Sonntag, 27. Januar 2013; 09:30
NLA

Geglückter Start von Volley Näfels in der Playoff Runde

Von: Köbi Hefti

Volley Näfels bezwang Lausanne UC mit 3:1 (25:19, 25:21, 23:25, 25:20) und revanchierte sich für die schmerzliche Niederlage vor drei Wochen im Cup Viertelfinal. Der Auftritt von Näfels überzeugte. Die Polak-Truppe zeigte sich in allen Belangen stark verbessert im Vergleich zu den beiden Auftritten am Jahresanfang.

Teammanager Gygli, der das Spiel von aussen verfolgte, war nach dem Spiel gut gelaunt. „Es war ein gutes Spiel und wir holten die drei Punkte, die wir forderten. Ich war mit dem Auftritt durchwegs zufrieden“, zog er Bilanz. Es war in der Tat ein grosser Unterschied zwischen dem Cup-Spiel gegen denselben Gegner vor drei Wochen und dem gestrigen Auftritt festzustellen. Die Mannschaft trat geschlossen auf, spielte über weite Strecken sehr konzentriert und liess LUC nie richtig ins Spiel kommen. Anders tönt es bei den Vaudois. Sie hätten sich nach dem Ausscheiden im Cup vor Wochenfrist noch nicht wieder gefangen. Julien Carrel, der zweite Passeur von LUC analysiert: „Im Cupspiel gegen Näfels waren wir sehr gut vorbereitet, taktisch wie auch physisch. Damals machten wir alle wichtigen Punkte. Doch nach dem schlechten Spiel im Halbfinal gegen Amriswil vor einer Woche hatten wir Mühe wieder auf die Beine zu kommen. Und so vermisste ich auch heute die Motivation in unserem Team.“

Ein Start nach Mass

Das Spiel begann für Näfels ganz nach seinem Geschmack. Schon beim ersten Time-out lagen die Glarner mit 8:4 vorne. Dabei überzeugte die Art und Weise des Spiels. Zwei Angriffe durch die Mitte wie drei direkte Blockpunkte zeigten, dass die Mannschaft hellwach war. Näfels war und blieb in diesem Satz bis zum Satzende das tonangebende Team. Erst als die Vorentscheidung in diesem Satz gefallen war und Altmeister Jagomir Grün - einst Teamkollege von Dalibor Polak bei Chênois - beim Stand von 15:9 ins Spiel kam, änderte sich das Bild etwas. Eine Wende gab es aber nicht, Näfels sicherte sich Umgang eins mit 25:19 diskussionslos.

Entscheidende Big Points

Satz zwei war zu Beginn beidseits etwas zerfahren. Meist lag Volley Näfels leicht in Front. Zwischendurch vermochte LUC jedoch immer wieder den Anschluss zu schaffen und das Score auszugleichen, zumindest bis zur Satzmitte. Doch die Polak-Truppe bewies in dieser Phase, dass sie einen Schritt nach vorne gemacht hat. Gleich mehrfach konnte sie scheinbar schon verlorene Punkte in extremis doch noch retten und danach gleich auch noch selber den Punkt buchen. Diese Big Points machten in diesem Satz den entscheidenden Unterschied aus. Dies führte dazu, dass LUC etwas die Hoffnung verlor und gegen Satzende immer mehr in Rückstand geriet, dies obwohl bei Näfels nicht mehr alles so am Schnürchen lief wie noch zu Beginn des Spiels. Am Ende ging aber auch der zweite Satz mit 25:21 an Näfels. 

Wie schon so oft - die Pause tat dem im Rückstand liegenden Team sehr gut. LUC war im dritten Satz den Gastgebern ein ebenbürtiger Gegner. Meist lagen die Gäste aus Lausanne knapp vorne. Bei den technischen Timeouts mit 8:7, 16:15. Als LUC gar drei Punkte zum 20:17 vorlegte, schien der Satz weg zu sein. Doch Näfels konnte nochmals kontern und gar 23:22 in Führung gehen. Doch mit drei Punkten in Folge, darunter ein Servicefehler von Näfels und ein glücklicher Netzroller-Service, sicherte sich LUC den Satz mit 25:23.

Zauberbälle im vierten Satz

Dieser aus Glarner-Optik unnötige Satzverlust weckte bei ihnen neue Energien. Im vierten Satz spielte Näfels sehr kraftvoll und überzeugend. Dabei fanden alle Angreifer immer besser zu Ihrer Form. Dazu trug auch Passeur Bedrac viel bei, indem er einige  äusserst sehenswerte Bälle aus dem Ärmel zauberte. Vor allem die Angriffe aus der Mitte des Rückraumes waren eine Augenweide und eröffneten Pulko und Kankaanpää die Chance zu brillieren. Es stand nie zur Diskussion, wer diesen Satz gewinnen würde, denn Näfels hatte einen richtig guten Lauf. Dies auch dann noch, als Polak und Bedrac für Gygli und Ugi Ilic Platz machten. Näfels gewann den Satz mit 25:20 und sicherte sich so die drei budgetierten Punkte verdient.

 

Matchtelegramm

Lintharena sgu, Näfels, 26. Januar 2013, 17:00 

Spieldauer  100 Minuten

Zuschauer: 150

Volley Näfels - Lausanne UC  3:1 (25:19, 25:21, 23:25, 25:20)

 

Volley Näfels:

Bedrac (Passeur), Werner (Libero), Ehrat, Pulko, Stefan Ilic, Kankaapää, Polak; Gygli, Büsser (Captain), Nico Beeler, Ilic Ugliesa

Spielertrainer: Dalibor Polak, Coaches: Pedro Carolino, Mani Müller

Lausanne UC

Warynski (Passeur), Benoît (Libero), Vasic (Captain), Usiljanin, Bueschi, Seifert, Djokic;  Vautier, Carrel, Grün, Roger, Chandon

Head-Coach: Trouvé

 

1. SR: : Nellen Christian

2. SR: Wüthrich Matthias