufgepasst, genau da liegt jetzt die Gefahr. So verrückt die Tiebreak-Wende im letzten Spiel, so unglaublich die Sechs-Punkte-Serie der Näfelser auch gewesen ist, so wenig darf sich die Polak-Truppe jetzt darauf verlassen, dass der TV Schönenwerd schon mit hängenden Köpfen im sgu antritt. Dazu haben die Spieler unter ihrem Trainer Marco Bonaria zuviele gute Spiele gezeigt und schliesslich, im Gegensatz zu Näfels, gegen alle NLA-Teams gewinnen können in dieser Saison.
Wenn nicht heute - wann dann?
"Jan Schnider erwischte keinen guten Tag und Paul Sanderson, den anderen Schlüsselspieler, konnten wir im entscheidenden Moment mit unseren Blocks und unserer Defense neutralisieren", analysierte Trainer Polak den Grund, weshalb sein Team doch noch gewinnen konnte. "Ach fragen Sie doch meine Spieler selbst, weshalb sie die wichtigen Bälle nicht mehr gemacht haben", war die komplett frustrierte Reaktion von Trainer Bonaria. Durchaus verständlich sein Frust, aber dieser Trainer ist jederzeit in der Lage - wieder mit kühlem Kopf - die Fehler ganz genau zu analysieren. Und auch seinen Spielern noch einmal das Rezept mit aufs Feld zu geben, es diesmal richtig zu machen. Und sollte der Ex-Näfelser Jan Schnider und Paul Sanderson die grosse Überraschung aus Australien, zusammen mit Passeur Milanez sowie den Schweizern Bossart und Hänggi (Mitte) sowie Eichenberger auf Aussen und Libero Heimgartner noch einmal einen ganz guten Abend erwischen, dann können sie gegen dieses Näfels auch wieder einmal gewinnen. Und ob sie Bronze dann im dritten Spiel, wieder zuhause, noch aus der Hand geben würden scheint eher unmöglich.
Setzt Näfels seine Serie fort?
So bleibt den Spielern um Passeur Bedrac nichts anderes übrig, als noch einmal alles zu geben und von Anfang an ein effizientes Block-/Defense-Spiel aufzuziehen. Dies ist der Schlüssel, nebst dem Service, welcher bei weitem nicht immer nur der Sprungservice sein muss. Immer und immer wieder haben wir heuer gesehen welch schöne Serien Bedrac, Klapal, Büsser, Ehrat und Co. gelungen sind und wie stark gute Floats die Annahme in Verlegenheit bringen. Gelingt es dem Team von SEAT Volley Näfels kämpferisch noch einmal eine einwandreie Leistung zu zeigen, kann es, warum auch nicht, den TV Schönenwerd auch noch ein sechstes Mal in Serie schlagen. Aber jede Serie geht einmal zu Ende und genau da liegt die Gefahr!
NLA - Meisterschaft 2011/12, Spiel 02 des kleinen Finals um Bronze: Seat Volley Näfels vs TV Schönenwerd, Mittwoch, 18. April um 20.00 Uhr, linth arena sgu, Näfels


























































































