Dienstag, 3. April 2018; 07:49
NLA

Drei Fragen an Marco Gygli, den ehemaligen Captain von Volley Näfels

Von: Köbi Hefti

Marco Gygli trat am Ende der vergangenen Saison als Passeur und Captain von Biogas Volley Näfels zurück. Derzeit leben er und seine Frau in Dubai. Beim Cupfinal mischte sich Marco Gygli unter die Fans.


1
Marco Gygli, kamen sie extra für den Cupfinal in die Schweiz?
Nein, nicht nur, aber schon auch. Unser Chef gab uns am Ostersonntag frei und so entschlossen wir uns kurzfristig in die Schweiz zu kommen und diese günstige Gelegenheit zu nutzen. Bereits am Montagmittag fliegen wir wieder zurück.


2
Der Final ging klar verloren. Wie erlebten Sie dieses Spiel und wie erging es ihnen?
Es war cool einmal als Fan bei einem Final dabei zu sein. Ich konnte mitjubeln und mitleiden. Das ist etwas ganz anders, als wenn man selber auf dem Feld steht. Ich wurde echt nervös. Die Jungs waren gut eingestellt, begannen vielleicht aber etwas übermotiviert und wurden mit der Zeit immer nervöser. Es wollte einfach nicht klappen. Alle knappen Bälle flogen zugunsten der Amriswiler.


3
Als ehemaliger Passeur können sie am besten einschätzen, was es bedeutet, kurzfristig einen neuen Zuspieler in ein Team zu integrieren, wie dies Näfels mit Matyáš Demar machten musste. Was heisst dies so kurz vor einem wichtigen Spiel?
Das hat Vor- und Nachteile. Es war unübersehbar, dass die Abstimmung zu den Mitspielern noch nicht zu hundert Prozent klappte. Anderseits kommt dadurch aber auch frischer Wind in eine Mannschaft. Dazu kennt der Gegner diesen Spieler noch nicht gut, was ein Vorteil sein kann. Matyáš Demar machte seine Sache gut, war motiviert. Die Chance, dass ein kurzfristiger Passeurwechsel gut herauskommt, schätze ich auf fünfzig-fünfzig. Heute kam es nicht gut, aber die nächste Chance kommt schon am Mittwoch.

Kurzvisite: Marco Gygli packte die Gelegenheit und erlebte erstmals einen Cupfinal seit vielen Jahren als Fan

Gut gemacht: Marco Gygli sah einen motivierten Matyáš Demar