Freitag, 28. September 2007; 14:02
Allgemein

Holt sich Näfels auch den neunten Supercup Titel?

Von: Rolando K. Küng

Bereits zum sechsten Mal wird der Supercup in Lausanne als Saisonvorbereitungsturnier unter allen NLA-Mannschaften ausgemacht.

Bild: rkk-Making off des gestrigen Fotoshootings oder auf Deutsch: Schön lächeln bitte, Bruno macht ein Föteli



Nur einmal konnte die Trophäe seit Beginn dieser Formel nicht ins Glarnerland geholt werden. Sie blieb im Jahr 2006 am Genfersee und wanderte in den Schaukasten des CS Chênois nach Genf. Dass dies auch heuer wieder der Fall sein wird ist deshalb eher unwahrscheinlich, weil die erste Mannschaft des Genfer Traditionsklubs gar nicht am diesjährigen Supercup teilnehmen kann. Sie nimmt am European Challenge Cup in Tampere (Fin) die erste Runde in Angriff. Durch eine Terminverschiebung des CEV (Europäischer Volleyballverband) gab es in der Schweiz eine Terminkollision mit dem immer am letzten September-Wochenende ausgetragenen Supercup. Deshalb entsendet Chênois seine NLB-Mannschaft nach Lausanne und prompt trifft diese denn auch bereits in den Gruppenspielen auf SEAT Volley Näfels. Ebenfalls bereits am Samstag spielen die Glarner noch gegen Sursee und Münsingen. Wobei bei den Aaretalern mit Carlos Guerra (Mex) ein altbekannter Näfelser Spieler für Furore sorgen könnte. Zusammen mit seinem Nationalmannschafts-kollegen Irving Bricio wird er unter Trainer Marc Gerson natürlich versuchen mit einem Sieg über seinen Ex-Klub einen brillanten Einstand bei den Bernern zu geben. Wie stark Sursee dieses Jahr sein wird kann nach ihrem erstmaligen Vorstossen in die Play-off-Halbfinals der letzten Saison nur schwer abgeschätzt werden. Durch den Verzicht Sursees’ auf die Teilnahme am Challenge Cup des CEV, haben die Luzerner nun die Chance um den Supercup zu spielen und geben damit dem CS Chênois die Möglichkeit, auch dieses Jahr auf der europäischen Bühne aufzutreten.


Gruppensieger direkt im Final am Sonntag

 

Das Ziel aus den drei Gruppenspielen auf zwei Gewinnsätze muss es also ganz klar sein, den ersten Rang zu belegen. Nur so kann SEAT Volley Näfels darum spielen einen ersten Cup zu holen und sein Ziel mit der Verteidigung aller drei erkämpften Titel nicht bereits beim ersten Versuch zu verfehlen. Dieser hohe Druck ist die Konsequenz der überaus erfolgreichen letzten Saison und damit muss Mannschaft und Trainer fertig werden. Aber man darf den Näfelser Volleyballern einiges zutrauen. Das Team wurde zu einem grossen Teil neu zusammengestellt und sorgfältig ausgewählt. Die Einstellung dürfte entscheiden und damit am Sonntag nicht um die Plätze gespielt werden muss, gibt es bereits am Samstag nur eines: Vollgas geben von der ersten Minute an.