Glarner Duell im Ländle
Am Sonntag beginnen die Volleyball-Playoffs. Seat Volley Näfels trifft im Viertelfinal auf VBC Voléro Zürich. Das Spiel findet am Sonntag im Ländle in Schaan statt.
Es ist aussergewöhnlich, dass ein Spiel um die Schweizer Meisterschaft im Ausland ausgetragen wird. Am Sonntag ist es aber soweit. Die VolleyballSchule Liechtenstein und der VBC Vaduz sind die Gastgeber des ersten Spiels im Playoff Viertelfinal zwischen Seat Volley Näfels und VBC Voléro Zürich. Das Spiel wird am Sonntag um 17:30 in der Sporthalle Resch in Schaan angepfiffen. Die Viertelfinals werden nach dem Modus best-of-3 ausgetragen.
Weltklassevolleyballer als Lehrmeister
„Wir haben das Spiel nach Liechtenstein geholt, weil wir hoffen, dass dieses Spiel den Aufschwung des Volleyballs im Ländle beschleunigen wird“, sagt Edwin Benne. Er ist der Leiter der vor zwei Jahren gegründeten VolleyballSchule Liechtenstein, welche einen sehr guten Ruf hat und bereits mehr als hundert Mitglieder zählt. Der Holländer ist ein echter Volley Vollprofi. Edwin Benne war ein Weltklassespieler, bestritt fast 400 Länderspiele und gewann je eine Silbermedaille an den olympischen Spielen 1992 in Barcelona und an der EM 1993.
Dass Seat Volley Näfels sein Heimspiel im nahen Ausland austrägt, hat noch einen weiteren Grund. Der Schweizer Verband Swiss Volley empfiehlt seinen Teams, als Volleyball-Botschafter in der Region zu wirken. Mit diesem Gastspiel von Schweizermeister Näfels wird diese Empfehlung in die Tat umgesetzt. Zugleich wird damit die Partnerschaft zwischen den Volleyballverbänden der beiden Länder unterstrichen.
Wiedersehen mit vielen Ehemaligen
Auch wenn Seat Volley Näfels nicht in der heimischen linth-arena spielt, gegen die Zürcher von Voléro ist der Meister der ganz grosse Favorit. Verlieren verboten heisst das Motto, obwohl nicht alle Spieler fit sind. Allerdings dürfte die Aufgabe gegen die Zürcher nicht mehr so leicht sein wie in den beiden bisherigen Spielen, als es zwei klare 3:0 Siege gab. Voléro, in dessen Reihen drei ehemalige Spieler von Näfels stehen, hat zuletzt drei Siege in Serie gefeiert und steht im Gegensatz zu Näfels im Cup-Halbfinal. Ivan Bedrac, der langjährige Spieler von Näfels und jetzt jüngster Stammspieler von Voléro sagt denn auch: „In letzter Zeit lief unser Spiel gut. Es ist uns immer besser gelungen, über längere Phasen konstant gut und konzentriert zu spielen. Auch ich selber bin jetzt nicht mehr so nervös, wie zu Beginn der Saison. Ich habe mich daran gewöhnt, dass ich als Passeur Verantwortung übernehmen muss.“ Die Chancen, dass sein Team die Sensation schafft, schätzt er klein ein: „Wir sind der klare Aussenseiter. Näfels ist uns technisch und körperlich klar überlegen“.
Im Gegensatz zu Näfels’ Captain Roman Landolt, der sich auf das Spiel in der neuen Umgebung und vor einigen hundert Zuschauern freut, bedauert Bedrac wie auch seine beiden Teamkollegen Castro und Zingg, welche wie er früher bei Näfels spielten, dass sie nicht „zu Hause“ im SGU spielen können.


























































































