Favoriten setzten sich in Cupfinals durch - Voléro souverän, Näfels mit Mühe
Die Favoriten setzten sich in den Finals des PAX Schweizer Cups in Bern durch. Während die Frauen von Voléro Zürich gegen Köniz problemlos 3:0 gewannen, bekundete bei den Männern Näfels gegen Lugano mehr Mühe und siegte "nur" 3:1.
Lugano überraschte positiv und forderte den erstgenannten Meisterschaftsanwärter bis aufs Letzte. Die Tessiner gewannen den ersten Durchgang (25:17) und wären später beinahe noch zum 2:2-Satzausgleich gekommen. Sie vergaben aber eine 24:21-Führung und verloren den Durchgang schliesslich 26:28. Letztlich realisierte Näfels verdient den siebten Cupsieg im elften Anlauf. Letztmals hatte das bisher konstanteste Team der Saison vor zwei Jahren -- damals noch in Freiburg -- triumphiert. "Wir haben auch in heiklen Momenten die Ruhe bewahrt. Das spricht für unsere junge Mannschaft."
Eine Schlüsselrolle bei den Glarnern spielten die Brüder Roman und Andy Sutter. Als Näfels-Trainer Juan Manuel Serramalera im zweiten Satz den erst 18-jährigen Roman Sutter einwechselte, fand Näfels zu seinem Spiel. Zusammen mit seinem älteren Bruder Andy (21) führte er sein Team zum Gewinn des zweiten Satzes und letztlich auch zum Sieg. Plötzlich funktionierte der Block und auch im Angriff konnte der Favorit erfolgreich punkten. Zu Beginn hatte beim Favoriten nicht viel zusammengepasst.
Lugano, das in der Meisterschaft gegen Andwil-Arnegg gegen den Abstieg kämpfen muss, hielt sich in seinem zweiten Cupfinal, 15 Jahre nach dem Erfolg gegen Lausanne gut. Die "Wundertüte" der Liga überraschte vor allem im ersten Satz, als sie phasenweise in einen wahren Spielrausch verfiel. Und auch danach gab das Team von Trainer Dario Bettello nie auf. Am Ende machten den Tessinern die Nerven einen Strich durch die Rechnung, der Exploit aus dem Halbfinal (3:0 gegen Amriswil) liess sich nicht wiederholen. "Trotz der Enttäuschung sind wir zufrieden. Wir haben ein super Spiel gemacht. Näfels musste für den Sieg hart arbeiten", bilanzierte Dario Bettello, der Trainer Luganos.
Voléro wieder auf Kurs
Voléro realisierte den "Hattrick" und ging im dritten Final der Vereinsgeschichte zum dritten Mal in Folge als Sieger hervor. Der Erfolg des zuletzt zweifachen Double-Gewinners war verdient. Voléro scheint hat nach dem Tief im Dezember und Januar wieder zu seiner Form gefunden zu haben. "Wir haben heute als Team eine gute Leistung gezeigt und befinden uns für die finale Saisonphase auf Kurs", sagte der neue Trainer Velibor Ivanovic, der die Zürcherinnen als Nachfolger des entlassenen Miroslav Aksentijevic nun seit vier Wochen betreut, nach dem Spiel.
Die Zürcherinnen, die am 24./25. März im Hallenstadion als Gastgeber um den Champions-League-Titel mitspielen, bekundeten gegen Köniz nur im ersten Satz (25:21) Probleme. In der Folge deklassierten sie die Bernerinnen (25:10 im zweiten Satz) und kontrollierten die Partie (25:20 im dritten Durchgang) sicher. "Ich war überrascht, dass uns Köniz ab dem zweiten Satz nicht mehr Widerstand leistete", so Ivanovic. In der Meisterschaft hatte das Zürcher Starensemble gegen Köniz zweimal 2:3 verloren. "Im Gegensatz zu damals treten wir nun wieder als Einheit auf", zog auch Captain Robyn Ah Mow-Santos ein positives Fazit.
Aufgrund der beiden Siege in der NLA-Qualifikation hatte sich Köniz sicher mehr erhofft. "Natürlich stiegen wir nicht als Favorit in die Partie, aber wir setzten uns dennoch zu stark unter Druck", bilanzierte Köniz' Trainer Atay Dogu. Die Bernerinnen begannen stark und führten im ersten Satz 11:8. Doch danach kassierte der frühere Serienmeister acht Punkte in Serie und fand danach nie mehr richtig ins Spiel. "Diese Serie hat uns das Genick gebrochen. Kämpferisch kann ich meiner Equipe keinen Vorwurf machen, aber wir wollten zu viel und agierten dadurch zu verkrampft", so Dogu. Als kämpferisches Vorbild spielte sich Libero Sarah Rohrer in den Vordergrund, die als eine von nur zwei Schweizerinnen auf dem Feld eine ausgezeichnete Partie zeigte und die klar beste Akteurin war.



























































































