Die Rote Laterne fordert Seat Volley Näfels
Seat Volley Näfels tritt heute Samstag um 17:30 im Salle de Sport Corsy gegen Schlusslicht VBC Lutry an. Alles andere als ein klarer Sieg gegen das punktelose Schlusslicht wäre eine riesige Überraschung.
Nach den anspruchsvollen Aufgaben gegen namhafte und international erfahrene Teams in der Silvesterwoche beim Volley Open, wartet für Seat Volley Näfels eine einfache Aufgabe. Sie reisen heute an den Genfersee zum VBC Lutry-Lavaux. Die Waadtländer haben alle Spiele der bisherigen Meisterschaft verloren und liegen am Tabellenende. Sie sind der klare Aussenseiter gegen Näfels. Schon ein Satzgewinn wäre für sie ein kleines Erfolgserlebnis.
Die zwei Gesichter von Seat Volley Näfels
Doch Schweizermeister Näfels ist in der bisherigen Saison eine kleine Wundertüte. Es ist kaum voraussehbar, wie konzentriert das Team an die Arbeit geht. Dies haben zuletzt auch die Partien am Volley Open in Näfels gezeigt. Manchmal strahlte das Team vor Witz und Spielfreude, zeigte sich kampfstark und spielte auf einem hohen Niveau. Wenig später schienen diese Qualitäten wie verflogen zu sein. Vor allem im Finalspiel gegen Torhout – als es um den erstmaligen Sieg für Seat Volley bei seinem Heimturnier ging – zeigte Näfels zwei völlig unterschiedliche Gesichter. Während sie zu Beginn auf einem Topp Niveau gegen die Belgier mitfighteten, brach das Team gegen Spielende völlig auseinander. Ein solches Tief kann sich Näfels nicht leisten, wollen sie gegen Lutry nicht für negative Schlagzeilen sorgen. Der Trainer von Lutry, Altmeister Guennadi Tcheremissov, wird sein Team jedenfalls besonders motivieren, um dem Favoriten ein Bein zu stellen. Näfels aber will gewinnen und den zweiten Zwischenrang in der Rangliste sichern.
Heisser Januar
Über die Neujahrstage gab es für die Spieler nochmals einige Tage Zeit um Kraft zu tanken und sich zu Erholen. Nach dem Turnier klagten einige Spieler über Schmerzen. Jetzt sind aber wieder alle wohlauf und bereit für die zweite Saisonhälfte. Trotz frostiger Kälte wird der Januar für Seat Volley Näfels ein heisser Monat. Mit den Viertelfinals im Swiss Cup und mit den Playoffs stehen entscheidende Spiele auf dem Programm. Näfels darf zuversichtlich sein. Das Team hat Potential und spielt zeitweise sehr stark. Die im Dezember oft kritisierte Annahme zeigte sich zuletzt stabil, mit den Services wurde Druck gemacht und auch am Block gab es sehr gute Phasen. Zudem besteht die Hoffnung, dass der Anschauungsunterricht am Volley Open, wie erfolgreiche Blocks gesetzt werden, Früchte trägt. Aber auch die Offensivabteilung zeigte immer wieder ihre Sonnenseite. Power, Tempo und starke Kombinationen führten zu herrlichen Punktgewinnen. Die Schwäche der Mannschaft ist in den Schwankungen zu finden. Urplötzlich gelingt vieles nicht mehr, Bälle gehen verloren, die Angriffe sind durchsichtig und bleiben am Block oder in der gegnerischen Abwehr hängen. Trainer Juan Manuel Serramalera weiss dies. Schon während der bisherigen Saison thematisierte er dies immer wieder. Dem engagierten und zielgerichteten Argentinier ist es erneut zuzutrauen, dass es ihm auch in dieser Saison gelingt, in den entscheidenden Phasen das Optimum mit seinem Team zu erreichen – auch heute Samstag gegen Lutry.


























































































