Donnerstag, 3. Dezember 2009; 18:11
Allgemein

Meisterschaft NLA: Dumme Niederlage beim CS Chênois

Von: Rolando K. Küng

SEAT Volley Näfels bezieht in Genf gegen den CS Chênois eine Niederlage welche mit etwas mehr Feuer zu vermeiden gewesen wäre. Altstar Cuko zeigte sich überragend, im Gegensatz zu Trainer Polak, welcher erneut keinen guten Tag hatte und nicht in der Lage war die entscheidenden Impulse zu geben.




Nach einem eher harzigen Beginn im Startsatz steigerte sich SEAT Volley Näfels mit zunehmender Dauer und konnte diesen schliesslich noch mit 25:23 gewinnen. Just als es um die Money-Points ging schwächelten die Genfer und begingen dumme Fehler. In dieser Phase des Spiels hielt Diagonalspieler Polak noch mit, nachher leider nicht mehr. Marco Gygli, der Passeur, schloss den Satz mit einem Service-Winner ab.

 

 

Dritan Cuko zeigt sein Können

 

Satz zwei war zu Beginn absolut ausgeglichen. Dann aber begann sich der CS Chênois unter dem Diktat des in diesem Satz magistralen Trainers Dritan Cuko abzusetzen. Ganze acht Punkte buchte der Albaner allein in diesem Satz. Und weil auf der andern Seite Spieler-Trainer Polak stark abbaute, schuf sich Chênois die notwendigen Vorteile um den Satz zu gewinnen. Passeur Gygli suchte oft, vielleicht zu oft, Dalibor Polak auf der Diagonalposition, welcher aber Mal für Mal geblockt wurde. Dagegen wurden die Angriffe über die Mitte viel zuwenig gezeigt. Nicht so beim Gegner, welcher mit Steigmeier viele schöne Punkte über die Mitte buchte. Den Satzball setzte Bruno Benetti, zum Jubel der gut einhundert Zuschauer, neben die Linie.

 

 

Chênois weiterhin am Drücker

 

Jetzt waren die Romands vom Satzgewinn beflügelt. Sie starteten im dritten Durchgang wie die Feuerwehr und lagen bald mit sechs Punkten vorn. Zeitweise war das Niveau aber bedenklich. Viele Servicefehler auf beiden Seiten prägten das Bild. Näfels holte zwar noch auf. Aber weniger als drei Zähler Rückstand waren es nicht mehr. „Chênois gelang es uns mit gutem Service unter Druck zu setzen“, erklärte Manager Gygli die Leistung seines Teams. „Ausserdem hat Dalibor Polak in Satz zwei einen Schlag ins Knie erwischt und so nur noch handicapiert weitergespielt“. Aber auch im Spiel in Glarus lag Volley Näfels nach Sätzen zurück und konnte das Spiel noch gewinnen.


Keiner konnte Näfels noch mitreissen
 

So machten sich Gegner und auch die Zuschauer auf einen vierten Satz mit anderem Gesicht gefasst. In der Tat gelang es den Glarnern wenigstens, wieder wirklich mitzuspielen. Licht und Schatten wechselten sich jedoch im Näfelser Spiel in schneller Folge ab. Stellvertretend dafür die Leistung von Fabian Brander. Er zeigte gute und harte Services und schöne Angriffe und im Handumdrehen wieder dumme Fehler und Schwächen. Benettis Floatservice waren bisher immer eine Waffe gewesen. Heute machte er von dieser kaum Gebrauch und vergab so die Möglichkeit, seine Gegenspieler bei der Annahme in Verlegenheit zu bringen. Der Satz war spannend bis zum Schluss. Volley Näfels kam dank einem Punkt von Polak noch bis auf einen Punkt an die Genfer heran. Diese wurde sichtlich nervös. Trotzdem buchte Cuko, immer wieder er, den ersten Matchball bei 24:22. Trainer Polak kam zum Service. Es sollte der letzte sein. Natürlich wollte er unbedingt ein Ass servieren und oft traute man ihm dies auch ohne weiteres zu. Nicht aber heute. Er schmetterte den Ball hinter die Grundlinie und damit verloren die Näfelser ein Spiel, in welchem man irgendwie die ganze Zeit den Chef vermisste, welcher im Stande gewesen wäre, die Mannschaft herauszureissen und zum Sieg zu führen. Auch der andere grosse Leistungsträger, Captain Gustavo Meyer kam nicht über eine durchschnittliche Leistung hinaus, aber etwas mehr hätte er ganz einfach zeigen müssen, um den Funken auch auf seine übrigen Mitspieler überspringen zu lassen.

 

CS Sous-Moulin, Thônex GE – 111 Zuschauer – Spieldauer 110 Minuten.

SR1 Philippe Schürmann

SR2 Jean-Arthur Loretan

05-Dez-2009, 18.00 Uhr

CS Chênois - SEAT Volley Näfels 3:1 (23:25, 25:21, 25:21, 25:22)

 

 

CS Chênois: Warynski (Passeur und Captain), Kovar (Libero), Husaj, Steigmeier, Cuko, Tomasik, Abramov; Michalec, Ourahay, Voirol. Trainer: Dritan Cuko, Coach: Michel Georgiou

 

SEAT Volley Näfels: Meyer (Captain), Gygli (Passeur), Werner (Libero), Fabian Brander, Benetti, Büsser, Polak; Bedrac, Zurgilgen, Michael Brander, Walzer. Spielertrainer: Dalibor Polak, Coach: Müller