Donnerstag, 21. Januar 2010; 17:12
Allgemein

Meisterschaft NLA: Geglückter Start von Seat Volley Näfels Richtung Play-off Final

Von: Köbi Hefti

SEAT Volley Näfels ist der Start in der Qualifikationsrunde nach Mass geglückt. Die Glarner schlugen den Meisterschaftsfavoriten Lausanne UC zum Auftakt 3:1 (25:21, 25:27, 25:19, 25:19). Damit revanchierten sie sich für das bittere Out im Cup vor zwei Wochen gegen diesen Gegner.



Zu Beginn dieses Startspiels der Playoff-Qualifikationsrunde waren weder Näfels noch Lausanne in der Lage, die erhaltenen Chancen auszunutzen. So konnte sich kein Team absetzen. Es stand 6:6, als diese Ausgeglichenheit erstmals durchbrochen wurde. Näfels bekundete Mühe mit den kräftigen Services von LUC Captain Wiacek und kassierte vier Punkte in Serie. LUC führte 9:6. Aber die Glarner liessen sich nicht aus der Ruhe bringen und überzeugten mit guten Angriffen. Drei Punkte in Folge von Benetti, Polak und Meyer führten zum 10:10 Ausgleich. Ab diesem Zeitpunkt war Näfels die bessere und auch glücklichere Mannschaft. Brander, der zu Beginn nicht sonderlich erfolgreich agierte, erzielte in kurzer Folge vier Punkte, danach waren es Meyer und Benetti, die im Angriff und Block sogar mit fünf Punkten überzeugten. LUC war zwar weiterhin gefährlich und hielt dagegen, trotzdem gerieten die Gäste gegen Satzende immer klarer ins Hintertreffen. Mit einem herrlichen Einerblock gegen Augsburger beendete Büsser den ersten Satz zum viel umjubelten 25:21.

 

Wie gewonnen, so zeronnen

Auch m zweiten Satz war Näfels die tonangebende Mannschaft, lag zwischenzeitlich mit fünf Punkten in Führung. Die taktischen Änderungen von Lausanne-Coach Trouvé, er stellte Guerra für Grün und Passeur Reimann für Ptaschinski auf, zahlten sich vorerst nicht aus. Doch irgendwie schaffte es Näfels, Lausanne immer näher herankommen zu lassen. Wieder einmal waren unnötige Fehler die Ursache dafür. So schmolz die komfortable 17:13 Führung langsam dahin, bis LUC sogar zum 22:22 ausgleichen konnte. Mehr noch, dank Aggressiv-Leader Guerra kam es zu mehreren Satzbällen. Den dritten nutze LUC durch besagten Guerra mit einem Servicewinner zum 27:25. So stand es zur Pause 1:1 statt 2:0.

 

Schwungvoller Abschluss

Mit riskanten, aber misslungenen Services und weiteren Fehlern im Angriff und am Netz hielt Näfels seine Gäste aus der Waadt zu Beginn des dritten Satzes im Spiel. Statt klar zu führen, lag es 6:8 hinten. Da aber auch bei Lausanne, welches mit Grün anstelle von Wiacek zu Satz drei startete, vieles nicht so klappte, wie es sollte, wendete sich das Blatt langsam aber sicher zugunsten von Näfels. Beim technischen Timeout führte die Polak Truppe 16:15. Danach kam richtig Schwung in ihr  Angriffsspiel, dazu war die Feldabwehr bereit und wehrte viele Angriffe der Lausanner ab. Alle Spieler aus Näfels, sogar Passeur Gygli mit einem herrlichen Heber, trugen so ihre Punkte zum letztlich ungefährdeten 25:19 Satzgewinn bei. LUC schien völlig von der Rolle, und viele dachten, so vermutlich auch die Spieler von Näfels, dass dieses Spiel nun sicher nach Hause gebracht werden könne.

 

Passeur Gygli als bester Spieler ausgezeichnet

Doch hoppla, diese Rechnung ging nicht auf, denn im vierten Satz erlebte Näfels zu Beginn ein Desaster. Plötzlich kamen die Angriffe nicht mehr am Block der Lausanner vorbei, dazu gesellten sich Missverständnisse und Fehler. Die Quittung war ein 1:6 Rückstand. Doch nach diesem Fehlstart fanden Polak und seine Kollegen den Rhythmus aus dem dritten Satz wieder und holten innert kürzester Zeit diesen Rückstand auf und glichen beim 9:9 erstmals aus. Danach gelang es Näfels endlich, seine Fehlerquote tief zu halten, ganz im Gegensatz zu LUC, das ungewohnt viele dumme Fehler beging und in der Annahme ungewohnte Probleme zeigte. In ihren Reihen fielen nur Diagonalangreifer Manzo und Augsburger immer wieder mit schönen Aktionen auf. Da in dieser Phase aber Polak und Meyer mit kraftvollen, aber auch klugen Angriffsbällen überzeugten, wurde aus dem 12:14 Rückstand innert weniger Minuten ein 20:16 Vorsprung. Und auch am Ende des Satzes war das Verdikt überraschend klar. Näfels gewann unter der Regie des glänzend disponierten Passeurs Gygli, er wurde zum MVP gewählt, den Satz nach einem As von Meyer mit 25:19 überlegen. Damit war der erste und so wichtige Sieg in der Qualifikationsrunde für den Playoff-Final gesichert und die Freude bei Seat Volley Näfels gross.

 

 

 

 

Matchtelegramm

 

Playoff Qualifikation 1. Runde:

SEAT Volley Näfels – Lausanne UC 3:1 (25:21, 25:27, 25:19, 25:19)

Samstag. 23. Januar 2010, 20:00, sgu Näfels, lintharena

 

 

Spieldauer  100 Minuten

Zuschauer:  250   

 

 

1.SR: Flückiger Adrian

2.SR: Grieder Stephan

 

SEAT Volley Näfels:

Gygli(Passeur), Werner (Libero), Meyer (Captain), Brander Fabian, Benetti, Büsser, Meyer, Polak;  Bedrac

Spielertrainer: Dalibor Polak

 

Lausanne UC: Ptaschinski (Passeur), Reyes (Libero), Wiacek (Captain), Manzo, Grün, Augsburger, Schalcher; Guerra, Chandon, Reinmann

Coach: Fréderic Trouvé