Harte Bauchlandung als Weckruf?
Die unerwartete und an Deutlichkeit kaum zu überbietende Heimniederlage von Seat Volley Näfels gegen Pallavolo Lugano mit 0:3 (10:25, 19:25, 22:25) war schmerzlich. In Näfels ist man aber zuversichtlich, dass dies nur ein Ausrutscher war und erinnert sich dabei an letztes Jahr, als man gegen Lugano ebenfalls klar verlor.
Vor gut einem Jahr, am 13. Februar 2011, erlebte Näfels gegen Lugano eine ähnliche Enttäuschung wie am letzten Samstag gegen denselben Gegner. 1:3 verlor man damals im Tessin und brachte sich so selber in Rücklage um die Finalqualifikation. Diese Niederlage damals war aber gleichzeitig der Startschuss Richtung Meistertitel. Genau dies war dann nach dem Schlusspfiff das Thema, als die Mannschaft mit hängenden Köpfen im Kreis zusammentrat: „Letztes Jahr verloren wir gegen Lugano auch, ebenfalls mit einem Katastrophenauftritt. Danach wurden wir Meister – das machen wir wieder so.“
Nach dem Spiel ist vor dem Spiel
Captain Büsser sah kaum etwas, das seinem Team wirklich gelang: „Heute zog jeder seinen schlechten Tag ein. Vielleicht war es die Pause, die uns aus dem Rhythmus brachte, obwohl wir gut trainierten. Ich kann mich kaum erinnern, dass wir so schlecht waren wie heute. Das ganze Team versagte, kein einziger ragte heraus. Jetzt schauen wir aber vorwärts. Im nächsten Spiel gegen Leader Schönenwerd wird man ein ganz anderes Näfels sehen. Ein Näfels, das zeigt, was es kann.“
Prophet Kalny
Bereits vor drei Wochen und nach dem Auftaktsieg in Amriswil äusserte sich Coach Matus Kalny skeptisch zum langen Unterbruch. „Jetzt wissen wir, diese Pause tat uns nicht gut.“ Er meinte auch, dass das Team zu selbstsicher war, im Spiel dann aber diese Selbstsicherheit nicht in Taten umsetzten konnte. Kalny weiter: „Es war sehr hart für uns. Wir fanden den Rhythmus einfach nie. Lugano war aber auch sehr gut auf uns eingestellt, besonders mit den Services des Passeurs, welcher in jedem Satz viele direkte Punkte buchte. Wir waren nicht in der Lage, darauf zu reagieren.“ Genau diese Services sieht auch Luganos Captain David Hübner als den entscheidenden Punkt für den letztlich so klaren Ausgang: „Die neun „Asse“ unseres kubanischen Passeurs Moreno Maikel Salas zum Auftakt des Spiels haben uns begünstigt und es uns einfach gemacht, gleichzeitig aber den Gegner verunsichert und ihn nervös werden lassen.“
Präsidiales Riesenkompliment
Etwas wirkliches Positives gibt es aus der lintharena aber trotzdem zu berichten. Die Zuschauer sorgten zusammen mit dem Fanclub für viel Stimmung und Lärm in der Halle. Präsident Martin Landolt dazu: „Ich bedanke mich bei den Zuschauern und möchte ihnen ein riesiges Kompliment machen für diese grossartige Unterstützung. Das Publikum versuchte bis zum Schluss die Mannschaft „herauszulupfen“, umso trauriger, dass dies nicht gelungen ist.“
SEAT Volley Näfels - Pallavolo Lugano 0:3 (10:25, 19:25, 22:25)



























































































