Meisterschaft NLA: Diese Leistung gibt Selbstvertrauen
Ein Sieg zum Auftakt einer Meisterschaft tut immer gut, gleich um welche Art von Wettbewerb es geht. Gewonnen werden nicht nur die Punkte sondern vielmehr die Erkenntnis, dass die Vorbereitung gut war und nun beginnt Früchte zu tragen. Und mehr: Bei SEAT Volley Näfels weiss man jetzt auch, dass die Chemie in der neuen Mannschaft stimmt.
Nach der Mannschaftsvorstellung von letzter Woche in der A-3 Raststätte Marché kannte man zwar die Gesichter der neuen Spieler und erfuhr auch dies und das über sie, was man sich aber noch nicht vorstellen konnte war ihr Spiel. Nun, wer am Samstag in der linth arena war, sah ein sehr junges und entsprechend auch spritziges Team, welches mal sehr konzentriert den Gegner deklassierte, mal mit viel Kampfgeist einen drohenden Satzverlust abwendete und zu guter Letzt einen Sieg landete, welcher so bestimmt nicht erwartet werden durfte. „Ich sagte bereits im Vorfeld dass dies ein sehr wichtiges Spiel ist zum gewinnen, das Resultat ist dabei nicht so wichtig“, meinte ein sehr zufriedener Manager Gygli beim Apéro, welcher nach Spielschluss von den Spielern serviert wurde. Seine Mannschaft habe mit dem ausgezeichneten ersten Satz den Gegner bereits gebrochen. Und obwohl die Luganesi in der Folge gekämpft hätten, seien sie wohl vor allem mental unterlegen. „Unser neuer Coach hatte ausserdem ein goldenes Händchen und hat wirklich immer im richtigen Moment genau das Richtige gemacht“, widmete Gygli seiner Trainer-Neuverpflichtung ein Kränzchen.
Start wie 2007
„Es ist erstaunlich wie positiv die Leute reagieren darauf dass SEAT Volley Näfels im Supercup Silber geholt hat und nun das erste Meisterschaftsspiel mit 3:0 gewonnen hat“, stellte Ruedi Gygli fest, dabei dürfe man nicht vergessen, dass seine letztjährige Mannschaft genau die selben Resultate erreicht hatte. Sportler werden halt doch immer an ihren Zielsetzungen und auch am Leistungspotenzial gemessen. Dieses scheint höher als letztes Jahr, aber und das ist das Gute, die Ziele sind klar bescheidener formuliert. Und genau dies wird auch den Druck wegnehmen oder vorerst gar nicht aufkommen lassen und so kann die Mannschaft ungestört arbeiten. Captain Andy Sutter ist erst seit gut einer Woche bei seinem Team, er nahm sich einige Tage Ferien nach Abschluss seiner erfolgreichen Beach Saison. Er sagt: „Ich stelle fest die Kommunikation unter uns Spielern fliesst schon sehr gut und jeder will auf seiner Position besser sein als der andere“. Das gebe eine gesunde Konkurrenz, welche nötig sei die Mannschaft als Ganzes weiterzubringen. Zu seiner eigenen Leistung meinte er: „Ich habe mich noch nicht wirklich wohl gefühlt, hatte Mühe mit dem Tempo und der Dynamik und habe auch den Ball noch nicht wirklich gut getroffen“. Aber er habe noch viel Potenzial und werde schon bald um einiges besser spielen. Es sei aber schön gewesen zu sehen, dass die andern Spieler bereit waren ihm zu helfen und so ein Sieg herausschaute, welchen sie auch geplant hätten.
Den Näfels-Spirit zelebrieren
„Ich bin sehr zufrieden“, meinte auch Präsident Klaus Görauch. „Dem Team ist es schon heute gelungen, das Publikum auf seine Seite zu ziehen“. Jetzt wüssten bereits alle Bescheid über den „Näfels-Spirit“, welche ja auch mit dem Apéro wieder gelebt wurde. „Bei uns müssen alle am gleichen Strick in die selbe Richtung ziehen“, dies das präsidiale Résumé welches, so scheint es, wichtig genug ist, immer wieder in Erinnerung gerufen zu werden.
Auch Trainer Léo Carvalho zeigt sich zufrieden über den ersten Sieg, weiss aber selbst am besten, wieviel Arbeit noch auf ihn und jeden einzelnen Spieler wartet. Ausserdem warnt er davor, Lugano in Zukunft zu unterschätzen: „Die haben sehr gute Spieler in ihren Reihen und ich sehe Lugano ohne weiteres unter den besten vier Teams der Meisterschaft“. Wenn sie also diese Mannschaft geschlagen hätten, dürfe man sich sicher freuen darüber und jetzt sei der Moment dazu. Ab Montag gehe es dann bereits wieder mit Volldampf weiter.
Rundum zufriedene Gesichter also bei SEAT Volley Näfels und dies mit gutem Grund. Das aufgestellte junge Team scheint sehr gut zu harmonieren und dabei ist das Drum und Dran neben dem Spielfeld mindestens genau so wichtig. Wird dieser Tatsache genügend Wichtigkeit beigemessen, kann man mit dieser Mannschaft getrost in die nähere Zukunft schauen. In den zwölf Spielen bis vor Weihnachten wird die Qualifikation entschieden und man wird dann wissen, wie gross das Weihnachtsgeschenk der Spieler an ihre Fans sein wird.



























































































