Montag, 23. Januar 2006; 21:05
Allgemein

Holt sich SEAT Volley Näfels am Donnerstag das Halbfinal-Ticket?

Von: Köbi Hefti

Am Donnerstagabend um 19.30 Uhr kann sich Seat Volley Näfels mit einem zweiten Sieg gegen VBC Voléro Zürich vorzeitig für den Playoff Halbfinal qualifizieren.

 

Die Überlegenheit von Seat Volley Näfels im ersten Viertelfinal gegen Voléro war krass. Vor allem im ersten Satz sahen die Zürcher gegen Näfels wie ein unerfahrenes Juniorenteam aus. Immer wieder konnten die Angreifer von Näfels ihre Schmetterbälle ohne Block voll durchziehen. Spielt Näfels in Zürich wieder so überzeugend und konzentriert wie zu Beginn des ersten Spiels, dann hat Voléro kaum eine. Nur schon ein Satzgewinn wäre eine kleine Überraschung. Alles andere als die direkte Qualifikation von Seat Volley Näfels für den Halbfinal wäre eine riesige Überraschung.

 

Obwohl die Glarner haushoher Favorit sind, mahnt Captain Roman Landolt: „Unser Problem ist, dass wir nach guten Sätzen immer wieder in ein kleines Tief geraten. Das ist ziemlich gefährlich. Das müssen wir abstellen.“  Trainer Serramalera bläst ins selbe Horn: „Dieses Spiel ist wichtig für uns. Es geht um die Qualifikation für den Halbfinal. Die Mannschaft muss ihre Leistungsfähigkeit zu 100% ausschöpfen. Sonst passiert uns dasselbe wie Lausanne und Amriswil, welche leiden mussten, ehe sie ihre ersten Spiele im Viertelfinal doch noch gewannen.“

 

Glarner fordern Wahl-Glarner

Nach der klaren 3:0 Schlappe am Sonntag darf von Voléro eine Trotzreaktion erwartet werden. Zudem spielen bei den Stadtzürchern mit Bedrac, Castros einige echte Glarner mit jahrelanger MTV Näfels Vergangenheit. Sie werden heute gegen die Wahl-Glarner aus Näfels bestimmt mit mehr Emotionen ans Werk gehen als noch am Sonntag im ersten Spiel. Nach dem gleichgültigen Auftritt einiger Voléro Leistungsträger im ersten Spiel setzte bei den Zürchern eine längere Diskussion ein. Ivan Bedrac hofft jedenfalls, dass seine Mitspieler heute voll motiviert bei der Sache sein werden. 

 

Bei Näfels laboriert Carlos Guerra immer noch an seiner Oberschenkelverletzung. Kaum war er seine Zerrung auf der Innenseite des Oberschenkels verheilt, erwischte es ihn nun auf der Aussenseite. Mit viel Therapie will er wieder möglichst rasch einsatzfähig werden. Es ist offensichtlich, wie es ihn schmerzt, dass er nicht selber spielen kann, er der nach jeder guten Leistung immer wieder sagt: „Mit meiner Leistung will ich vor allem dem Team zu Erfolg verhelfen“.