Donnerstag, 8. März 2012; 08:15
Allgemein

Knappe Niederlage gegen Chênois Genf

Von: Rolando K. Küng

SEAT Volley Näfels verliert ein spannendes und unterhaltsames Spiel mit 2:3 Sätzen und startet damit mit Rücklage in den Cupfinal vom nächsten Samstag. Die Näfelser haben aber ihre Haut teuer verkauft und das kann auch ein gutes Omen sein.

 

Das ganze Spiel war eine wahre Achterbahnfahrt der Gefühle. Leider fehlte zum Schluss das Happy-End. Dass dieses nicht zustande kam verdanken die Genfer ihrem besten Spieler, dem Mexikaner Carlos Guerra. Er und auch Steigmeier waren mit ihrer Entschlossenheit dafür besorgt, dass nun zwei Punkte nach Genf entführt und nur einer im Glarnerland verbleibt.

 

Miserabler Start für Näfels

Der Startsatz ging nach anfänglicher Führung der Polak-Truppe letztlich klar an den CS Chênois. Bei Näfels fehlte wie einmal klar das Selbstvertrauen. Die Steigerung kam eigentlich erst gegen Ende des zweiten Satzes bei welchem die Glarner dank einem sehenswerten Block von Polak und Ilic auf Gustavo Meyer den Satzball erreichten. Nicht nur dieser wurde nicht verwertet, sondern auch die nächsten beiden nicht und so stellte Chênois auf 2:0 nach Sätzen. Viele im Publikum hatten es schon knacken hören und prophezeiten ein frühes Ende für Näfels. Doch nach der Pause drehte SEAT Volley Näfels gewaltig auf und lag zur Satzmitte mit fünf Punkten vorne. Drei davon brachten sie über die Runden und buchten so wenigstens schon mal einen Satz.

 

Aufholjagd bringt Satzausgleich

Der vierte Satz und auch das Spiel schien beim Stand von 10:16 entschieden. "Ce n'est pas fini", meinte aber einer von der Genfer Mannschaftsbank zu den Glarner Zuschauern. Und er sollte Recht bekommen, denn Näfels startete nun zu einer schier unglaublichen Aufholjagd. Bei 17 Punkten buchte Chef Polak ein Ass am Service welches den Ausgleich brachte. Und die Näfelser Volleyballer zogen ihre Serie gleich durch bis zum Satzende. Nach dem grossen Rückstand zu Beginn, legten sie ein Score von sage und schreibe 15:2 Punkten aufs Parkett. Eine wirklich eindrückliche Serie und das Publikum war nun vor Verzückung aus dem Häuschen. Nicht zuletzt auch weil diese Steigerung so unerwartet kam. Also schien das Momentum nun endgültig auf Seite der Gastgeber zu sein.

 

Keiner war besser, aber Chênois entschlossener

Und auch das Tie-break hielt den Erwartungen punkto Spannung nun locker stand. Am Näfelser Pass war nun Marco Gygli und er hielt mit seinen Ideen den gegnerischen Block auf Trab und seine Mitspieler im Schwung. Unglaublich spannende Spielzüge bekamen die nun lautstark mitfiebernden Zuschauer zu sehen. Einige führten bis zu sechsmal hin und her ehe der erlösende Punkt gelang. Das Spiel war sehr schnell und die beiden Schiedsrichter bekundeten zusehends Mühe (war es die vorgerückte Stunde weit nach 22.00 Uhr?) die richtigen Entscheide zu treffen, was verständlicherweise hüben wie drüben für rote Köpfe sorgte. Und auch beim Matchball wieder nach einer langen Rallye durch Carlos Guerra gebucht, tönte es von der Genfer Bank: "Ce n'est pas encore fini"! Doch diesmal sollte der Prophet nicht Recht bekommen. Denn auch den nächsten Punkt buchte sein Schützling Guerra zum 12:15 und Sieg über fünf Sätze. "Heute haben wir verloren, aber dieses Spiel hätte auch zu unseren Gunsten ausgehen können", meinte ein sichtlich enttäuschter Coach Matus Kalny unmittelbar nach dem Spiel. Grund zur Trauer haben die Spieler aber nicht, denn die Steigerung im Verlauf des Matches war grossartig und zeugt erneut von der grossen Kämpfernatur, welche in jedem einzelnen steckt.

 

 

Matchtelegramm :

 

Lintharena sgu, Näfels, 07. März 2012, 20:00 h

Spieldauer  140 Minuten

Zuschauer: 350   

 

SEAT Volley Näfels – CS Chênois 2:3 (19:25, 24:26, 25:22, 25:18, 12:15)

 

SEAT Volley Näfels:

Bedrac (Passeur), Büsser (Captain), Werner (Libero), Polak, Tomas, Pulko, Ilic, Klapal, Gygli, Fabian Brander, Ehrat, Beeler

Spielertrainer: Dalibor Polak

 

CS Chênois: Mathews (Passeur), Kovar (Libero), Ourahay, Steigmeier, Guerra, Meyer, Schaller, Cuko, Vetter, Blazy.

Trainer: Cuko, Coach: Dronsart

 

1. SR: Schiemenz

2. SR: Grieder