Marco Bär will beim TV Amriswil mithelfen Profistrukturen zu schaffen
Noch mit der Goldmedaille um den Hals und strahlend über den soeben gewonnenen ersten Meistertitel, zeigte sich Marco Bär Ende März bedeckt was seine sportliche Zukunft anbelangt. Nun ist bekannt, dass er dahin zurückkehrt wo er bisher am längsten gespielt hat. Die Verantwortlichen des TV Amriswil planen Grosses für die nächste Saison und sein Angebot sei schlicht zu gut gewesen um es auszuschlagen.
„Hätte man mich noch vor drei Wochen gefragt, bei welchem Klub ich die nächste Saison spielen werde, die Antwort hätte gelautet: SEAT Volley Näfels.“ Dann aber hätten auch Gespräche mit dem TV Amriswil stattgefunden und deren neues Konzept habe ihn überzeugt. Nach reiflicher Überlegung sei er zum Schluss gekommen, auch auf sein Herz zu hören und dieses sagte ihm, wieder in den Thurgau zurückzukehren. Für Bär ist es eine neue Herausforderung, weil dort noch nicht alles derart gut eingespielt ist, wie bei SEAT Volley Näfels. Es liege nun eben auch sehr viel in seinen Händen aktiv mitzuarbeiten, dass die selben Strukturen geschaffen werden könnten wie er sie beim Serienmeister im Glarnerland vorgefunden habe. Bewundernd bemerkte er, wie gut hier alles funktioniere und sich sein neuer/alter Verein nun eben an diesem Beispiel orientieren werde um endlich auch die Erfolge zu erzielen, welche die Glarner seit Jahren einheimsen.
Bär bleibt weiterhin Volleyball-Profi
An seinem zeitlichen Engagement will Bär vorerst überhaupt nichts ändern und er stellt in Aussicht, dass nun auch beim TV Amriswil nebst den ausländischen Profis drei Schweizer Spieler voll auf den Volleyballsport setzen werden. Dies war ja auch bei SEAT Volley Näfels mit ihm selbst, Andy Sutter und Sämi Büschi der Fall. Wie es scheint, will sich der TV Amriswil nun wirklich auch die Strukturen geben, welche es ihm erlauben, eine Mannschaft ins Rennen zu schicken, die in der Lage sein wird, bis zum Schluss einer Play-Off-Finalserie durchzuhalten und den letzten Punkt im letzten Satz für sich zu buchen. Nur so ist es möglich, im Schweizer Herren-Volleyball einen Schritt vorwärts zu machen. Die Näfelser Volleyballer und der gesamte Verein hat dies bereits vor Jahren erkannt und als Resultat stehen die grossartigen Erfolge, welche nun seit Jahren bereits zur Tradition geworden sind.
Manager Gygli sucht einen Passeur
Selbstverständlich kommt Bär’s Entscheid nicht ganz unerwartet in die Näfelser Transferzentrale. „Wir haben eventuell damit gerechnet und bis 15. Mai lief die Frist zur Entscheidung,“ meint Gygli. Da bis dato nichts Konkretes mehr besprochen wurde, habe man annehmen können, dass da eine Veränderung ins Haus stehen könnte. Mit dem Wegang von Bär wird in der neuen Saison seit dem Gewinn des ersten Meistertitels 98 bereits der zehnte Passeur die Farben von SEAT Volley Näfels verteidigen. All diese Passeure kamen aus sechs verschiedenen Ländern plus der Schweiz. Nur gerade der Kubaner Cao Gilman Herrera stand mehr als eine Saison hintereinander für die Näfelser auf dem Feld. Dies zeugt zwar nicht von Konstanz aber doch mindestens davon, dass die Verantwortlichen in Näfels stets wieder in der Lage waren, den richtigen Passeur aus der Vielzahl von Angeboten auszuwählen. Und dies dürfte auch auf die kommende Saison nicht anders sein, man traut es ihnen zu.



























































































