Samstag, 7. Januar 2006; 23:09
Allgemein

Klarer 3:0-Erfolg von SEAT Volley Näfels bei Lurty-Lavaux

Von: Michael Jud

Kaum Probleme für Seat Volley Näfels beim 3:0-Sieg (25:10, 25:23, 25:18) in Lutry. Kurz vor Ende der Vorrunde können die Glarner nun nicht mehr vom zweiten Rang verdrängt werden.

Der amtierende Meister Seat Volley Näfels begann konzentriert und liess Tabellenschlusslicht VBC Lutry im ersten Satz keine Chance. Angeführt von Schnider und Guerra distanzierten die Glarner den Gastgeber mit 25:10. Näfels spekulierte gar nicht erst auf Fehler des Gegners, sondern erzielte 21 der 25 Punkte selber. Nach dem Kantersieg im ersten Durchgang zeigte die Näfelser Mannschaft, dass bei ihr in dieser Saison Top und Flop nahe beieinander liegen. Auf einmal ging nichts mehr und Lutry führte mit 7:1. Dass gegen den Tabellenletzten die Konzentration nicht immer gleich hoch gehalten werden kann und ein Team nach Spielerwechseln (Sutter und Talmon-Gros kamen ins Spiel) oft den Rhythmus verliert, kann kaum der einzige Grund für einen derartigen Einbruch sein.

 

Vom 25:10 zum 1:7

 

Näfels verlor zwar zwischenzeitlich die Konzentration, nicht aber die Nerven und startete eine zähe Aufholjagd. Talmon-Gros (am Block) und Jamelao (im Angriff) punkteten und Näfels glich nach starken Aufschlägen von Roman Landolt zum 19:19 aus. Für die entscheidende Differenz zum 25:23 sorgte schliesslich Jamelao, welcher von einer missglückten Lutry-Annahme nach einem präzisen Aufschlag von Andy Sutter profitierte.

 

„Gabinho“-Show im 3. Satz

 

Die Moral der Waadtländer war nun angeschlagen und Näfels liess im dritten Satz keine Zweifel über den Sieger aufkommen. Philip Gabathuler, von seinen Mitspielern „Gabinho“ genannt, wurde von Passeur Guiga optimal eingesetzt und war der eifrigste Näfelser Punktesammler im dritten Satz (25:18). Seat Volley Näfels feierte am Samstag nicht nur den 3:0-Erfolg, sondern auch den 23. Geburtstag von Jan Schnider. Auf den plötzlichen Einbruch im 2. Satz angesprochen, meinte das Geburtstagskind: „Wir begannen sehr motiviert und wollten möglichst schnell alles klar machen. Gegen einen solchen Gegner ist es schwer, immer 100 Prozent konzentriert zu sein und manchmal braucht es wenig, damit das ganze kippt. Das darf so natürlich nicht passieren.“ Näfels kann vor Abschluss der Vorrunde am kommenden Samstag gegen Lugano nun nicht mehr von Rang zwei verdrängt werden nach diesem Sieg mitten im Waadtländer Weinanbaugebiet. Zusammengefasst in der Weinsprache hatte Näfels am Samstag rasch ein würziges Aroma entfaltet, anschliessend etwas sauer im Geschmack, gefolgt von einem fruchtigen Abgang. Bereits am kommenden Sonntag tritt Seat Volley Näfels wieder am Genfersee an. Im Cup Viertelfinal bei „Grand Cru“ CS Chênois, welches heuer einen Spitzenjahrgang hervorgebracht hat. Seat Volley Näfels organisiert für diesen Cup-Hit Mitfahrgelegenheit im Car. Näheres auf www.seatvolleynaefels.ch.