Martin Landolt zieht ein erstes Fazit über seine Volleyballer
Martin Landolt, Präsident von Seat Volley Näfels seit dieser Saison, ist mit dem bisher Erreichten zufrieden, obwohl die Mannschaft erst dann in Form kam, als sie das Messer am Hals hatte. Sein Bauchgefühl sagt ihm, dass es eine sehr erfolgreiche Saison für Näfels werden könnte.
Wie fällt das Fazit aus Sicht des Präsidenten zur Qualifikation aus:
Es war erfreulich, dass die Mannschaft ihr Potenzial zuletzt ausschöpfen konnte, Davor war dies nicht immer der Fall. Im letzten und entscheidenden Spiel gegen Lausanne UC zeigte sie sich jedoch durchs Band von der besten Seite. In den beiden ersten Sätzen sah ich eine Mannschaft, die derart präsent und dominant war, wie ich es bisher noch nicht gesehen hatte. Die Spieler wuchsen zwar nicht über sich hinaus, waren aber in der Lage das abzurufen, wozu sie fähig sind. Wenn solches auch in Zukunft gelingt, dann stimmt mich dies extrem zuversichtlich für die kommenden Spiele.
Heisst dies, dass die Qualifikation für den Play-off Final jetzt das Ziel ist?
Was immer jetzt noch kommt, ich bin bereits happy mit dem, was wir erreichten. Wenn wir aber so weiterspielen wie zuletzt, dann muss man mit uns rechnen.
Viele Leute sagten, dass man die Mannschaft kaum wiedererkennt. Weshalb hat SEAT Volley Näfels zuletzt ein derart verändertes, gutes Gesicht gezeigt?
Ich schätze das Team immer stark ein. Ich glaubte immer sein Potenzial. Aber offensichtlich muss es das Messer am Hals haben, damit es zeigt, was es kann.
Weshalb ging dies nicht schon vorher, sondern erst seit Beginn dieses Jahres?
Offenbar braucht die Mannschaft diesen Druck. Bestimmt hat aber auch der Entscheid mit Matus Kalny einen Coach einzusetzen einen wichtigen Impuls gegeben. Im Spiel gegen LUC waren alle Spieler voll da, wussten was zu tun ist und übernahmen Verantwortung. Wenn die Spieler nun gemerkt haben, wozu sie fähig sind und die Lunte gerochen haben, dann könnte dies ganz gut ausgehen.
Sprechen wir noch von Coach Matus Kalny. Welche Rolle spielt er?
Er nimmt konkret Einfluss. Während der Time-outs wird wieder gesprochen, er geht auf die einzelnen Spieler ein, fällt Entscheide. Dazu kann sich jetzt Spielertrainer Dalibor Polak voll auf das Spiel konzentrieren, was sich positiv auswirkt.
Was war der bisherige Höhepunkt
Einerseits war dies das entscheidende Spiel gegen LUC, anderseits aber ganz klar das Erreichen des Cup-Finals. Wir hatten einen schwierigen Weg zu gehen (Anm. der Redaktion: Auswärtsspiele gegen LUC und Schönenwerd). Rational gesehen durfte ich dies nicht erwarten.
Der Zuschaueraufmarsch war bisher nicht sehr gross, was sagen Sie dazu?
Im wichtigen und entscheidenden Spiel gegen LUC war ich sogar positiv überrascht. Es war auch eine Superstimmung in der Halle. Da war ich wirklich sehr zufrieden, ganz im Gegensatz zum Cup-Halbfinal, als der Zuschaueraufmarsch moderat war. Wenn es aber so weitergeht wie zuletzt, dann bin ich zufrieden und schreit nach mehr.
Wo ist nun der Schwerpunkt - im Cup oder in der Meisterschaft?
Von jetzt an müssen wir nicht mehr, wir dürfen. Wir haben bisher aus meiner Sicht viel erreicht. Alles was jetzt noch folgt, betrachte ich als Geschenk.
Was muss passieren, damit man Ende von einer durchwegs gelungenen Saison sprechen kann?
Wir müssen im Cup noch ein Spiel gewinnen, dann sind wir Cupsieger. In der Playoff-Runde traue ich der Mannschaft zu, dass sie lange vorne mitspielt. Wenn wir am Ende den Cup- und den Play-off Final verloren haben sollten, dann muss ich sagen, dass wir eine gute Saison hatten. Mein Bauchgefühl sagt mir aber, dass es zu mehr reichen könnte.
Gibt es noch personelle Änderungen?
Nein, wir haben eine starke Mannschaft mit sehr guter Stimmung, die gut Volleyball spielen kann. Dazu ist auch unsere Bank stark. Unsere Basis stimmt.



























































































