Donnerstag, 11. März 2010; 18:05
Allgemein

Meisterschaft NLA: Das Wasser steht nun Näfels bis zum Hals

Von: Rolando K. Küng

Seat Volley Näfels leistet sich nach schlechtem Spiel erneut eine Niederlage und macht sich damit schon wieder das Leben schwer. Volley Amriswil konnte befreit aufspielen und man darf sich fragen, wer dieses Team im Kampf um den Meistertitel noch aufhalten kann.




Nach dem dritten Satz stand die Niederlage eigentlich schon fest, denn wer die Gesichter der Spieler beobachtete beim Betreten des Spielfelds zum vierten (und letzten) Satz, wusste dass der Match gelaufen war. Da war keine Bestimmtheit und kein absoluter Siegeswille mehr zu sehen wie zum Beispiel noch vor einer Woche beim Heimsieg gegen Chênois.

 

Ein Sieg in drei Sätzen wäre jetzt ideal....

Manager Gygli meinte denn auch nach der Niederlage mit finsterer Mine: "Ich bin total frustriert. Nach gutem Beginn haben wir das Spiel aus den Händen gegeben". Zeitweise schien es als seien seine Spieler fast mit Übereifer am Werk gewesen. Am Wille habe es bestimmt nicht gefehlt, konstatierte Gygli, aber in der Ausführung haperte es leider gewaltig. Und dabei stieg ja Volley Näfels mit einem Satzgewinn ins Spiel. Nach Satzmitte gelang eine Serie mit fünf Punkten in Folge, was einen klaren Vorsprung einbrachte. Dieser wurde zur Freude der wenigen aber nicht minder treuen Näfelser Fans ins Trockene gebracht. "Ein Sieg in drei Sätzen wäre jetzt ideal", meinte einer der Mitgereisten. Und in der Tat hätte der Match auch so weitergehen können, wäre den Glarnern nicht das eigene Spiel in die Quere gekommen. Klar, die Thurgauer hatten nichts zu verlieren und spielten auch entsprechend befreit auf. Zeitweise schien es gar, als spielten sie auf Abwarten um zu sehen, was die Näfelser aus dieser Situation zu machen im Stande waren.

 

Volley Näfels nahm Geschenk nicht an

Satz drei begann noch einmal sehr gut für SEAT Volley Näfels. Kurz nach Beginn stand es bereits 8:2 für die Gäste. Es sollte der Satz von Polak werden. Insgesamt gelangen ihm alleine in diesem Satz zehn Angriffspunkte. Aber trotz allem reichte es zum Schluss nicht ganz den Satzgewinn zu realisieren, was aber dringend nötig gewesen wäre um sich auch die Möglichkeit zu schaffen, auch noch die zwei wichtigen Punkte mit ins Glarnerland zu entführen. Es war ausgerechnet der beste Näfelser Polak, welcher den Satzball an die Antenne knallte und so auch den dritten Satz verloren gegen musste.

 

Jammern nützt nichts

Adrian Schläpfer, der beste Amriswil-Spieler, brachte im Schlusssatz die Näfelser Annahme mit seinen Hammer-Services ganz gehörig unter Druck und auch im Angriff buchte er fast jeden Punkt. Auf der andern Seite des Netzes sah es anders aus. Mit zunehmender Fortdauer des Spiels resignierte die Polak-Truppe immer mehr. Über die Mitte lief im Angriff über das ganze Spiel eigentlich fast gar nichts. Passeur Bedrac war zeitweise zu bedauern, die Annahmen kamen einfach zu oft zu ungenau, wobei insbesondere Libero Werner nicht seinen besten Tag hatte. Es lag aber klar an der ganzen Mannschaft, dass das Spiel verloren ging. So bleibt nun also nur noch der schwere Gang nach Lausanne vom nächsten Mittwoch, um eventuell, in extremis den Einzug ins Playoff-Finale doch noch zu realisieren.

 

 

 

 

Matchtelegramm

 

Amriswil, Tellenfeld, 13.02.2010, 17:30 h

Spieldauer  103 Minuten

Zuschauer: 450   

 

Volley Amriswil - SEAT Volley Näfels 3.1 (22:25, 25:20, 25:22, 25:22)

 

 

Volley Amriswil:

Bär (Passeur, Captain), Rutishauser (Libero), Dailey, Durbin, King, Willi, Schläpfer; Hofer, Brühwiler, Meerstein; verletzt:

Coach: Verstappen

 

 

SEAT Volley Näfels:

Bedrac (Passeur), Werner (Libero), Meyer (Captain), Teppert, Benetti, Büsser, Meyer, Polak; Zurgilgen, Walzer

Spielertrainer: Polak

 

SR 1: Flückiger

SR 2: Schürmann

Bild: Köbi Hefti - Überflügelt: Polak (links) und Büsser gehörten zu den besten ihres Teams, aber Amriswils Schläpfer vermochten auch sie nicht zu stoppen