Gigantenduell im Supercupfinal
Näfels hat beim Supercup in Lausanne den Final erreicht, wo mit Chenois derTitelverteidiger wartet. In den Gruppenspielen gegen Sursee, Andwil-Arnegg und Amriswil zeigten die Näfelser kaum Schwächen.
Der erste Tag des Supercups in Lausanne verlief, ganz anders als letztes Jahr, zur Zufriedenheit der Näfelser Delegation. Mit den Siegen gegen Sursee (25:17, 25:18) und das für Volero Zürich in die NLA (Volero zog sein Männerteam zurück) nachgerutschte Andwil-Arnegg (25:19, 31:29) erfüllten die Näfelser ihre Pflichtaufgaben mehr oder weniger souverän. Gegen Andwil, dessen Kader nur mit Schweizer Spielern bestückt ist, probierte Näfels' Trainer Juan-Manuel Serramalera taktische Varianten aus, die sich im zweiten Satz, wie das knappe Resultat zeigt, nicht immer als erfolgsversprechend herausstellten.
Grösserer Kampfgeist entschied
Aber auch das Schlüsselspiel um den Finaleinzug von heute Sonntag gegen Amriswil meisterte Seat Volley Näfels relativ sicher. Nach gewonnenem Startsatz (25:22) fielen die Näfelser in das von den Testspielen her bekannte Loch, verloren den zweiten Durchgang mit 20:25, fingen sich wieder auf und entschieden das Tiebreak mit 15:12 für sich. Ausschlaggebend für die Näfelser war schliesslich ihr grösserer Kampfgeist, der stärkere Wille zum Sieg, denn sie wollten unbedingt in den Final vorstossen.
Ein besonderes Spiel war es vor allem für den neuen Näfelser Passeur Marco Bär, der lange bei Amriswil gespielt hatte. "In meiner Brust schlug ein gespaltenes Herz", sagte er nach dem Spiel. Von der speziellen Affiche liess er sich nichts anmerken und spielte solide und musste sich vorab im zweiten Satz über mangelnde Laufarbeit nicht beklagen. Da die Annahme nicht mehr so sauber agierte wie noch im ersten Satz, musste Bär zeitweise auf dem halben Feld umherrennen, um die Zuspiele richtig zu timen. Ohne genaue Pässe verliert Marcus Osias gewaltig an Durchschlagskraft. Libero Daniel Werner wird sich im Verlauf der Saison bestimmt noch zu steigern wissen. Ihm war die Doppelbelastung etwas anzumerken, hat er doch neben den Prüfungen in der Annahme auf dem Volleyballfeld auch beruflich noch Prüfungen zu absolvieren. Teammanager Ruedi Gygli jedenfalls nahm die verbesserungsfähige Vorstellung von Daniel Werner nicht tragisch: "Solange wir auch gewinnen, wenn der Libero nicht so gut spielt, ist das immer noch gut."
Andy Sutters Steigerung
Zum grossen Aktivposten im Näfelser Spiel ist indes Andy Stutter gerden. Athletisch verbessert, psychisch gestärkt hat er den berühmten Knopf geöffnet und fällt durch gute Aktionen auf. Seine Steigerung im Vergleich zum letzten Jahr sürfte auch darauf zurückzuführen sein, dass er jetzt spürt, dass er gebraucht wird, dass man auf ihn zählt.
Heute Sonntag um 16.30 Uhr kommt es in Lausanne nun zum grossen Sowdown im Final des Supercups zwischen Näfls und Chênois. Der Dominator der letzten Saison setzte sich in der anderen Gruppe gegen Lausanne, Lugano und Aufsteiger Münsingen durch.
RESULTATE SUPERCUP 2006 IN LAUSANNE
Männer
Vorrunde (2 Gewinnsättel. Gruppe A: Chênois - Münsingen 2:0. Lausanne UC - Lugano 0:2. Münsingen - Lausanne 0:2. Lugano - Chênois 1:2. Münsingen - Lugano 1:2. Chênois - Lausanne UC 2:1.
Rangliste (je 3 Spiele): 1. Chênois 6. 2. Lugano 4. 3. Lausanne UC 2. 4. Münsingen 0.
Gruppe B: Amriswil - Andwil-Arnegg 2:0. Näfels - Sursee 2:0. Andwil-Arnegg - Näfels 0:2. Sursee - Amriswil 0:2. Andwil-Arnegg - Sursee 0:2. Amriswil - Näfels 1:2.
Rangliste (je 3 Spiele): 1. Näfels 6. 2. Amriswil 4. 3. Sursee 2. 4. Andwil-Arnegg 0.



























































































