Samstag, 15. November 2008; 23:14
Allgemein

Goldener Herbst im Tessin für Näfels nach knappem Sieg

Von: Köbi Hefti

SEAT Volley Näfels setzte sich nach einem spannenden und abwechlungsreichen Spiel gegen Lugano mit 3:2 durch. Die Glarner zeigten sich kämpferisch und holten einen 2:1 Rückstand auf.

Das Spiel kam nur zaghaft auf Touren. Der Kampf überwog die Klasse bei beiden Teams. Lugano spielte eine Spur besser und lag deshalb immer in Führung. Bei Stand von 11:8 für Lugano nahm Trainer Carvalho ein Time out. Mit energischen Worten und Gesten sprach er zur Mannschaft. Zudem machte er einen Doppelwechsel von Brander und Bedrac zu Bruno und Gygli. Die Wirkung blieb nicht aus. Gepaart mit sehr guten Services von Gaft holte Näfels den Rückstand auf. Endlich brachte  auch Näfels Angriffspunkte ins Trockene und glich zum 15:15 aus. Doch diese Aufhole war nur von kurzer Dauer. Lugano gewann den Auftakt mit 15:22.

 

Richtige Antwort auf den Satzverlust

Nach der schwachen Leistung im ersten Satz erwachte Näfels im zweiten Durchgang. Service, Angriff und Verteidigung waren wie ausgewechselt. Dazu machte Lugano nun deutlich mehr Fehler. Vor allem die Services waren fehleranfällig und somit bei weitem nicht mehr so wirkungsvoll wie zu Beginn des Spiels als Näfels damit grosse Mühe bekundete. Näfels lag von Beginn des Satzes immer in Führung. Sie distanzierten die Gastgeber und konnten beruhigt auf die Anzeigetafel schauen die Spielstände von 8:4 und 16:9 zeigte. Dann kamen die Angriffe der Glarner etwas in Stocken. Lugano holte wieder auf bis zum Stand von 21:17. Ein Service- und zwei Angriffsfehler bremsten aber den Aufholzug und Näfels gewann den zweiten Satz mit 25:17.

 

So positiv verwandelt wie Näfels im zweiten trat Lugano im dritten Satz auf. Kaum Fehler und erneut viel Druck bei Service und Angriff führten zum komfortablen Vorsprung von 8:5. Dann wechselte der Trainer für den Rest der ganzen Partie auf der Passeurposition Gygli für Bedrac. Es brauchte etwas Aufwärmzeit bis das Spiel mit dem gewechselten Regisseur auf Touren kam. Lugano tat sich schwer mit Andy Sutters Floatservices dazu gelang Brander in dieser Phase alles was zum Gleichstand von 15:15 führte. Diese Aufholjagd war aber aus Näfelser Sicht nur ein Strohfeuer. Auch die Einwechslung von Bruno konnte das Blatt nicht mehr wenden. Lugano setzte sich ab und gewann den Satz mit 25:22 Punkten.

 

Yes we can

Können wir dieses Spiel noch wenden fragten sich die mitgereisten Fans? Die Antwort folgte zu Beginn des vierten Satzes, als sich Näfels dank des sehr effizienten Angriffsspiels deutlich absetzte. 8:4 legten sie vor. Ein Durchhänger liess diesen Vorsprung dahin schmelzen und Lugano ging gar in Führung.  Dieses Vorlegen und sich wieder einholen lassen gab es in diesem Satz ein zweites Mal nach einer 15:10 Führung der Glarner. Bis zum 21:21 schien jeder Ausgang möglich. Doch dann setzte Seat Volley Näfels zum Schlussspurt an und rettete sich nach dem 25:22 Satzgewinn in die Kurzentscheidung.

 

Eindrücklicher Schlussspurt

Das Tie-Break begann für Lugano schlecht – mit einem Servicefehler. Näfels wirkte sehr entschlossen, nutzte seine Chancen konsequent und legte deutlich bis zum 8:2 vor. Das war praktisch schon die Entscheidung. Lugano agierte in dieser Phase unglücklich und fehleranfällig. Näfels verwaltete diesen Vorsprung sicher und gewann das Tie-Break überlegen mit 15:7.  

 

Matchtelegramm:

 

Lugano - Cadempino, Palamondo: 15.11.2008, 20:00

Spieldauer  109 Minuten

Zuschauer: 50   

 

Pallavolo Lugano - SEAT Volley Näfels 2:3 (25:22, 17:25, 25:22, 22:25, 7:15)

 

Pallavolo Lugano: Pehar (Passeur),  (Captain), Howe (Libero), Chong, Romeo, Little, Malpeli; Tomasetti, Jockovic, Faria  

Spielertrainer: Roberto Malpeli

 

SEAT Volley Näfels: Bedrac (Passeur), Andy Sutter (Captain), Werner (Libero),  Gaft, Silvio, Brander, Roman Sutter; Gygli, Bruno, Tchello; Pfister und Suter abwesend (mit 1. Liga Team im Einsatz).
Trainer: Leo Carvalho   

 

1.SR: Stanisic Sascha

2.SR: Fonio Patrick