Donnerstag, 25. Februar 2010; 11:38
Allgemein

Meisterschaft NLA: Cupfinalist kommt in die linth arena

Von: Rolando K. Küng

Cupfinalist Pallavolo Lugano bestreitet das erste Spiel nach der Finalniederlage von Bern gegen Lausanne UC, im Glarnerland gegen SEAT Volley Näfels. Gemäss dem bisherigen Verlauf der Saison sind die Tessiner auch gegen Näfels krasser Aussenseiter.




Bereits zum vierten Mal treffen die Glarner und die Tessiner aufeinander in dieser Saison. Bisher gab es nur Glarner-Siege. Und dies soll, nach Auffassung von Spielern und Trainer, auch weiterhin so bleiben. Nötig haben die Näfelser die zwei Punkte auf jeden Fall, wollen sie wenigstens die kleine Chance auf eine Teilnahme an der Playoff-Finalserie (wohl gegen Volley Amriswil) noch wahren. Für die Luganesi kommt es eigentlich nicht so gross drauf an ob sie hier einen Sieg landen. Klar dass auch sie gewinnen wollten, aber mit dem Erreichen der Playoff-Quali-Runde und dem Einzug in den Cupfinal haben sie eigentlich schon weit mehr erreicht, als nach ihrem harzigen Beginn in die Meisterschaft überhaupt noch möglich schien. Zu Beginn gab es nur Niederlagen, aber im entscheidenden Moment konnten sich die Tessiner dann doch noch steigern um wenigstens noch gegen die zeitweise mit den Beach-Boys antretenden Münsinger die Oberhand zu behalten. Nun, nach dem freiwilligen Rückzug aus der NLA der Aaretaler ist es gut, so wie es gekommen ist. Pallavolo Lugano hat sich seiner Abstiegssorgen entledigt und es wäre den Tessinern zu wünschen, dass sie nun einmal mit etwas mehr Konstanz als bisher, daran gehen könnten, bereits jetzt die nächste Saison vorzubereiten.

Volley Näfels hat sein grosses Ziel noch bei weitem nicht im Trockenen. Nach der dummen Niederlage in Genf vor zwei Wochen, stehen die Chancen nicht mehr allzu gut auf eine Finalteilnahme. Wenn aber Volley Amriswil alle seine Spiele gewinnt, könnte sich Näfels vielleicht gegen Lausanne UC im letzten Spiel dann doch noch durchsetzen und den zweiten Rang in der aktuellen Tabelle belegen. Dies bedingt aber, dass sowohl das Spiel gegen die Tessiner als auch dasjenige eine Woche später gegen CS Chênois gewonnen werden. Beides sind Heimspiele und da müssen ganz einfach vier Punkte her.

Wenn es den beiden Leistungsträgern Polak und Meyer gelingt, wieder an ihre besten Spiele anzuknüpfen, sollte dieses Zwischenziel machbar sein. Sonst aber droht wirklich nur noch die undankbare Serie in max. drei Spielen um die Bronzemedaille. Diese würde dann wohl zwischen Volley Näfels und dem CS Chênois ausgetragen und das sind doch wahrlich keine vergleichbaren Perspektiven mit der Goldmedaillen-Serie gegen die Thurgauer von Volley Amriswil.

Volley Näfels tut also gut daran, sich nun keine Blösse mehr zu geben und kompromisslos wieder da anzuknüpfen wo man Mitte Dezember nach den zwei Siegen gegen Volley Amriswil stand. Zur Zeit ist also in der Meisterschaft von Topp bis Flopp noch alles möglich, aber der Grat ist schmal und verträgt nun einfach keinen Ausrutscher mehr.