Freitag, 9. November 2012; 16:09
NLA

Kann Volley Näfels seinen Schwung mitnehmen?

Von: Rolando K. Küng

Volley Näfels empfängt am Samstag in der Lintharena den TV Schönenwerd. Das Team also, welches im letzten Frühling gegen die Polak-Truppe im Kampf um Bronze knapp den Kürzeren gezogen hat. Anders als noch letztes Jahr, scheint der TVS bisher aber nicht ganz so stark zu sein.

 

In der Tat haben die Solothurner letztes Jahr ihre Meisterschaft mit einem Sieg gegen Schweizer Meister Näfels eröffnet. Das gab Schwung und es gelang ihnen eine starke erste Saisonhälfte, in welcher sie konstant an der Spitze mitmischten. Jan Schnider, ihr Leader, wurde gar zum besten Spieler der NLA gewählt. Auch diese Saison haben die Niederämter den amtierenden Schweizer Meister bereits wieder geschlagen. Sie gewannen auswärts in Genf gegen Chênois. Es folgten aber auch zwei eher knappe Siege gegen schwächere Teams wie Laufenburg und Züri Unterland. Ausserdem zwei klare Niederlagen gegen Lugano und Lausanne UC. Damit steht das Team von "Schöni", wie es von seinen Fans liebevoll genannt wird, auf dem vierten Zwischenrang der NLA-Tabelle.

 

Einer fehlt

Mit dem klaren Sieg gegen Züri Unterland vor Wochenfrist hat sich Volley Näfels wieder an die Spitze gehievt. Der Start in die diesjährige Meisterschaft ist den Glarnern also mehr als geglückt. Bisher gelang es nur Supercupsieger Lugano die Polak-Truppe klar in die Schranken zu weisen. Aber auch sie hat bei ihren Niederlagen gegen Volley Amriswil und Chênois gezeigt, dass die Bäume nicht in den Himmel wachsen. Doch man darf sich nicht täuschen lassen. Das Kader der Näfelser ist schmal. Es fehlt ein Annahmespieler. Da reichen auch Ausnahmekönner wie der Finne Toni Kankaanpää nicht immer, um über ein ganzes Spiel perfekt anzunehmen, anzugreifen und zu blocken. Jeder auch noch so gute Spieler hat im Verlauf eines Spiels Höhen und Tiefen. Und bei solchen fehlt Coach Carolino die Alternative. Er kann, durch die Absenz von Nico Beeler, nicht wechseln auf dieser Position. Auf Syros hat man gut gesehen, wie gross dieser Nachteil ist. Und auch dass Diagnonalangreifer Ugi Ilic seine Trainingsleistungen noch zuwenig oft voll umsetzen kann. So muss auf dieser Position noch (zu) oft Dalibor Polak selbst ans Werk. Eigentlich trug er sich ja im Frühling mit dem Gedanken, nun nur noch als Trainer im Volleyball tätig zu sein. Doch zum Glück hat er sich das noch einmal überlegt. Er nützt dem Team weiterhin sehr viel und ist fast immer in der Lage die Leistungslücken des jungen Serben Ilic zu stopfen.

 

Näfels leads the serie by 6:2

Ob der TV Schönenwerd weiterhin die Mannschaft ist, welche Volley Näfels am besten liegt wird sich heute zeigen. In Meisterschaft und Cup des letzten Jahres stand es 6:2 zugunsten von Volley Näfels. Nach Näfels' erster Heimniederlage letzten Frühling im Spiel um Bronze, stand es 1:1 in der Serie und ein letzter Fight auswärts in Däniken sollte die Entscheidung um die Medaille bringen. Vor vollem Haus und zu Beginn noch lautstarken Fans sollte diese Medaille den Solothurnern gehören. Doch Volley Näfels trat dermassen sicher und dominant auf, dass dem Heimteam nach der klaren 0:3-Niederlage nur noch blieb, den Glarnern zu Leistung und Medaille zu gratulieren.

 

Wer wem gratulieren darf nach dem heutigen Spiel, erfährt vorzugsweise und aus erster Quelle jede und jeder Anwesende in der Näfelser Lintharena. Nüd verpassä.

 

 

Meisterschaft NLA: Volley Näfels vs TV Schönenwerd, Samstag, 10.11.12 um 17:00 Uhr im sgu linth arena in Näfels