Eiskalte Dusche für Volley Näfels in Genf
Statt Punkte gab es für Näfels bei CS Chênois eine herbe Enttäuschung. 0:3 (12:25, 25:27, 18.25) gingen die Glarner sang- und klanglos unter. Im ersten und dritten Satz passte bei den Glarnern gar nichts zusammen. Nur im zweiten Satz konnten Sie dem amtierenden Meister Paroli bieten.
Schlechter als Näfels in dieses Spiel startete, geht es beinahe nicht. Nach gut drei Minuten hiess es 2:5. Das wäre zwar nicht aussergewöhnlich, doch die fünf Punkte der Genfer waren allesamt Geschenke, d.h. Fehler der Glarner. Weder Annahme noch Service gelangen, dazu waren auch die Angriffe erfolglos. Näfels konnte sich zwar nochmals kurz auffangen und bis zum technischen Time-out auf 6:8 verkürzen, doch das war es dann schon. Gleich darauf buchte Chênois acht, später nochmals vier Punkte in Folge. Bei den Genfern lief das Spiel wie am Schnürchen, alles passte zusammen. Ganz anders bei Näfels. Nichts gelang, die Stimmung betrüblich. Auch die zahlreichen Wechsel im Team brachten keine Besserung. Es kündigte sich bereits zu diesem Zeitpunkt an, das wird kein Näfelser Tag. 12:25 verlor Näfels den Startsatz.
Wenig fehlte…
Der zweite Satz zeigte dann, dass Näfels auch Volleyball auf einem guten Niveau spielen kann. Punkte statt Fehler prägten jetzt das Geschehen in Näfels‘ Spiel. Diese Steigerung brachte Näfels gar eine 8:6 und 16:11 Führung bei den Time-outs ein. Am meisten zu dieser Führung trug einmal mehr Altmeister Polak bei, der aggressiv und mit Überzeugung angriff, im Gegensatz zu den meisten seiner Mitspieler. Als es gar 20:16 stand, schien die Wende geschafft. Das Sprichwort wie gewonnen so zerronnen schlug dann aber voll zu. Chênois holte Punkt für Punkt auf, wehrte einen Satzball ab und holte sich auch den zweiten Satz unter der magistralen Führung von Carlos Guerra mit 27:25.
Die Pause bewirkte für einmal nichts Positives. Die Polaktruppe strahlte schon beim Betreten der Halle keine Zuversicht aus. Was dann folgte war eine Schlappe wie es diese Mannschaft noch nicht erlebte. Gleich am Anfang brummten die Rhonestädter den Glarnern acht Punkte auf. Näfels fand kein Mittel mehr, wurde geblockt und ausgespielt. Erst als sich bei Chênois mehr Fehler einschlichen und Meyer nicht auf dem Platz stand, konnte Näfels besser mithalten. Zur grossen Wende kam es aber nicht. Auch der dritte Satz ging mit 25:18 klar und verdient an den Meister.
Ratlosigkeit über das Weshalb
Niemand war unmittelbar nach dem Spiel in der Lage zu erklären, weshalb Näfels in Genf so schwach spielte. Auch Teammanager Gygli, der bei diesem Spiel als Coach amtete, war ratlos: „Ich weiss nicht, weshalb wir heute nicht ins Spiel gekommen sind. Es ging einfach nichts zusammen. Den zweiten Satz hätten wir aber zumachen müssen. Nachdem wir das jedoch verpassten, waren wir weg vom Fenster.“
Auf Seite der Genfer war man sehr zufrieden mit dem eigenen Spiel. Sie hätten sich sehr gut auf Näfels eingestellt, sagte Gustavo Meyer. Aber man war sich auch bewusst, dass Näfels einen schwarzen Tag einzog.
Matchtelegramm
Centre Sportif Sous-Moulin, Thônex, 2. Februar 2013 ; 18:00
Spieldauer 76 Minuten
Zuschauer: 220
CS Chênois - Volley Näfels 3:0 (25:12, 27:25, 25:18)
CS Chênois :
Mathews (Passeur), Kovar (Libero), Meyer (Captain), Abramov, Nacsa, Guerra, Dos Santos; Fellay, Haigrain, Schaller
Trainer/Coach: Mehmet Yilmaz
Volley Näfels:
Bedrac (Passeur), Werner (Libero), Büsser (Captain), Pulko, Stefan Ilic, Kankaapää, Polak; Ehrat, Gygli, Beeler, Ilic Ugliesa, Sutter
Spielertrainer: Dalibor Polak, Coach: Ruedi Gygli
1. SR: Wolf Christian
2. SR: Tschumi Heinz



























































































