Freitag, 29. Januar 2016; 06:28
NLA

Harter Brocken für Biogas Volley Näfels

Von: Köbi Hefti

Heute reist Biogas Volley Näfels an den Genfersee zum Duell mit Lausanne UC. Die Platzherren sind die klaren Favoriten, Näfels der Underdog, der ohne Druck aufspielen kann.

 

Volley Näfels trifft heute in seiner drittletzten Partie der Qualifikation auswärts auf Lausanne UC. Die Glarner sind die Aussenseiter. Die Favoritenrolle gehört den Vaudois, welche in der gesamten Qualifikationsphase bisher überzeugten. Erst zwei Spiele verloren sie – gegen Lugano und am letzten Samstag in Amriswil. Beide Niederlagen vielen auf den ersten Blick sehr deutlich mit 0:3 aus. Doch besonders das Spiel in Amriswil war sehr eng, der Lausanne UC verlor alle drei Sätze mit der Minimaldifferenz von zwei Punkten. Und auch in Lugano war es im letzten Satz ein heisser Fight, der mit 31:33 an die Dragons ging.

Ohne Druck und befreit
In der Hinrunde kassierte Näfels daheim im SGU gegen das Team von Altmeister Georges-André Carrel eine Niederlage, war bei der 1:3 Pleite chancenlos. Trotzdem blickt Captain Gygli mit seinem Team dem heutigen Spiel gelassen entgegen. Er sagt: „Wir sind in Lausanne der Underdog. Deshalb können wir diesem Spiel locker entgegenblicken. Wir haben dort unten nichts zu verlieren.“ Einen Punktgewinn hat Näfels deshalb nicht budgetiert, hofft aber trotzdem auf Punktezuwachs in diesem Spitzenspiel, damit es am Ende der Qualifikation für Bonuspunkte reicht. Aber LUC dürfte nach dem 0:3 vor Wochenfrist heiss sein und seine reine Weste in der heimischen Halle wahren.

Verschärfte Konkurrenz
Biogas Volley Näfels hat in diesem Spiel auch noch ein anderes Ziel. Nach dem Zuzug von Steve Gotch klappt das Zusammenspiel noch nicht blind. „Das braucht noch Zeit“, sagt Passeur Gygli und ergänzt: „Unser nächstes sehr wichtige Spiel tragen wir Mitte Februar im Cup Halbfinal gegen Amriswil aus. So bleibt uns noch Zeit um das Spielverständnis zu verbessern.“ Im Training laufe es schon sehr gut, das Niveau sei markant besser geworden, äussert sich Marco Gygli. Damit ist ein Ziel, welches die Verantwortlichen durch den Zugang von Steve Gotch verfolgten, bereits erfüllt. Der verschärfte Konkurrenzkampf um einen Stammplatz wirkt sich positiv auf das Training aus. Captain Gygli bringt diese Situation mit einem Satz auf den Punkt: „Alle wissen, dass sie an die Säcke müssen.“

Qualifikation 15. Spieltag:
Lausanne UC - Biogas Volley Näfels
Centre Sportif Unil SOS II Dorigny-Lausanne, Samstag 30. Januar 2016. 17:30 h

Wie läuft es in Lausanne: Augen zu oder hellwach?