Die Näfelser Volleyballer sind wieder an der Spitze - Achter Titelgewinn der Glarner in zehn Jahren
«Ich fühle mich sehr gut. Ich kann befreit aufspielen», meinte Andy Sutter während der Finalspiele um den Volleyball-Meistertitel: «Vorher wusste ich immer: Wenn ich einen oder zwei Fehler begehe, bin ich wieder draussen.» In dieser Saison jedoch ist der 21-Jährige im Team von Seat Volley Näfels zur Stammkraft geworden. Und er trug als explosiver Aussenangreifer wesentlich dazu bei, dass die Glarner im Februar den Cup- Final gewannen und nun nach einem Jahr Unterbruch wieder Schweizer Meister geworden sind - notabene zum achten Mal in zehn Jahren. Näfels verlor nur eine der Finalpartien gegen Amriswil und entschied die Serie mit 4:1 für sich.
Am Mittwoch beendete Näfels die Meisterschaft mit einem ungefährdeten 3:0-Erfolg in nur 65 Minuten. «Wir haben dieses Jahr im Training sehr gut gearbeitet», sagt Ruedi Gygli, der Manager des neuen Schweizer Meisters: «Darin liegt der Schlüssel zum Erfolg.» Im Kader standen vier ausländische Profis und drei Schweizer Spieler, die sich ganz auf den Volleyballsport konzentrieren, so dass zweimal täglich auf hohem Niveau trainiert werden konnte. So hatten die Angreifer auch im letzten Spiel der Saison genug Durchschlagskraft, während dem Gegner eine vergleichbare Effizienz fehlte.
Die ungenügende Saisonvorbereitung, die späte Verpflichtung einzelner Spieler und die zwei Wochen ohne Trainer: In Amriswil war es heuer drunter und drüber gegangen. «Unter diesen Bedingungen ist der zweite Platz ein Erfolg», sagt Christian Willi, Mittespieler der Thurgauer. Auch er habe keine fertige Mannschaft zur Verfügung gehabt wie in früheren Jahren, sagt der Näfelser Trainer Juan Serramalera - sondern eine Equipe, die viel zu verbessern gehabt habe. Sein Team habe aber gelernt, mit den belastenden Momenten sehr viel besser umzugehen als im Herbst, so der Coach weiter. Nicht zufällig war die letzte, die wichtigste Partie der Meisterschaft, eine sehr gute - in der persönlichen Wertung des Trainers sogar die beste seines Teams in der ganzen Saison.
«Alle Spieler konnten sich entwickeln», lobt Gygli - was er auch darauf zurückführt, dass kein Starspieler engagiert wurde. Nun sei mit Andy Sutter ein eigenes Gewächs zum Topspieler geworden. Am Mittwoch war Sutter erfolgreichster Punktesammler des Teams. Ob Sutter und Co. nach dem Titelgewinn in der kommenden Saison in der Champions League noch mehr dazulernen dürfen, ist noch nicht klar. Die Schweiz steht im Länder-Ranking des europäischen Volleyballverbandes an 16. Position. «Wir werden angefragt, wenn zwei Verbände absagen», erklärt Gygli. Ob man dann für die Königsklasse zusagen würde, stehe noch in den Sternen.



























































































