Goldenes Händchen von Polak führte zur grossen Wende
Biogas Volley Näfels gewinnt zum neunten Mal den Swiss Volley Cup und erreicht damit das wichtigste Saisonziel – einen Titel.
Wir haben uns einen Titel zum Ziel gesetzt, den haben wir heute gewonnen, meinte Teammanager Ruedi Gygli, der in dieser Saison noch selten so strahlte wie nach diesem Sieg. Auf die Frage, was nach dem harzigen Start mit dem klar verlorenen ersten Satz und dem 6:10 Rückstand im zweiten Satz zur Wende führte, antwortete der Teammanager: „Der Wechsel von Steven Gotch zu Kyle Friend war das Entscheidende. Gegen LUC brauchen wir gute Annahmen, und die Hereinnahme von Friend führte genau dazu. Alle waren ab diesem Moment in der Annahme wirklich gut.“ Dank dieser guten Annahmen konnte auch Passeur Marco Gygli sein Können in die Waagschale werfen. Er spielte fortan hervorragend und setzte alle seine Angreifer optimal ein. Biogas Volley Näfels fand den Tritt immer besser und begeisterte seine Anhänger immer mehr, sowohl mit eindrücklichen Angriffen und spektakulären Verteidigungsaktionen. Es war schlicht ein sehr gelungener Auftritt des ganzen Teams – und jeder Spieler hatte immer wieder eine Trumpfkarte auf Lager, die stach. Lausanne konnte dem nichts dagegenhalten und war ab dem dritten Satz immer in Rücklage.
Dass es aber anfänglich ganz anders aussah, das sah auch Dalibor Polak so. Er meinte zum harzigen Start: „Lausanne hat im ersten Satz unglaublich stark serviert, dazu auch anders gespielt als wir dies erwarteten. Ab dem zweiten Satz aber lief das Spiel dann so wie wir uns darauf eingestellt hatten.“ Polak war aber auch sehr glücklich, dass seine beiden Wechsel – er setzte ab Satz zwei auf Zlatko Pulko für Fabian Martinez und Kyle Friend für Steven Gotch – genau die Wirkung hatten, die er sich erhoffte. Er lobte seine beiden Einwechselspieler sehr, wollte aber auch keine Kritik an den beiden ausgewechselten Spielern ausüben. Die neue Teamzusammensetzung passte einfach an diesem Tag ausgezeichnet.
Teamcaptain Marco Gygli strahlte wie sein Vater: „ Es ist super – wir wussten dass wir LUC schlagen können. Nach dem missglückten Start kämpften wir weiter, verbesserten uns in allen Belangen etwas und spielten das, was wir können. Entscheidend war, dass wir den zweiten Satz noch wenden konnten.“
Jan Krba, der zum MVP von LUC gewählt wurde, war persönlich nicht zufrieden mit seiner Leistung. Er sagte; „Es war nicht gerade ein Desaster, aber meine Leistung war keine gute. Ich machte zu viele Fehler, und vor allem meine Services kamen heute nicht wie gewünscht.“ Zum ersten Satz, den LUC klar dominierte sagte er: „Wir servierten gut, unsere Annahme war gut, es war ein einfaches Spiel für uns – sehr viel einfacher als das Spiel ab dem zweiten Satz.“ Ein Grund dieses Abbaus war gemäss Lausanne UC Trainer Georges-André Carrel auch die Verletzung von Jovan Djokic: „Er hat in letzter Zeit nur wenig gespielt und baute ab dem zweiten Satz stark ab. Aber nicht nur er, auch Rivas bekundete im Verlauf des Spiels grosse Mühe“, erklärte Carrel das Nachlassen seines Teams.
Matchtelegramm
Biogas Volley Näfels - Lausanne UC: 3:1 (18:25, 25:23, 25:21, 25:20)
Final Cornèrcard Volley Cup
St.-Leonhard-Halle, Fribourg, Samstag 2. April 2016, 17:00 h
Spieldauer 113 Minuten
Zuschauer: 2750
SR: : Stanisic Sascha, Sikanjic Aleksander
Biogas Volley Näfels:
Startformation: Gygli (Passeur, Captain), Sutter (Libero), Godoy, Pollock, Ehrat, Martinez, Gotch
Einwechslungen: Walzer, Milanez, Friend, Pulko, Wunderle
Trainer: Dalibor Polak
Assistenz-Trainer: Mani Müller, Robin Bhaggen
Lausanne UC:
Startformation: Julien Carrel (Passeur, Captain), Daniel (Libero), Krba, Dustinac, Klein, Rivas, Djokic
Einwechslungen: Zeller, Altanov, Krause, Hominal
Trainer: Georges-André Carrel
Assistenz-Trainer: Michel Dufaux




























































































