Montag, 5. Januar 2015; 12:43
NLA

Lokalrivale Jona mit grossen Ambitionen gegen Näfels

Von: Rolando K Küng

 

Der Aufsteiger TSV Jona spielt seit vielen Jahren wieder zum ersten Mal als NLA-Verein gegen Volley Näfels. Früher, in den 90er Jahren, war dieses Derby ein Strassenfeger im Rautidorf. Damals waren die beiden Klubs die grossen Rivalen im Raum Ostschweiz. Längst schon besteht ein freundschaftliches Verhältnis mit zum Teil enger Zusammenarbeit zwischen den Rosenstädtern und Volley Näfels. Der Biltener Urs Winteler (Jona-Trainer), spielte für Volley Näfels und Nico Beeler, ebenfalls ein Spieler aus den Reihen von Rappi-Jona, war die letzten beiden Saisons der prägende Spieler bei den Glarnern und massgeblich beteiligt am Cupsieg gegen Lugano. Inzwischen setzt dieser aber voll auf die Karte Beach-Volleyball.

Jona mit Siegesserie
Jona’s Start in die NLA-Meisterschaft verlief nicht eben erfolgreich. Nur gerade Lutry konnte bezwungen werden. Nachher gab es Niederlagen zuhauf, sogar gegen Einsiedeln, einem direkten Konkurrenten im Kampf gegen den Abstieg. Diese Niederlage mit jeweils knappen Satzresultaten, so scheint es, war aber die Wende für die St. Galler. Ab Dezember reihte die Winteler-Truppe einen Sieg an den andern. So war der erste gegen Volley Amriswil viel beachtet und daraus wurde eine Serie von mittlerweile deren fünf und damit einer makellosen Bilanz im Monat Dezember. In der Tabelle steht Jona jetzt auf Rang sechs, welcher zur Teilnahme an den Meisterschafts-Play-offs berechtigt. Im Cup wartet im Viertelfinale Nachbar Einsiedeln und dieses Heimspiel könnte Jona durchaus den Einzug ins Cup-Halbfinale bescheren. Rundum positive Perspektiven also, welche den Spielern bestimmt Flügel verleihen und sie als Team umso gefährlicher machen.


Drei Näfelser mit der Schweizer Nati in Luxemburg
Volley Näfels wird also gefordert und tut gut daran, sich auf dieses Spiel minutiös vorzubereiten und perfekt einzustellen. Klar haben die Glarner das Hinspiel deutlich gewonnen, stehen in der Tabelle weiter oben und sind auf dem Papier wesentlich stärker einzustufen. Aber im Training fehlten dieser Tage die drei Nationalspieler, welche in Luxemburg ein Vier-Länder-Turnier mit der Nati bestritten. Libero Sutter, Passeur Gygli und Mittelblocker Ehrat mussten resultatmässig aber bös unten durch und verloren drei von vier Spielen. Kommt also bei ihnen neben der Müdigkeit im Körper noch der Niederlagen-Blues der Nati hinzu? „Auf jeden Fall haben uns diese drei im Training merklich gefehlt“, meinte Manager Gygli zu diesem Einsatz, welcher als Vorbereitung auf die Universiade in Südkorea eingeplant war. Näfels-Trainer Dalibor Polak steckt seiner Mannschaft aber klar das Ziel, ab Mitte Februar in Topform zu sein. Ab dann startet die Playoff-Final-Quali und das Beispiel des TV Schönenwerd hat in der letzten Saison gezeigt, dass der Rang vor Beginn dieser Quali-Runde nicht sehr entscheidend ist. Näfels hatte seinen Zenit überschritten und die Solothurner erreichten ihn gerade rechtzeitig. So durften sie letztendlich um die Meisterkrone kämpfen und nicht die Glarner, welche sich aber wenigstens mit dem Cupsieg die Saison versüssten.

Ein Sieg in diesem Mittwoch-Spiel darf erwartet werden, ist aber nicht absolute Pflicht. Und gingen diese Punkte nach Jona, erhöhte dies wenigstens die Chance, dass die St. Galler Ende Monat tatsächlich weiterhin auf einem Platz in den ersten Sechs der Tabelle stünden. Und damit wäre ein erster Schritt getan, das Derby Näfels-Jona wieder zum Strassenfeger aufleben zu lassen wie dereinst, nur eben mit andern Protagonisten.

Biogas Volley Näfels - Volley Jona, Mittwoch, 7.01.15 ab 20:00 Uhr, sgu linth arena Näfels

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