Die FRIDOLIN-Volleyballschule von Biogas Volley Näfels triumphiert an den Zürchern Regionalmeisterschaften
Die Meisterschaft der Region Zürich gilt als eine der stärksten der ganzen Schweiz, was das Kids Volleyball betrifft. Da bis zu den Altersstufen der Jahrgänge 2005 und jünger keine nationalen Finals stattfinden, ist ein Vergleich auf Schweizer Ebene schwierig.
Bei der diesjährigen Austragung setzten die Näfelser Equipen an ihrer sechsten Teilnahme ihren bisher grössten Triumph, schwangen sie doch in allen 4 Kategorien obenauf. Bei den U-11 schickte man je ein Mädchen und Knabenteam in der mit 8 Mannschaften besetzten ersten Stärkeklasse, welche beide sich problemlos gegen die Nati A Teams Voléro Zürich, Einsiedeln oder Züri Unterland durchsetzten. Beim abschliessenden internen Final kam es zu einem erbitterten Kampf, welche die Jungs knapp mit dem Minimalunterschied für sich entscheiden konnten. Bei der zweiten U-11 Stärkeklasse konnten die Glarner ein reines Mädchenteam auf das höchste Podest bringen, und bei den U-10 Mannschaften wurden die Levels 3 und 2 auch von den Volleyballschüler aus Weesen, Mollis und Näfels dominiert.
Mit diesen Resultaten konnte der nun schon drei Jahre dauernde kontinuierliche Aufwärtstrend der Kidsvolleyballer von Biogas Volley Näfels eindrücklich bestätigt werden.
Anouk, Soley, Liliane, Tom, Adrian oder Dejan, im Alter zwischen sieben und zehn Jahren, trainieren viermal pro Woche. Sie sind in der ganzen Schweiz seit zwei Jahren in mehr als 20 Wettkämpfen gegen Gleichaltrige in Finalspielen ungeschlagen – am liebsten würden sie noch mehr ihrer Freizeit für diesen Sport opfern – woher kommt solch eine Leidenschaft für ein gemeinhin als für Kinder schwierig geltendes Spiel?
Die Trainer dazu: Volleyballer sollten wie Computer mit dem binären System agieren. Das bedeutet, jede einzelne Spielhandlung beinhaltet „wenn/dann“- Entscheidungen. Bei einem Spitzenspieler können das bis zu 40 Alternativen auf den Ebenen der Spiellogik, der spezifischen Situation, der Einschätzung des Gegners, der eigenen Fähigkeiten, den äusseren Bedingungen und der Intuition sein, welche innert Bruchteilen von Sekunden bearbeitet werden. Wenn die Kinder einmal diese Dynamik durchschaut haben, übt das Volleyballspiel ähnliche Faszination und Herausforderung aus wie ein spannendes Videogame. Unsere Aufgabe als Trainer besteht darin, so viele als möglich dieser elementarsten Entscheidungen frühzeitig und aufbauend zu automatisieren.
Und die Technik? Die wird unserer Ansicht nach im Jugendbereich in der Schweiz falsch eingeschätzt. Solange die Kids wachsen, ändern sich die Proportionen der Körperteile und was heute gilt, stimmt morgen nicht mehr. Deshalb konzentrieren wir uns, anstelle der üblichen stereotypen Wiederholungen der Grundgesten, hauptsächlich auf Schritttechniken, das Abkoppeln der einzelnen Körperteile und die Rhythmisierung der Bewegungen. Es gibt dazu viele coole Übungen im Bereich der Kinetik oder der allgemeinen Koordination. Das bringt unsere Kids dazu, sich schneller unter den Ball zu verschieben, um dann auch aus unbequemen Situationen locker weiterzuspielen können.
Als ganz wichtiger Teil des Erfolgs der Näfelser Volleyballschüler bezeichnen die Trainer auch den konsequenten Einsatz von Kraftübungen in jedem Training. Die Kräftigung des Rumpfes hat bei uns oberste Priorität und ist Voraussetzung für ein verletzungsfreies Vorankommen. Von allem Anfang an werden propriozeptive Aspekte eingebaut, um die Kids so auch intramuskulär zu stabilisieren. Alle Kraftkomponenten werden als Prävention aufgefasst. Nur so lässt es sich erklären, dass Adrian völlig gelassen in ein Volleyballfeld steht, um eine Anschlagbombe eines um sechs Jahre älteren und 15 Kilo schwereren Gegners in der Annahme zu erwarten.




































































































