Meisterschaft NLA: Harter Aufprall am Boden der Wirklichkeit
Die Näfelser Volleyballer hatten es nach dem Satzausgleich zum 2:2 in der Hand das Spiel zu gewinnen. Zu schwach agierten sie aber zum Schluss wieder und verloren das Tiebreak klar mit 11:15. Damit kommt es im Kampf um Bronze zur Neuauflage dieses Spiels gegen LUC.
LUC vs SEAT Volley Näfels 3:2 (25:21, 25:16, 24:26, 21:25, 15:11)
„Den Kampf um den Finaleinzug haben wir effektiv nicht heute sondern schon viel früher verloren“, meinte Manager Ruedi Gygli ernüchtert nach der klaren Pleite im Tiebreak. In der Tat waren es die vielen nicht gewonnenen Sätze und Punkte in dieser Qualirunde zum Playoff-Final, welche nun dazu führen, dass SEAT Volley Näfels nur um Bronze spielen darf. Verloren hätten sie dieses alles entscheidende Spiel ja eigentlich bereits im ersten Satz in welchem sie nach anfänglich gutem Spiel klar vorne lagen und den Gegner nachher wieder ins Spiel brachten. Es stand 10:5 für Näfels und kurze Zeit später 14:16 für die Studenten von LUC. Promt fanden die Glarner den Anschluss nicht mehr und mussten bereits den ersten Satz abgeben. Geschockt durch dieses Verdikt spielte die Polak-Truppe im zweiten Satz noch schlechter. Es schien, als ob sie von allen guten Geistern verlassen waren. Zeitweise hatte das Spiel kaum NLA-Niveau, dermassen zahlreich waren die Fehler. Nicht als Entschuldigung, aber vielleicht als Erklärung kann gesagt werden dass Captain Gustavo Meyer krank war und mit Fieber spielte.
Mit einem Auge schielten natürlich alle in der Halle auch nach Genf zum Spiel des Erzrivalen Chênois gegen Volley Amriswil. Dort stand es 2:1 für die Thurgauer und mit dem Satzgewinn von Näfels im dritten Satz mit dem knappen Resultat von 26:24 konnte Lausanne UC inzwischen auch bei einem Sieg gegen Volley Näfels nicht mehr den Finaleinzug schaffen. Dies bewirkte, dass die Gastgeber im vierten Satz die Konzentration völlig verloren und spielten, als seien sie von einem andern Stern. Sie machten den Glarnern das punkten einfach und liessen sich regelrecht vorführen. Trotzdem gelang den Näfelsern noch nicht einmal ein Kantersieg, nach welchem es beim Zwischenstand von 14:6 ausgesehen hatte. Vielmehr erholten sich die Waadtländer mit zunehmender Dauer des Satzes wieder und legten so spielerisch die Basis für ein gutes Tiebreak.
In diesem war LUC dann wieder voll da und ganz einfach konzentrierter, stärker und vor allem mit einem plötzlich wieder vorhandenen Siegeswillen. Es ist bezeichnend für die letzten acht Spiele, dass jetzt, in diesem Moment, in welchem für Volley Näfels doch tatsächlich nach der Niederlage von Chênois noch die Finalquali möglich war, (spätestens zur Mitte des Tiebreaks war das Resultat aus Genf bekannt) sie es nicht mehr schafften ein einigermassen vernünftiges Spiel aufzuziehen. Der Rückstand beim Seitenwechsel war noch machbar mit 6:8. Dann aber verliessen die guten Geister wohl sämtliche Spieler auf einmal. LUC hievte sich selbst mit einer Parforce-Leistung in extremis noch aus dem dunkeln Kämmerlein des fünften und letzten Platzes. Dieser muss nun Lugano hinnehmen, die natürlich auf einen Freundschaftsdienst der Näfelser Volleyballer gehofft haben.
So bleibt nach diesem Spiel eigentlich nur der riesengrosse Frust durch die Erkenntnis dass trotz allem dermassen wenig zur Finalquali gefehlt hat, man sich diese aber mit der Leistung im Tiebreak ganz einfach nicht verdient hat. Das Team stand neben den Schuhen und war nicht mehr im Stande, sich noch einmal zusammenzureissen. Vielleicht ist es auch kein Zufall, dass nun beide Finalqualifikationen, (in Cup und Meisterschaft) gegen den selben Gegner flöten gegangen sind.
Ein kleiner Trost bleibt nun noch. Man könnte es nun, wieder gegen LUC, im Kampf um Bronze noch besser machen und wenigstens diese Auszeichnung für sich, den Verein und vor allem die Fans holen. Wenigstens hat SEAT Volley Näfels am 27. März und evtl. dann auch beim Entscheidungsspiel am Mittwoch 7. April den Heimvorteil.



























































































