Samstag, 25. Januar 2014; 09:13
NLA

Kann Lausanne UC dem Tempovolleyball von Biogas Volley Näfels Paroli bieten?

Von: Köbi Hefti

Heute Samstag empfängt Biogas Volley Näfels Tabellennachbar Lausanne UC in der viertletzten Qualifikationsrunde. Mit einem Sieg kann Näfels seinen zweiten Rang festigen und sein Selbstvertrauen weiter stärken.

 

Biogas Volley Näfels spielt in diesem Jahr so schnell wie noch nie. Damit stellten die Glarner die Mitkonkurrenten Schönenwerd, Amriswil und phasenweise sogar Liga-Primus Lugano vor unlösbare Probleme. Auch Lausanne UC bekam die neue Stärke der Polak-Truppe schon zu spüren, als das Team von Georges-André Carrel in der Hinrunde gegen Biogas Volley Näfels 0:3 unterging. In der 15. Runde der Qualifikation kommt es im SGU zur Revanche. Näfels will dabei seine Erfolgsserie fortsetzen während LUC beweisen will, dass die zu Null Niederlage Ende November ein einmaliger Ausrutscher war.

Grosses Vertrauen
Wie ist es möglich, dass Näfels im Moment in der Schweiz das Team ist, welches am schnellsten spielt. Assistenztrainer Mani Müller sieht einen der Gründe bei Passeur Milanez: „Er kann schnell spielen, das ist seine Geschichte, das ist Brasilien. Und Marco Gygli, der andere Zuspieler, lernt es so und profitiert von Milanez.“ Beide Passeure beweisen Spiel für Spiel zudem ihren grossen Spielwitz. Dazu ist das Vertrauen des ganzen Teams in die beiden sehr hoch. Die Angreifer sind immer und auf allen Positionen jederzeit bereit. Jeder läuft an, bevor ihm der Ball zugespielt wird. Da ist kein Zögern auszumachen, wie es letztes Jahr immer wieder zu beobachten war.

Trainer setzt auf Garacho-Volleyball
Müller erwähnt einen weiteren Grund: „Trainer Dalibor Polak sagte zu Beginn der Saison, dass wir doppelt so schnell spielen müssen. Mit Spezialtrainings wurden die Passeure darauf vorbereitet. Während der Trainings mit der ganzen Mannschaft ist dieses Tempospiel entsprechend ein Schwerpunkt, wird noch und noch geübt.“ Ebenfalls zentral seien, so Müller, die Annahmen und die ausgezeichnete Kommunikation während des Spiels. „Wenn ein Spieler etwas ruft, weil er beispielweise sieht, dass der gegnerische Block nicht bereit steht, dann wird dies vom Passeur aufgenommen und clever ausgenutzt“, verrät Müller. Damit wird Näfels für die Gegner trotz Videostudium sehr unberechenbar. Der Lohn für dieses Garacho-Volleyballs mit zwölf Siegen ohne Satzverlust lässt sich sehen.

Gegner, die sich verloren vorkommen
Wie schön das Leben für die Angreifer ist, beschreibt Dean Bittner: „Es ist ein gutes Gefühl ohne Block angreifen zu können. Das beweist, dass unser Passspiel ausgezeichnet ist. Das macht es sehr einfach. So ist es wirklich easy für uns Angreifer.“ Für die Gegner ist es schwierig Näfels abzublocken. Dies gab auch Jan Schnider, Schönenwerds Topscorer, nach dem letzten Cup-Spiel zu Protokoll: „Näfels spielt sehr konstant. Denis Milanez konnte dank der guten Annahmen alle seine Mitspieler immer einsetzen und so kamen wir uns oft etwas verloren vor.“

Spielt Näfels auf diesem Niveau weiter und stimmt dazu die Tagesform, dann muss LUC eine ausgezeichnete Partie abliefern, um Punkte aus dem SGU entführen zu können. Eines scheint aber gewiss, die Zuschauer dürfen sich auf einen attraktiven Match freuen, denn auch LUC trat bisher sehr stark auf und hat nur drei Punkte Rückstand auf Näfels.

Meisterschaft 15. Qualifikationsrunde:

Biogas Volley Näfels - Lausanne UC

Lintharena sgu, Näfels, Samstag, 25.Januar 2014, 17:00

Das will Polak am Samstag nicht sehen - sein Team, dass den Kopf anschlägt…