Eine starke Premiere
Die Volleyballer von Näfels sind gut in die neue NLA-Meisterschaft gestartet. Im ersten Spiel der Saison gegen Schönenwerd überzeugten die Näfelser in drei von vier Sätzen und gewannen mit 3:1
Nicht nur der Name hat sich bei Näfels auf diese Saison verändert (Näfels hat keinen Namenssponsor und heisst nun schlicht Volley Näfels), sondern auch die Gesichter änderten. Mit Samuel Ehrat (Rücktritt), Kai Aebli (Pause), Bojan Strugar und Ivan Zvicer (zu Kladno/CZ) verlor Näfels vier Spieler, dazu kamen noch die Wechsel von Coach und Assistenzcoach. Die neuen Verpflichtungen sind teilweise schon bekannt in Näfels. Mit Nico Beeler wurde Zvicer ersetzt, Błazej Podlesny kam für Kai Aebli, Leandro Mejia von Luzern soll die Lücke von Ehrat füllen, und Antti Ropponen kam für Strugar. Auch bei Schönenwerd gab es einige Veränderungen. Ulrich kehrte aus Italien zurück, ein neuer Diagonalangreifer aus Sri-Lanka, drei neue Mittelblocker und zwei neue Liberos formen die neue Mannschaft.
Kleiner Einbruch nach Superstart
Näfels startete gut in das erste Spiel der neuen Saison. Mit viel Druck am Service konnte es die Solothurner unter Druck setzen, doch Schönenwerd blieb hartnäckig und liess sich nicht abschütteln. Bei 14:13 waren es zwei Blockpunkte in Folge von Podlesny und ein Ass von Gian-Luca Thuner, die Näfels die entscheidende Führung einbrachten. Podlesny hämmerte danach mehrere Service-Geschosse in die Solothurner Reihen, darunter zwei Asse und brachte damit den ersten Satz mit 25:15 fast alleine ins Trockene.
Im zweiten Satz folgte die bittere Überraschung. Näfels spielte schwammig und geriet rasch 3:9 in Rückstand. Danach legte Beeler eine Service-Serie hin, um seine Mannschaft wieder ins Rennen zu bringen. Verstappen – der Coach der Solothurner – reagierte nach der Aufholjagd der Näfelser zum 9:10 mit einem Time-out. Offenbar fand er die richtigen Worte, denn Schöni ging erneut in Führung und gab diese nicht mehr ab.
«Im zweiten Satz hatten wir ein Tief. Ich versuchte, wieder etwas Energie aufs Feld zu bringen», kommentierte Thuner die Flaute. Diese Energie brauchte es sichtlich, damit die Mannschaft rund um Coach Matjaz Hafner im dritten Satz wieder besser starten konnte. Nach der zehnminütigen Pause merkte man den Spielern von Näfels an, dass sie sich durch den Satzverlust nicht beeindrucken liessen. Sie starteten souverän, machten kaum Fehler, während Thuner und Ropponen am Laufband punkteten. Im Handumdrehen lautete das Skore 13:6 für Näfels. Nach einem kurzen Aufbäumen sorgten vier Eigenfehler der Gäste für die Vorentscheidung. Näfels führte in den Sätzen 2:1
Der vierte Satz verlief ähnlich wie der vorherige. Näfels fand gut ins Spiel, machte kaum Fehler, während sich bei Schönenwerd immer mehr Ungenauigkeiten einschlichen. So entschied Näfels auch den vierten Satz mit 25:15 klar für sich und startete optimal in die neue Saison.
Charakter gezeigt
Der Näfelser Passeur Podlesny war von der Stimmung in der Lintharena überrascht, und auch Best-Player Thuner hatte lobende Worte für die Zuschauenden übrig: «Es war sehr speziell für mich. Ich stand zum ersten Mal in der Starting-Six, war zu Beginn etwas nervös. Aber ich bin immer besser ins Spiel gekommen. Es war eine Superstimmung in der Lintharena.»
Der neue Coach aus Slowenien, Matjaz Hafner, war zufrieden mit dem ersten Spiel seiner Mannschaft: «Für mich war das Beste, dass wir nach dem Verlust des zweiten Satzes Charakter zeigten und wieder zu unserem Spiel fanden.»
Matchtelegramm
Volley Näfels – Volley Schönenwerd: 3:1 (25:15, 20:25, 25:18, 25:15)
Lintharena, Näfels. – Spieldauer: 90 Minuten. – 250 Zuschauende.
SR: Kälin, Becker
Volley Näfels:
Startformation: Podleśny (Passeur), (8 Punkte), Küng (Libero), Beeler (4), Goldrin (17), Thuner (10), Nikolov (9), Ropponen (15)
Einwechslungen: Süess (0 Punkte), Lienhard (0)
Headcoach: Matjaz Hafner
Assistant Coach: Alvaro Jurado
Volley Schönenwerd:
Startformation: Giger (Passeur, Captain), (2 Punkte), Hasler (Libero), Taylor-Parks (5), Ulrich (7), Kolb (10), Rodriguez (5), Mahela Indeewara (11)
Einwechslungen: Gerson (4), Moser (0), Acklin (0), Schmid (0)
Headcoach: Johan Verstappen
Assistant: Adriatik Kajtazi

Team 2022/23: Das Ziel dieser Mannschaft ist, sich in die Top-4 vorzukämpfen

Best Player: Gian-Luca Thuner war das Energiebündel bei Näfels und sorgte für zahlreiche sehenswerte Aktionen

Neuer Zuspieler: Błażej Podleśny und seine Mitspieler fanden sich im ersten Ernstkampf bereits gut – Missverständnisse waren selten

Matjaž Hafner: Der neue Coach aus Slowenien zeigte sich während des Spiels sehr aktiv, kommunikativ und positiv

Gut lachen: Ilya Goldrin und seine Teamkollegen zeigten sich von einer positiven Seite und sorgten dafür, dass Näfels erstmals seit 2015 zum Saisonauftakt wieder einen Vollerfolg feiern konnte

Solothurner Sprungfeder: Der Diagonalangreifer von Schönenwerd, Bandara Mahela, beeindruckte durch seine Sprungkraft, doch hier kommt er nicht an Ilya Goldring vorbei und löst …

…grenzenlose Freude bei Goldrin und Nikolov aus

Ropponen mit Finessen: der neue Diagonalangreifer Antti Ropponen überzeugte mit seinem variantenreichen und athletischen Spiel

Nico Beeler: Ob Angriff, Service, Annahme oder Defense bewies er, welch kompletter Spieler er ist

Freude pur: Der Sieg mit 3:1 gegen Schönenwerd ist für alle eine grosse Freude und Erleichterung


























































































