Gelungener Saisonauftakt für Volley Näfels
Beim ersten Heimspiel der Saison liefern sich Volley Näfels und Lausanne UC eine spannende und unterhaltsame Partie, welche die Glarner mit 3:1 für sich entscheiden.
Das stark erneuerte Team von Volley Näfels liess sich offensichtlich vom Motto leiten, dass es keine zweite Chance für einen ersten Eindruck gibt, und hinterlässt eine ausgesprochen sympathische Visitenkarte.
Ein Marathon zum Start
Dass die Zuschauerinnen und Zuschauer ein äusserst unterhaltsames Spiel zu sehen bekamen, war beiden Teams zu verdanken. Sie beeindruckten mit Kampfgeist und starken Verteidigungsleistungen, angeführt von zwei Passeuren, die mutig und risikofreudig schnelle Spielzüge suchten.
Auch wenn den Spielern und Trainern von Volley Näfels die Vorfreude auf das erste Spiel ins Gesicht geschrieben stand, startete das Team kaum nervös. Mit soliden Annahmen und variantenreichen Services konnte Lausanne auf Distanz gehalten werden. Erst gegen Ende des ersten Satzes gelangt es den Gästen, über starke Angriffe den Druck zu erhöhen. Von da an schenkten sich die Teams nichts mehr und begeisterten mit langen und spektakulären Ballwechseln. Insgesamt 11 Satzbälle, 6 für Lausanne und 5 für Näfels schrieben die Geschichte des ersten Satzes, bis der Näfelser Captain Nikolov mit einem «Monsterblock» den Satz für 35:33 beendete.
Auch im zweiten Satz verzeichnete Volley Näfels den besseren Start, liess sich aber diesmal die Butter nicht mehr vom Brot nehmen und sicherte sich den Satz mit 25:19. Der dritte Satz schien lange identisch zu verlaufen, bis Lausanne seine Fehlerquote reduzierte und sich hartnäckig ins Spiel zurückkämpfte. Mit 21:25 verkürzten sie absolut verdient auf 1:2.
Nervenkitzel bis zum Schluss
Der vierte Satz war von Beginn weg ein engagiertes Kopf-an-Kopf-Rennen. Die Gäste zeigten keinerlei Anzeichen, das Spiel aufgeben zu wollen. Hüben und drüben wusste man mit Teamgeist und Einsatzfreudigkeit zu gefallen. Gleichzeitig überzeugte Näfels mit Geduld und liess sich vom hartnäckigen Widerstand nicht aus der Ruhe bringen. Und als dann der vierte Matchball sass, feierte das Heimteam mit 25:23 den gelungenen Start in die neue Saison.
Als wertvollster Spieler bei Näfels wurde mit Jonas Peter der omnipräsente Libero ausgezeichnet. Er meinte nach dem Spiel, die Chancenauswertung dürfe noch besser werden. Aber: « Es war wertvoll, die engen Sätze knapp für uns zu entscheiden. Das gibt uns Selbstvertrauen.»
Auch Headcoach Verdi zeigte sich zufrieden und erleichtert. Den Unterschied hätten insbesondere Annahme und Service ausgemacht. Dass sein Team stets die Nerven behalten hatte, überraschte ihn hingegen nicht: «Klar sind das sehr junge Spieler. Aber man darf nicht vergessen, dass sie teilweise schon mehrere Jahre internationale Erfahrung haben.»
Tatsächlich überzeugte Volley Näfels nicht nur mit Spielfreude und Mut, sondern auch mit Nervenstärke und Geduld. Bereits am Samstag geht es in St. Gallen weiter, dank dieses Startsiegs gegen Lausanne wohl mit deutlich weniger Druck.
Näfels - Lausanne 3:1 (35:33, 25:19, 21:25, 25:23)
Lintharena Näfels - 150 Zuschauende - Spieldauer: 129 Minuten
Schiedsrichter: C. Schemeth, Y. Kälin
Näfels: Bartholet, Bogdanovski, Broch, Deecke, Denis Cabanas, Figueiredo, Hesselholt, Nikolov (Captain), Peter, Schmid, Schwitter, Vazquez. - Coaches: Verdi, Mattioni
Lausanne: Favre, Luong, Ineichen, Zaugg, Matheney, Ketrzynski, Burgi, Montavon, Schneider, Dijkstra, Ezeonu, Bayet, Steyaert. - Coaches: Gallesio, Brunetta




























































































