Einsiedeln bringt auch Volley Näfels ins Straucheln
Gewonnen – nach hartem Kampf und schlechter Leistung, so das Fazit des Captains. Der VBC Einsiedeln war für Näfels in der Sporthalle Brüel ein fast zu schwieriger Gegner. Von allem Anfang war das Team von Trainer Ernst Rüdisüli bereit. Es kämpfte beherzt, war wach und konzentriert und forderte Näfels heraus. Kaum jemand hätte einen Sieg der Innerschwyzer als unverdient eingestuft. Am Schluss setzte sich der Favorit knapp mit 3:2 (23:25, 25:22, 25:18, 22:25, 15:13) durch.
Im ersten Satz lag Näfels nur gerade ganz zu Beginn in Führung. Danach war Einsiedeln das klar bessere Team, machte viel weniger Fehler und lag stets in Führung. Es gewann den ersten Satz verdient mit 25:23. Gleiches Bild in Satz zwei: Einsiedeln kämpfte, Näfels wollte seine Pflicht erledigen. So gingen die Platzherren immer klarer in Führung. Als sie 18:13 in Front waren, reagierte Näfels Trainer mit Wechseln. Zuerst kam Friend für Godoy, wenig später Ehrat für Walzer ins Spiel. Was danach folgte, war die beste und einzige Phase des Spiels, während der Volley Näfels seiner Favoritenrolle gerecht wurde. Es gelang den Satz zu kippen und ihn doch noch mit 25:22 zu holen.
Im dritten Satz fiel das Spiel der Einheimischen auseinander, dies auch deshalb, da ihr Diagonalangreifer Alex Milovancevic immer mehr Probleme mit seinem Rücken hatte, nachdem es ihm am Samstagmorgen im Rücken zwickte. Näfels gewann den Satz mit 25:18 ohne sich ausserordentlich anstrengen zu müssen. Im vierten Satz aber änderte sich das Bild wieder. Einsiedeln meldete sich zurück und ehe dies von Näfels wahrgenommen wurde, lag es 5:10 zurück. Diesen Rückstand konnte Volley Näfels nie mehr wettzumachen. Die wenigen Glanzlichter reichten dafür nicht. Bei Näfels fehlte zu viel, passte einiges nicht zusammen. Einsiedeln gewann diesen Satz völlig verdient mit 25:20. Im Entscheidungssatz fand zu Beginn kein Team den Rhythmus. Einsiedeln machte bis zum Timeout viel zu viele Fehler, dank denen Näfels beim Seitenwechsel 8:6 vorne lag. Danach aber bekam Näfels das grosse Kämpferherz der Einsiedler erneut zu spüren, welche beim 13:12 nur noch zwei Punkte vom Sieg entfernt waren. Doch mit drei Punkten in Folge von Pollock, Friend und Walzer, der einen „Penalty“ versenkte, konnte Biogas Volley Näfels die Niederlage doch noch abwenden.
Der Einsiedler Trainer Ernst Rüdisüli sass nach dem Schlusspfiff auf seiner Bank und wischte sich nach diesem nervenaufreibenden Spiel den Schweiss von der Stirn. Er war einerseits etwas traurig, dass Einsiedeln verlor, zeigte sich aber auch zufrieden. Auf die Frage, ob heute mehr drin gelegen wäre, antwortete er: „Ja klar. Wir hatten die Chance nach dem ersten auch den zweiten Satz zu gewinnen. Nachdem wir dies verpassten, holte es uns etwas vom Himmel runter. Wir können über gewisse Phasen ein wirklich gutes Niveau halten, wenn es aber nicht mehr so läuft, dann wird es für uns schwierig.“ Dies hänge auch mit dem Trainingsaufwand zusammen, der bei Näfels etwa drei Mal grösser sei und bei Ihnen dann auch den Kopf beeinflusse, ergänzte er.
Näfels enttäuschte in diesem Spiel. Trainer Dalibor sagte dazu: „Solche Spiele gewinnst du nur, wenn Du mit Herz spielst und das haben wir heute nicht gemacht. Dies hat nichts damit zu tun, wieviel wir trainieren. Nur zu sagen, dass es gut kommt, reicht nicht.“
Was mit einer positiven und kämpferischen Einstellung möglich ist, bewiesen die Einsiedler. Stellvertretend dafür kann der Auftritt des 22 jährigen Raphael Kälin herangezogen wurde, der den verletzten Diagonalspieler ersetzen musste. Noch und noch düpierte er die körperlich überlegenen Glarner. Nach dem Spiel sagte dieser: „Es machte Spass. Schade, dass wir das Spiel nicht mehr wenden konnten. Aber mit dem einen Punkt gegen Näfels und auch mit unserem Spiel dürfen wir zufrieden sein.“
Matchtelegramm
Sporthalle Brüel, Einsiedeln, Samstag 14. November 2015, 15:30 h
Spieldauer: 113 Minuten
Zuschauer: 170
VBC Einsiedeln - Biogas Volley Näfels 2:3 (25:23, 22:25, 18:25, 25:20, 13:15)
VBC Einsiedeln:
Startformation: Borgeaud (Passeur), Stiel (Captain), Husi (Libero), Schnüriger, Hensler, Milovancevic, Prajzler
Einwechslungen: Ulrich, Kälin, Wyss
Trainer: Ernst Rüdisüli
Assistenz-Trainer: Philippe Husi
Biogas Volley Näfels:
Startformation: Gygli (Captain, Passeur), Sutter (Libero), Godoy, Pollock, Walzer, Pulko, Martinez
Einwechslungen: Friend, Ehrat
Trainer: Dalibor Polak
Assistenz-Trainer: Manfred Müller, Robin Bhaggan
Schiedsrichter: Patrick Fonio, Nadine Wyler-Hefti



























































































