Donnerstag, 13. Oktober 2022; 06:50
NLA

Ein schmerzvoller Abend für Volley Näfels in Griechenland

Von: Köbi Hefti

PAOK Thessaloniki hat nur im ersten Satz Mühe gegen Näfels, dann aber lassen die Favoriten nichts mehr anbrennen und gewinnen 3:1. Mehr als diese Niederlage schmerzt bei Näfels aber die Fussverletzung Goldrins.


Volley Näfels startete gegen den Favoriten Thessaloniki sehr gut in dieses Qualifikationsspiel des CEV Challenge Cups. Nach ausgeglichenem Beginn war es ein taktischer Wechsel, der Näfels auf die Erfolgsstrasse im Startsatz Satz führt. Coach Matjaž Hafner brachte Robin Lienhard für den Service, und der Glarner buchte gleich zwei Asse. Damit war der Weg frei für einen Teilerfolg. Einerseits waren es die durchwegs guten Leistungen der Glarner, anderseits die recht hohe Fehlerquote, welche das Score zugunsten der Glarner drehte. So wurde aus einem 9:12 Rückstand rasch eine knappe Führung.  Die druckvollen Services, die Blockarbeit und der grosse Kampfgeist überraschte die Griechen ganz offensichtlich. Näfels gewann den Satz mit 25:20. Ruedi Gygli, der ehemalige Teammanager, meinte dazu: «Es war ähnlich wie beim Spiel gegen Amriswil – eine echt starke Leistung.»

Die Antwort der Griechen
Doch Thessalonikis erfahrene Truppe wusste auf den Verlust des Startsatzes die richtige Antwort. Nur noch zu Beginn des zweiten Satzes gerieten die Gastgeber nochmals in Rücklage, nachdem Näfels dreimal bei eigenem Service punktete. Doch nach der 5:2 Führung war Schluss mit Breakpunkten für die Glarner. Die Griechen servierten fortan viel besser und so kamen die Annahmen nicht mehr derart gut ans Netz wie zuvor. So scheiterte Näfels immer wieder beim Side-out. Am Ende ging der Satz mit 25:20 an Thessaloniki.

Der folgenschwere Misstritt
Auch im dritten Satz kämpfte Näfels vorbildlich. Doch PAOK blieb das bessere Team. «Es war offensichtlich, dass die Griechen ein sehr erfahrenes Team sind», sagte Ruedi Gygli dazu. Trotzdem blieb der Satz offen, bis das Unglück geschah. Näfels’ Topscorer Ilyia Goldrin verletzte sich beim Stand von 8:9 ohne gegnerische Einwirkung am Fuss. Es war ein Schockmoment für Näfels und letztlich die Entscheidung in diesem Spiel. Die Schwere der Verletzung ist noch nicht klar, aber der Israeli dürfte im Rückspiel am kommenden Mittwoch kaum einsatzfähig sein. Näfels kämpfte zwar weiter, aber gegen diesen starken Gegner lag ohne Topscorer Goldrin nicht mehr viel drin. Die Satzergebnisse von 25: 15 und 25:13 zeigen, wie überlegen die Griechen am Ende waren.

Gut gekämpft
Immerhin gab es am Ende des vierten Satzes noch eine nennenswerte Randnotiz: Auf dem Feld standen nur noch Schweizer und so gab es für David Aebli und Gian-Luca-Thuner die Feuertaufe im Europacup.

Captain Marco Gygli meinte zum Spiel: «Anderthalb Sätze spielten wir gut mit und überraschten die Griechen. Doch dann spielten sie ihre Klasse immer besser aus und man sah, dass sie physisch einen Schritt voraus sind. Aber ich meine, dass wir gut gekämpft haben.»


 
Matchtelegramm

PAOK Thessaloniki - Volley Näfels: 3:1 (20:25, 25:20, 25:15, 25:13)

PAOK Palace Sport Thessaloniki, 400 Zuschauende. – Spieldauer: 95 Minuten.

SR: Micevskiv, Zotovic


Biogas Volley Näfels:
Startformation: Podleśny(Passeur), Küng (Libero), Beeler, Goldrin, Nikolov, Mejía, Ropponen
Einwechslungen: Gygli (Captain, Passeur), Süess, Thuner, Lienhard, Aebli

Headcoach: Matjaž Hafner

Assistant Coach: Álvaro Jurado Moreno

Bereit: Volley Näfels überrascht die Griechen von Paok Thessaloniki mit einem starken Auftritt und gewinnt den ersten Satz mit 25:20

Delegation plus: Die Mannschafft durfte auch in Griechenland auf Unterstützung aus dem Glarnerland zählen