Kann SEAT Volley Näfels seine Leistung bestätigen?
Playoff-Final, best-of-seven, 3. Spiel: Nach dem überzeugenden Auftritt mit 3:1 Sieg vom letzten Samstag wissen die Näfelser, dass eine weitere Leistungssteigerung nötig sein wird, um den nächsten Sieg im Tollhaus der Tellenfeld-Arena in Amriswil landen zu können. Durch Gratiseintritt, gesponsert durch die Gemeinde Amriswil, werden auch zu diesem Spiel an die tausend Zuschauer erwartet.
Vor einer solchen Kulisse zu spielen muss ein tolles Erlebnis für jeden Spieler sein. Wohl jeder Sportler träumt davon, einmal an einem ganz grossen Final dabei zu sein. Das nächste Spiel in Amriswil kündigt sich als eines dieser grossen Spiele an. Die Näfelser Spieler haben bewiesen, dass ihnen weder eine hohe Lärmkulisse noch gar Pfiffe etwas ausmachen können. Sie zeigten, dass sie voll konzentriert weiterspielen können auch wenn eine ganze Halle gegen sie ist. Den Amriswilern gelang dies hingegen nicht so gut und darin lag wohl der Schlüssel für ihre gezeigte Leistung. Diese kann als normal bezeichnet werden, aber in einem Playoff-Finalspiel reicht dies eben nicht mehr zum Sieg. Die Frage stellt sich nun also ganz konkret: Wie haben die Oberthurgauer die Niederlage verdaut und welche Schlüsse können sie aus dem letzten Auftritt ziehen? Wie gelingt es ihnen, im zweiten Heimspiel mit dem wiederum sehr hohen Druck umzugehen? Kleiner ist dieser ja bestimmt nicht geworden, denn für den weiteren Verlauf der Serie ist es wichtig, dieses Spiel zu gewinnen. Trainer Jalal Baghdady ist ein alter Fuchs in seinem Metier und bestimmt liegt es nicht an seiner Analyse und den konkreten Tipps an seine Spieler sondern ganz einach an ihrer Umsetzung. Der Kopf und die Tagesform spielen die entscheidende Rolle im Kampf um den nächsten Sieg.
Alle wollen heim
Wie jedes Jahr zu dieser Zeit hört man bei den ausländischen Spielern den Ruf, nach langen Monaten weg von Heimat und Familie, nun endlich wieder mal nach Hause fahren zu können. So verständlich diese Gefühlslage ist, so gross ist aber auch die Gefahr, dadurch den Fokus auf das im Moment Wichtigste zu verlieren. Alle wollen den Erfolg und die Näfelser Spieler sind nach dem Gewinn von Supercup und dem Swiss Cup noch keineswegs zufrieden. Sie wollen jetzt einfach alles gewinnen, was es in diesem Sport in einer Saison auf nationaler Ebene zu gewinnen gibt. Dass dies möglich ist, zeigten schon frühere Mannschaften von SEAT Volley Näfels. Captain Rafa, Andi Sutter, Ivan Bedrac und auch der argentinische Trainer waren schon dabei, als vor drei, respektive zwei Jahren ebenfalls die Triplette geschafft wurde.
TV Amriswil ist nahe dran
Trotz der hohen Ambitionen der Glarner muss man klar sehen, dass auch die Ostschweizer mit nicht minder grossen Erwartungen in diese Finalserie gestiegen sind. Wohl noch nie in der Vereinsgeschichte standen die Thurgauer einem Titelgewinn derart nahe. Es wäre der erste überhaupt, denn trotz langjähriger Zugehörigkeit zur NLA kam der TV Amriswil erst letzte Saison überhaupt dazu, den Playoff-Final bestreiten zu dürfen. Gegen den CS Chênois blieben sie jedoch ohne den Hauch einer Chance und verloren mit 0:4 Spielen. In den früheren Jahren war nicht selten SEAT Volley Näfels der Stolperstein in den Halbfinals. Gerade deswegen haben die Jalal-Schützlinge durchaus noch eine grosse Rechnung offen mit den Serramalera-Boys. Vor dem Spiel dürfen die Spieler aber keine Zeit an solche Gedanken verschwenden denn dies erhöhte nur den ohnehin schon grossen Druck unnötig. Vielmehr gilt es für beide Mannschaften voll konzentriert in dieses Spiel zu steigen, wissend dass man ja eigentlich wieder bei Null beginnt und einen wirklichen Favoriten gibt es ohnehin noch keinen. Die Zuschauer dürfen sich erneut einen wahren Knaller erhoffen und sich auf ein hochstehendes und langes Spiel mit unbestimmtem Ausgang freuen.



























































































