Freitag, 13. Januar 2006; 22:14
Allgemein

Exploit von Cupholder Näfels in Genf?

Von: Köbi Hefti

Nach dem gemächlichen Start ins neue Jahr kommt ein hartes Wochenende auf Seat Volley Näfels zu. Am Samstag gastiert der immer stärker spielende Aufsteiger Pallavolo Lugano im SGU. Am Sonntag reist Näfels für den Cup Viertelfinal zu Chênois nach Genf. Ein Sieg in diesem Spiel ist Pflicht, will Näfels den Cup verteidigen.

Meister und Cupsieger Seat Volley Näfels hat das neue Jahr gut begonnen. Die erste Aufgabe gegen Lutry mitten im Anbaugebiet der Lavaux-Weine haben wurde ohne grosse Schwierigkeiten und mit einem „fruchtigen Abgang“ erledigt. Doch die nächste Reise an den Genfersee, diesmal in die Region des Gamay zu „Grand Cru“ CS Chênois wird  schwieriger. Am Sonntagabend folgt dort das Higihlight mit dem Viertelfinal im Cup. In dieser Saison hat Näfels in allen drei Spielen gegen die Genfer nie seine normale Leistung abrufen können.

 

Erinnerung an alte Tugend

Captain Roman Landolt weiss, wo das Problem hauptsächlich liegt. „Wir müssen endlich das Gefühl ablegen, dass Chênois unschlagbar ist. Auch wenn wir Fehler machen und geblockt werden, wir müssen an unser Potential und Talent glauben. Wir können den Favoriten aus dem Cup werfen. Dazu ist es aber zwingend notwendig, dass jeder einzelne Spieler sich voll auf seine Aufgabe konzentriert und hundertprozentig bereit ist.“  Und zum Schuss erinnert er sich an alte Zeiten: „Der MTV Näfels ist schon einige Male unter Bedrängnis zur Hochform aufgelaufen. Ich hoffe, dass dies auch mit unserem neuen Namen am Sonntag der Fall sein wird. Hopp Seat Volley Näfels!“

 

Die Fans zum Jubeln bringen

Trainer Serramalera ist mit den Vorbereitungen seines Teams zufrieden. Es läuft gut, die Stimmung stimmt und einige Spieler sind in Hochform. Er hat sich seine Taktik zurechtgelegt und hofft, dass das Team diesmal seine Anweisungen in die Tat umsetzen wird. Dazu kann sich Näfels auch auf seine neuen Stärken besinnen. Wohl noch nie hat Näfels mit seinen Services so grossen Druck auf die Gegner entwickeln können wie in den letzten Wochen. Aber auch die Defensive mit Annahme und Feldverteidigung hat deutliche Fortschritte gemacht. Das entscheidende wird aber sein, dass Näfels als geschlossenes Team auftritt. Carlos Guerra: „Wir fokussieren uns voll und ganz auf dieses lange Wochenende. Die Vorbereitung und Motivation passen. Ich glaube wir haben ein grosses Team. Mit einer tollen Teamleistung werden wir den Weg in den Halbfinal schaffen. Wir wollen den Anhängern von Näfels etwas zurückgeben und sie zum Jubeln bringen.“  

 

Wie feurig sind die Dragons aus Lugano? 

Bereits am Samstag vor dem Cup-Hit gibt es in der linth-arena zur Einstimmung einen kräftigen Merlot del Ticino. Aus der Südschweiz reist Pallavolo Lugano ins Glanerland. Die Dragons (Drachen), wie das Team aus Lugano auch genannt wird, steigerten sich im Verlauf der Meisterschaft immer mehr. Am letzten Wochenende gelang ihnen beinahe die ganz grosse Überraschung. Der sympathische Aufsteiger führte mit 2:0 Sätzen gegen das grosse CS Chênois, bevor es am Ende doch noch eine 2:3 Niederlage absetzte. Trainer Bettello war nach diesem Spiel jedenfalls mit der Leistung seines Teams total zufrieden: „Heute waren wir nahe daran, gegen den ungeschlagenen Leader zu gewinnen.“ Näfels sollte jedenfalls gewarnt sein und diese Partie nicht auf die leichte Schulter nehmen. Ein Sieg mit einer konzentrierten Leistung ist die beste Vorbereitung für das kapitale Spiel vom Sonntag.