Donnerstag, 13. Dezember 2007; 09:23
Allgemein

Leistung trotz Pleite zufriedenstellend

Von: Silvano Umberg

Seat Volley Näfels hat gestern mit dem 0:3 im Achtelfinal-Hinspiel des CEV-Cups in Toulouse (Fr) zumindest vom Resultat her die erwartet klare Niederlage bezogen. Spielerisch zeigten die Glarner aber eine weitere Aufwärtstendenz.

 

Eine Überraschung – und einer solchen wäre ein Auswärtssieg in Toulouse zweifellos gleichgekommen – blieb Näfels gestern Abend zwar deutlich verwehrt, die Glarner bestätigten jedoch den leichten Aufwärtstrend, den sie am vergangenen Wochenende mit dem Sieg im Cup gegen Sursee eingeleitet hatten. Das Team von Trainer Michel Bolle bot den starken Franzosen jeweils zumindest bis Mitte des Satzes hartnäckigen Widerstand und überzeugte dabei mit wiedergewonnenem Spielwitz. Allen voran Passeur Marco Gygli, der in den ersten beiden Sätzen gegenüber Ivan Bedrac erneut den Vorzug erhielt, versprühte Spielfreude und steckte seine Mitspieler damit förmlich an.

 

Toulouse individuell zu stark

 

Dass es am Ende dennoch zu keinem Teilerfolg reichte, lag vornehmlich an der individuellen Klasse des Gegners. «Daran gibt es nichts zu deuteln. Toulouse war uns auf jeder Position überlegen. Den grössten Unterschied sah man sicherlich bezüglich Annahme und Block», bilanzierte Näfels' Teammanager Ruedi Gygli. Er attestierte der Mannschaft aber wie auch Trainer Bolle eine gute Leistung. So sei beispielsweise die zuletzt wacklige Annahme über weite Strecken sehr stabil gewesen. Am nahesten an einen Satzgewinn kamen die Glarner in Durchgang zwei, als sie bis zum Stand von 20:20 mit den Franzosen gleichauf lagen. Zwei missglückte Annahmen sowie zwei Servicefehler führten dann aber die Entscheidung zu Gunsten der Gastgeber herbei.

 

Hohen Spielrhythmus mitnehmen

 

Die wichtigste Erkenntnis für Näfels aus dem gestrigen Spiel sieht Bolle darin, dem sehr hohen Spielrhythmus mehrheitlich standgehalten zu haben. «Wir müssen nun versuchen, dieses Tempo in die Partie vom Sonntag gegen Chênois mitzunehmen. Gelingt uns dies, liegt ein Sieg absolut drin», zeigte sich Bolle zuversichtlich. Dasselbe gelte übrigens für das Rückspiel vom kommenden Mittwoch in der linth-arena. «Auf Grund des neuen Europacup-Modus mit dem Golden Set ist alles möglich.» Einfach würden die beide Aufgaben aber nicht.

 

Toulouse – Näfels 3:0 (25:17, 25:22, 25:16)

 

André Brouat. – 1500 Zuschauer. – Spieldauer: 85 Minuten.

 

Toulouse: Boula (Passeur), Pienczonka (Libero), Bartik, Gendrey, Popelka, Slavek, Stanek, Rafidison (Libero). Trainer: Smolka.

 

Näfels: Gygli (Passeur), Werner (Libero), Büschi, Andy Sutter, Joelson, Vinicius, Miller, Brander, Suter, Bedrac (Passeur). Trainer. Bolle.

 

Bemerkungen: Näfels ohne Roman Sutter (abwesend). Joelson nach zweitem Satz wegen Verletzungsbeschwerden ausgewechselt.